berichte2010


14.05.2010: Stabæk IF II vs. Vålerenga Oslo II, 2:0 (2. DivisjonAvdeling 1 Norwegen), Nadderud Stadion, 150 Zuschauer

Nach 4 Monaten Lernen inkl. Absch(l)ussprüfungen konnte es endlich mal wieder zum Hoppen gehen, allerdings wieder mit einer Einschränkung, musste ich doch Sonntag Abend zu einem Seminar wieder in Bayern sein bzw. dort anreisen. Naja, und dann gabs natürlich noch diesen mysteriösen Eyjafjallajökull, der auf Island sein Unwesen trieb und für Flugverspätungen und Ausfälle sorgte.

Dies durfte mir auf keinen Fall passieren, da das Seminar im Abschlusszeugnis berücksichtigt wird… so entschied man sich erst einen Tag vorm Abflug, doch nach Norwegen aufzubrechen, Pure Vernunft darf niemals siegen, wird schon gut gehen J

Mit von der Partie noch Burgi, der mit mir Sonntag wieder zurückfliegen sollte, sowie Bronsky und Andi, die einen Tag länger blieben.

Bronsky stellte sein Auto zum Flughafen nach Memmingen, um 8 Uhr trafen wir uns am Hauptbahnhof in Regensburg und selbst da überlegte man, ob man überhaupt die Reise antreten soll, hatten wir doch überhaupt keine Lust und noch net mal ne Unterkunft (am gleichen Wochenende bzw. am 17. Mai war Nationalfeiertag in Norwegen…), aber den Flug für insgesamt 38 Euro wollte man doch nicht verfallen lassen, also rein ins Gefährt und nach einer sehr amüsanten Fahrt 2 ½ Stunden später Memmingen Airport erreicht.

Vor dem Einchecken standen 3 junge Schweizer vor uns, welche ab und an über Fußball plauderten, nix Außergewöhnliches…

Der Flug selber war recht ereignislos, so erreichten wir nach 2 Stunden und ein paar Minuten den Flughafen Rygge. Ne Wechselstube gab es nicht, so mussten die Norwegischen Kronen am Automaten gezogen werden. Für den Rygge-Express-Bus (www.ryggeekspressen.no), welcher nach Oslo fährt, muss man als „Student“ für das Return-Ticket umgerechnet ca. 25 Euro berappen, Burgi zahlte in Euro und wurde dort vom Busfahrer um eine „Wechselgebühr“ erleichtert, also lieber mit NOK zahlen.

Der 1. Bus wurde leider nicht mehr erreicht, jetzt saßen wir im Bus, aber dieser wollte partout nicht losfahren, wir hatten aber an diesem Tag außerhalb von Oslo noch nen Termin…

Die Busfahrt selber war ganz ok, das Wetter war gut, und landschaftlich gabs auch bissl was zum Betrachten. Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir den Busterminal in Oslo, mittlerweile 16.20 Uhr, Anpfiff um 17 Uhr, ganz großes Kino.

Nun brauchten wir Bus Nr. 143, welcher uns zum Nadderud Stadion bringen soll… tja, und dieser stand genau vor uns, Abfahrt in ein paar Minuten, wunderbar. Die einfache Fahrt kostete glaub ich 40 NOK, also etwas mehr als 5 Euro…

Die 3 Schweizer vom Memminger Flughafen stiegen auch in den Bus (http://trafikanten.no) ein, sie werden doch etwa nicht… können ja alles Zufälle sein.

Auf der 40-minütigen Fahrt erblickten wir einige Schüler mit roten Latzhosen, welche mit Unterschriften/Namen versehen waren, auch mal ne nette Alternative zu den hiesigen Abschluss-Shirts in Deutschland.

Endlich erblickten wir das Stadion, die 3 Schweizer noch immer im Bus… und sie stiegen beim Stadion aus, unglaublich ^^, dass sich noch andere Leute so nen Rotz geben *g*.

17.20 Uhr betraten wir das Stadion (als Info für die Groundhopper-Polizei ^^) und rauf auf die Tribüne. Eigentlich war das Spiel auf dem nebenliegenden Kunstrasenplatz angesetzt worden, das war zum Glück jetzt nicht der Fall.

Die Partie selber war ereignislos, 2:0 für die Gastgeber, LP Nr. 30 mit so einem Rotz – sehr erbärmlich ^^.

Nach dem Spiel auf die andere Straßenseite – zurück nach Oslo, wir mussten ja noch eine Unterkunft finden… In der Zwischenzeit wurden die 3 Schweizer angelabert, sie sind eigentlich keine Groundhopper und schauen sich auch nicht die morgige Zweitligapartie an. Eine Unterkunft hatten sie, aber dieses Hostel war bereits ausgebucht, ich bekam vorm Abflug noch ne Mail vom Anker-Hostel – ebenfalls überbucht, dies hatte ich jedoch meinen Mitreisenden nicht mitgeteilt, weil dann wären wir bestimmt nicht in Regensburg losgefahren ^^.

Zurück in Oslo gingen wir spaßeshalber in ein 5-Sterne-Hotel… das war dann auch „etwas teuer“ *g*.

Also auf zum Anker-Hostel, dort einfach mal „unser Glück“ probieren, es standen bereits 20 Leute am Tresen, tolle Voraussetzungen… aber es gab tatsächlich für uns ein 4-Bett-Zimmer, umgerechnet 50 Euro pro Nacht und Person, natürlich ohne Frühstück, ohne Worte, aber das is (leider) nun mal Norwegen.

Kurz die Rucksäcke im Zimmer abgestellt und wieder das Hostel verlassen – unsere Mägen knurrten. Naja, McDonald’sis so ziemlich das einzige, was man sich dort leisten kann, der Hamburger kostet umgerechnet 1,20 Euro, das geht noch.

Anschließend noch bissl im Zimmer abgegammelt und gegen Mitternacht die Äuglein geschlossen – Gute Nacht.

15.05.2010: Strømmen IF vs. SogndalFotball, 1:2 (1. Divisjon, 2.Liga Norwegen), Strømmen Stadion, 604 Zuschauer (ca. 30 Gäste)

Am nächsten Morgen stand Kultur auf dem Programm, zuerst ging es zum Königsschloss, von dort über die Karl Johans gate (Hauptstraße von Oslo) zum Rathaus. Dort gegenüber befindet sich das „Friedensnobelpreis-Haus“. Anschließend ging es zur Festung Akershus, welche mich persönlich am meisten begeistern konnte, hat man doch von dort eine gute Aussicht. Der Osloer Dom wurde auch noch besichtigt und schon war es fast Mittag. Heute wollten wir auf keinen Fall zu spät zum Spiel kommen (außer Andi, der verzichtete auf das Spiel, er will lieber Joggen, da er nicht so viel Geld hat…), also zum Busterminal geschlendert, dort kann man die Busse Nr. 401 oder 411 nehmen. Wir fragten den Busfahrer, ob denn dieser Bus beim Stadion hält, er winkte uns zu sich in den Bus, kassierte aber nicht ab… wird er wohl machen, wenn er losfährt oder wenn wir aussteigen…

Die Fahrt dauerte knapp 45 Minuten, der Busfahrer gab ein Handzeichen, dass wir da wären. Ok, er machte einen Fehler: Er öffnete die mittlere Türe – und weg waren wir. Wenigstens das Abendessen eingespart J.

Wir schauten kurz zum Stadion, dort war knapp 3 Stunden bei „strømmenden“ Regen noch nicht viel los, also auf zum StrømmenStorsenter, welches das zweitgrößte Einkaufszentrum in Norwegen ist. Dort war es wenigstens schön warm und trocken, kaufen konnten wir uns nichts, wir sind ja arme deutsche Jungs ;-).

Eine Cola sollte es dann doch sein und so wurden einfach nur Leute beobachtet, welche Geld haben und Dinge einkaufen können ^^. Kurz nach 15 Uhr brachen wir 3 Richtung Stadion auf, dort ein paar Fotos gemacht und das Stadion betreten, Eintritt umgerechnet 18 Euro – für eine norwegische Zweitligapartie „mehr als fair“ *Ironie aus*

Die Heimfans machten zu Spielbeginn eine kleine Choreo, außerdem hingen ein paar Fahnen, habe ich so nicht erwartet. Die ca. 30 Gästefans hatten ebenfalls ein paar Fahnen dabei und unterstützten sogar lautstark ihr Team. In der 4. Minute ging Sogndal in Führung, dies war auch gleichzeitig der Halbzeitstand.

Kurz nach Wiederbeginn der Ausgleich, nun lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wollte doch jeder 3 Punkte holen. In der 85. Minute dann das 1:2, der Gastgeber drängte nochmal auf den Ausgleich, aber es blieb beim knappen Auswärtssieg für Sogndal.

Nach dem Spiel ging es wieder mit dem Bus (dieses Mal mussten wir aber zahlen ^^) zurück zum Busbahnhof bzw. Hauptbahnhof, dort sollten die restlichen Kronen für Pivo bzw. Cider ausgegeben werden… naja, ich war an der Kasse mit meinen 3 Cider-Dosen, aber die Verkäuferin sagte mir, dass ab 18 (oder war es doch 19 Uhr?) keine Getränke mit mehr als 2,5 % Alkohol verkauft werden dürfen… das war mehr als lächerlich.

Ok, wieder zurück und die warme Plörre mit genau2,5 % genommen. Hoffentlich wird so ein Scheiß net in Deutschland eingeführt, ich kann mich doch besaufen, wann ich will *g*.

Wieder zurück im Anker-Hostel und erst mal geduscht, die anderen machten ein Kicker-Match gegen Franzosen.

Ich trank in der Zwischenzeit mein „Bier“… naja, wenn man mir davon 15 Stück gibt, merk i vielleicht was, aber was soll’s – is hald Norwegen.

Burgi und ich packten vorm Schlafengehen unsere Rucksäcke ein – unser Bus am nächsten Morgen ging schon recht früh Richtung Rygge Airport.

5 Uhr in der Früh – der Wecker klingelte, von den anderen beiden verabschiedet und Richtung Busterminal gegangen, der Bus dieses Mal pünktlich, das ist gut.

Der Rückflug ging zum Glück auch (und ohne Verspätung) – sind wir also der Aschewolke noch entkommen *g*.

Kurz nach 10 Uhr landeten wir in Memmingen, zum Bahnhof selber ging irgendwie kein Bus, Taxi war uns zu teuer, also schlenderten wir beide durch Wald und Wiesen und erreichten nach knapp 40 Minuten Fußmarsch den Bahnhof. Gegen 15 Uhr erreichten wir wieder Regensburg… außer Spesen nix gewesen ;-)

Naja, Norwegen leider ein sehr teures Land, die wichtigsten Dinge in Oslo hat man meiner Meinung nach in ein paar Stunden abgeklappert, die Festung Akershus find ich aber empfehlenswert.

Norwegen muss unbedingt nochmal bereist werden, aber dann viel weiter nördlich, wo die Natur ja einen vom Hocker reißen soll :-)

 

05.06.2010: 1. FC Schweinfurt 05 vs. VfB Eichtätt in Schwabach, 2:1 (Relegation zur Bayernliga), Sportpark Nördlinger Straße, 1.300 Zuschauer

Recht spontan entschied ich mich, um 16 Uhr das Relegationsspiel in Schwabach zwischen Schweinfurt und Eichstätt anzuschauen. Mitfahrer gab es keine, hatten doch die meisten bereits den Ground oder waren heute anderweitig unterwegs.

Die Fahrt war ereignislos, der Sportpark wurde schnell gefunden und Parkplätze waren heute auch genügend vorhanden.

Rein ins Vergnügen und erst mal ne Runde gedreht bzw. Richtung Anzeigetafel gegangen… hm, den kenn ich doch… es war Marc (auch als Sicherheitsbeauftragter bekannt), das erste Wiedersehen seit Moskau im Mai 2009.

So hatte jeder etwas zu erzählen, die Partie lief mittlerweile bei herrlichem Sommerwetter bzw. brutalster Hitze ^^, Chancen auf beiden Seiten. In der 32. Minute das 1:0 für Schweinfurt durch einen sehenswerten Treffer aus knapp 20 Meter, die knapp 250 Leute aus Unterfranken am Jubeln.

Mittlerweile Halbzeit, auf zum Getränke- und Bratwurststand, aber wen sehen wir da… Zico war auch vor Ort J

So gabs in der 2. Halbzeit noch mehr zum Labern, die Partie war trotz der großen Hitze richtig schnell und ansehnlich, knapp 20 Minuten vor Ende dann der Ausgleich durch einen Foulelfmeter für Eichstätt.

Jeder stellte sich schon darauf ein, dass die heutige Partie wohl über die 90 Minuten gehen wird, doch einen kapitalen Fehler des Eichstätter Torwarts nutzte Schweinfurt in allerletzter Sekunde eiskalt aus – 2:1, Spiel vorbei.

Der Jubel grenzenlos, Eichstätt am Boden zerstört. Der Sieger darf in das nächste Relegationsspiel, für den VfB alles vorbei.

Noch vom Sicherheitsbeauftragten und Zico verabschiedet, rein ins Auto und gegen 20 Uhr Regensburg wieder erreicht.

 

12.06.2010: JiskraDomažlice vs. FK Tachov, 2:0 (Divize A – 4. Liga Tschechien), MěstskýstadionStřelnice, ca. 400 Zuschauer (15 Gäste)

Gestern startete die Fußball-WM in Südafrika, aber die 4. Liga in Tschechien war davon zum Glück nicht betroffen J

Mit von der Partie Burgi und Willywic, so gings mit meinem Gefährt schon am Vormittag Richtung Domažlice via Furth im Wald bzw. „Asienmärkte“, wo Mittag gespeist wurde und anschließend noch der Shopping-Wahn ausbrach, manch einer setzte für 50 Cent mehr/weniger bei einem Artikel sogar sein Leben aufs Spiel ^^.

Irgendwann war es an der Zeit, nach Domažlice aufzubrechen. Das Stadion liegt auf der rechten Seite der Hauptstraße, kann man im Prinzip nicht verfehlen. Auto dort abgestellt und Richtung Marktplatz gegangen, der Albert-Supermarkt hatte leider schon geschlossen, also in ein gegenüberliegendes Straßencafè gegangen und dort die Sonne aufn Pelz scheinen lassen.

Zahlen war wie zu erwarten mit Euro möglich, das Wechselgeld bekamen wir wunschgemäß in Tschechische Kronen, brauchte man ja noch Geld für Eintritt und KlobasaJ

Mittlerweile 16.30 Uhr, Spielbeginn um 17 Uhr – also rein ins Vergnügen. Bei wunderbarem Wetter waren heute ca. 400 Zuschauer im Stadion, davon konnte man etwa 15 Leute als Anhänger von Tachov erkennen/hören.

In einem sehr langweiligen Spiel führte der Gastgeber zur Halbzeit mit 1:0, Willywic wurde zum Länderpunkt Tschechien beglückwünscht und meiner einer kaufte sich neKlobasa, die anderen beiden hatten „Knorpophobie“, aber das fettige Teil hatte gar keine Knorpel und war geschmacklich auch ganz ok. Dass im Land des Pivos 0,0 Promille gilt, is mehr als lächerlich, so musste ich aufs Pivo verzichten L.

Domažlice machte in der 2. Halbzeit noch das 2:0, was gleichzeitig auch der Endstand war, Tachov hatte nie den Hauch einer Chance. Zufrieden gings zurück zum Auto und in der Nähe von Domažlice noch billig getankt (viel billiger als an der Grenze selber).

Kaum war man über die Grenze gefahren, sah ich im Rückspiegel nen BMW mit Straubinger Kennzeichen, welcher ziemlich rasant andere überholte. Nun war dieser Wagen hinter mir, fuhr schon total dicht auf und überholte mich letztendlich wie ein Irrer, wollte schon fast den „Stefan Effenberg-Gruß“ machen… Polizei, bitte folgen. Ganz toll.

Naja, die Kontrolle war harmlos, zum Alkohol und den Klamotten im Kofferraum sagten sie nix, Servus.

In Cham wurde noch ne McDonald’s-Pause eingelegt, ehe der restliche Abend in einer Regensburger Kneipe bei USA vs. England verbracht wurde, netter Samstagsausflug.

 

27.07.2010: SpVgg Hankofen-Hailing vs. FSV Erlangen-Bruck II, 5:1 (Landesliga Mitte), Stadion Hankofen, 400 Zuschauer (0 Gäste)

Dienstag Abend im Juli, klingt nach einem Aufsteiger in die Landesliga Mitte. Da man ja seine „Haustürliga“ komplett haben soll (eines der „iboischen Gebote ;-), gings mit meinem Gefährt nach Hankofen, ein Kaff bei Leiblfing, dies liegt wiederrum in der Nähe von Straubing, mit dabei noch Bronsky und Moritz, dieser vergaß sein Navi – tolle Voraussetzungen für die niederbayerische Pampa J

Einmal kurz verfahren, dies war aber nicht weiter schlimm, erreichten wir doch Hankofen nach knapp 1 Stunde Fahrt kurz nach 18 Uhr, Spielbeginn 18.30 Uhr.

Zum ersten Heimspiel in dieser Saison kamen knapp 400 Zuschauer, wir 3 nahmen auf der Tribüne Platz und hatten eine wunderbare Aussicht auf Natur und Spielfeld J.

Der Gastgeber ging durch Markus Rainer mit 1:0 in Führung, Erlangen schaffte vor der Pause noch das 1:1.

Nach dem Pausentee drehte Hankofen auf, in der 55. Minute das 2:1 und in der letzten Viertel Stunde insgesamt nochmal 3 Tore – Endstand 5:1, 3-facher Torschütze Markus Rainer.

Zufrieden ging es wieder zurück in die Oberpfalz und erreichte gegen 21.30 Uhr Regensburg. Landesliga Mitte – nur noch eins…

 

08.08.2010: VfB Lübeck vs. 1. FC Magdeburg, 0:2 (Regionalliga Nord), Stadion Lohmühle, 3.500 Zuschauer (ca. 400 Gäste)

Lübeck-Regensburg-Lübeck an einem Tag – das Saturn-Ticket und die Anstoßzeit um 13.30 Uhr machten es möglich. So ging es heute nach dem gestrigen 2:0-Heimsieg gegen Burghausen mit Burgi in den hohen Norden, 1. Spieltag Lübeck vs. Magdeburg, klingt lecker.

Kurz vor halb 6 in der Früh ging unser Zug via Nürnberg und Hamburg nach Lübeck, ca. 35 Minuten vor Spielbeginn erreichten wir die Hansestadt. Vom Hauptbahnhof fuhren wir mit dem Bus zum Stadion, zu Fuß hätten wir es wahrscheinlich nicht pünktlich geschafft. Auf der Fahrt und am Ground selber konnten einige Uniformierte gesichtet werden…

10 Minuten vor Anpfiff unsere Stehplätze rechts vom Gästeblock eingenommen, aus Magdeburg etwa 400 Gäste anwesend, konnte aber eher schlecht eingeschätzt werden, da unsere Sicht auf den Gästeblock nicht gerade ideal war.

Ultra Kollektiv Lübeck postierte sich auf der rechten Seite der Haupttribüne und war mit ca. 70 Mann fahnenschwenkend und akustisch aktiv, war aber von unsere Sicht aus schwer einzuschätzen bzw. zu hören. Magdeburg sang auch nicht durch, wenn aber alle mitmachten, wars richtig schön laut.

Die 1. Halbzeit recht langweilig – 0:0. Auf zum Bratwurst- und Getränkestand, allerdings wurde nur alkoholfreies Bier verkauft.

Nach dem Pausen(hopfen)tee sahen wir eine temporeichere Partie, gab sich wohl keines der beiden Team mit nur einem Punkt zufrieden.

In der 64. Minute die Führung für die Gäste, 10 Minuten später das 0:2 – damit war die Auftaktniederlage für Lübeck besiegelt.

Nach dem Spiel hatten wir etwa eine Stunde bis zur Abfahrt Zeit, also gingen wir den Weg bis zum Hauptbahnhof zu Fuß bzw. machten einen kleinen Abstecher zum Holsten-Tor, welches in unmittelbarer Nähe vom Hauptbahnhof ist.

Ein paar Erinnerungsfotos gemacht, kurz nach 16 Uhr ging unser Zug und nach einer unspektakulären Heimfahrt erreichten wir gegen 22.40 Uhr Regensburg.

 

14.08.2010: SpVgg Jahn Forchheim vs. SV Etzenricht, 2:0 (Landesliga Mitte), Jahn-Park, 430 Zuschauer

Gestern im heimischen Jahnstadion die bittere Pokalpleite gegen Bielefeld verfolgt, heute stand die Landesliga Mitte auf dem Programm, fehlte mir nur noch der Jahn-Park in Forchheim zur Komplettierung.

Alle anderen hatten bereits diesen Ground bzw. waren heute anderweitig unterwegs, so unterhielt sich nur das Navi auf der Autofahrt mit mir ^^.

Gegen 15.30 Uhr erreichte ich den Jahn-Park, die Parkplätze waren rar, aber in einer Seitenstraße konnte dann doch das Vehikel abgestellt werden.

Der Ground gefiel mir auf Anhieb recht gut, hatte dieser doch einen wunderschönen Biergarten, allerdings mit keiner guten Sicht zum Spielfeld, kann man also keine 90 Minuten sitzen bleiben und Bier trinken J

Bei herrlichem Wetter stellte ich mich hinters Tor, um von dort aus die abwechslungsreiche Partie zu verfolgen, in der 1. Halbzeit fielen jedoch keine Tore, trotz einiger Torchancen.

Als ich in der Halbzeit telefonierte, fragte mich ein Einheimischer, ob ich denn aus Etzenricht sei. Dies verneint und mit „Regensburg“ geantwortet… „Oh je, ihr seid ja gestern unglücklich im Pokal rausgeflogen“ – so kann man’s sagen, hatte es mittlerweile fast verdrängt ^^.

Nach der Pause das 1:0 für Forchheim durch einen wunderschönen Flugkopfball.

Der Gastgeber machte weiterhin viel Druck und kam zu einigen guten Torchancen, doch erst in der 75. Minute konnte das 2. Tor erzielt werden. Dies war dann auch der (überraschende) Endstand, war doch Etzenricht Tabellenführer und Forchheim noch sieglos in der Landesliga Mitte.

Gegen 18 Uhr machte ich mich zufrieden auf den Heimweg und erreichte gegen 19.30 Uhr wieder Regensburg. Landesliga Mitte – Mission erledigt J

 

19.08.2010: ŠK Slovan Bratislava vs. VfB Stuttgart, 0:1 (Play-off Europa-League Hinspiel), ŠtadiónPasienky, 8.120 Zuschauer (ca. 600 Gäste)

Heute gabs in der Arbeit mal keine Mittagspause, denn um kurz nach 12 Uhr war für mich Feierabend. Meine Kollegen fragten mich: Was, du machst etz schon Feierabend, gehst du heut zum Baden?

Nein, fahr etz dann nach Bratislava und Györ zum Fußball und bin wohl gegen 5 Uhr morgens wieder daheim, bin aber morgen wieder in der Arbeit, schönen Nachmittag.

Sehr schön, nun konnte es losgehen. Treffpunkt war die OMV-Tanke beim Jahnstadion, Bronsky kam irgendwann auch daher und um kurz vor 13 Uhr holte uns Xander aus Neumarkt mit einem geliehenen 9er ab, denn in Györ sollten wir noch 3 Leute von einer Balkantour mit nach Hause nehmen.

Fahrt recht ereignislos, ab Österreich bis zur slowakischen Grenze übernahm ich das Steuer, von dort bis zum Stadion in Bratislava wieder Xander. Schon kultig, so ein Gefährt, könnte man zu dritt ne schöne Tour machen und hätte gleichzeitig was zum Pennen.

ŠtadiónPasienky gegen 18 Uhr erreicht, also noch ne dreiviertel Stunde bis Spielbeginn, also erst mal ne Klobasa reingezogen und nen Platz auf der Gegengerade gesucht. Links von unserer Seite die Ultras von Slovan Bratislava, links von den Heimfans die Gästefans – getrennt durch nen popligen Bauzaun und einigen slowakischen Ordnern, welche vom ersten Eindruck gerne ins Fitnessstudio gehen oder sich öfters mit Ana.Bolika treffen… J

18.45 Uhr, endlich gings los. Die Ultras von Slovan machten ordentlich Stimmung und hatten für den heutigen Tag anscheinend auch einige Wörter Deutsch gelernt… Scheiße Stuttgart, scheiße VfB – dies skandierten sie heute öfters ^^.

Die knapp 600 Leute aus Stuttgart hatten ihren Block ordentlich beflaggt, machte ein gutes Bild. Der Support war net durchgehend, aber wenn alle mitmachten, wars von der Lautstärke schon gut.

Auf dem Platz machte Slovan ordentlich Druck und kam zu einigen Torchancen, Führung wäre durchaus verdient gewesen. Knapp 10 Minuten vor der Pause wollten die Ultras der Gastgeber den Gästen mal persönlich „Hallo“ am Zaun sagen und überreichten ihnen als Geschenk einige Sitzschalen und ein paar Feuerwerkskörper. Die Partie wurde daraufhin unterbrochen, die Stuttgarter pfefferten ebenso einige Sitzschalen Richtung Heimblock und testeten die Qualität des „schützenden“ Bauzaunes. Irgendwann kamen dann auch mal die slowakischen Robo-Cops auf die Idee, als 3. Kraft mitzumischen. Nach ca. 5-10 Minuten war der Austausch von Zärtlichkeiten vorbei, die Gäste hatten in der Zwischenzeit ihre Fahnen abgehängt und der Bauzaun wurde durch Robo-Cops und noch mehr Ana.Bolika-Ordnern geschützt.

Nun wurden noch ein paar Minuten gespielt, aber es ging mit 0:0 in die Halbzeit. In der 2. Hälfte gab es Chancen bei den Gastgebern, aber auch beim VfB, eine offene Partie. Langsam wurde es dunkel, auf einem Haus neben dem Stadion gab es ein paar Bengalen sowie ein Spruchband zu sehen – schöne Aktion.

Da wir um/ab 22 Uhr noch einen Termin in Györ (2. Halbzeit) hatten, verließen wir ein paar Minuten eher das Stadion, wir gingen die Treppen runter und hörten das 0:1 für Stuttgart, warum immer so viel Pech… ^^

19.08.2010: Győri ETO FC vs. NK Dinamo Zagreb, 0:2 (Play-off Europa-League Hinspiel), ETO Park, 8.500 Zuschauer (ca. 100 Gäste)

Wenigstens hatten wir auf der Straße kein Pech, einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Stadion fanden wir auch noch, sodass wir um 21.50 Uhr das Stadion betreten konnten, immerhin die 2. Halbzeit.

Die Gäste aus Zagreb führten zur Halbzeit mit 0:2, Gästefans waren wohl 100 anwesend, aber allesamt „Normalos“, da sich die Bad Blue Boys weiterhin im Streik befinden, sehr schade.

Die Heimfans von Györ befanden sich auf einer (provisorischen) kleinen Stahlrohrtribüne auf der gegenüberliegenden Seite vom Gästeblock hinter dem Tor. Diese machten auch etwas Krach und schwenkten ein paar Fahnen, haute uns aber nicht unbedingt vom Hocker.

Leider bekamen wir auch hier kein Tor mehr zu sehen, irgendwie bitter, wenn man 2 Spiele mit Toren sieht, die Tore selber aber nicht… ^^

Nach dem Spiel traf man sich mit den anderen 3, die von ihrer Balkan-Tour bissl was zum Erzählen hatten, u. a. vom Bier-Festival in Belgrad, klingt gut *g*.

Irgendwann bin ich weggepennt, war ja bereits seit 5 Uhr morgens wach. Der Fahrer drückte ordentlich aufs Gas, so war man bereits gegen 4.45 Uhr in Regensburg und ich neViertel Stunde später im Bett, 2 ½ Stunden geschlafen und um 8 Uhr in der Arbeit gewesen, schöner Feierabend J

 

07.09.2010: SV Pullach vs. TSV Landsberg 1882, 8:7 n. E. (1. BFV-Hauptrunde Pokal), Sportplatz Gistlstraße, ca. 100 Zuschauer

Tja, seit nicht mal einer Woche leb ich nun (beruflich bedingt) in Fürstenfeldbruck, aber aus jeder Situation muss man das Beste daraus machen, so kann wenigstens der Süden in Bayern „abgegrast“ werden – da darf es heute gleich mal ein Pokalspiel sein J

S-Bahn-Station Pullach erreicht, aussteigen und gleich rechts gehen, schon befindet man sich in unmittelbarer Nähe vom Sportplatz.

Motivation hatte ich ehrlich gesagt 0,0 – Regen und dann noch allein so nen Hafer anschauen… ich betrat den Ground, wen seh ich da: Moritz!!

Er war am Überlegen zwischen Pullach und Wolfratshausen (hatten auch ein Heimspiel), aber da er bei Pullach eher daheim ist (ich ebenfalls ^^), entschied er sich auch für den Kick um 17.45 Uhr gegen TSV Landsberg, wunderbar.

Moritz hatte von seiner Sommertour einiges zu erzählen, das Spiel war ebenfalls sehr ansehnlich mit schönen Toren – 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2 – in der 88. Minute das 3:3, damit rettete sich Landsberg ins Elfmeterschießen, doch ein Schütze vom TSV hatte keine starken Nerven und scheiterte vom Punkt, Pullach damit eine Runde weiter.

Ich fuhr mit Moritz noch bis zum Münchner Hauptbahnhof, dort trennten sich unsere Wege – er weiter nach Regensburg, ich nach Fürstenfeldbruck.

 

22.09.2010: FC Ingolstadt 04 vs. Fortuna Düsseldorf, 3:0 (2. Bundesliga), „4-Ringe-Sportpark“, 5.901 Zuschauer (ca. 400 Gäste)

Ein neuer 2. Liga-Bunker, der nur ne Stunde entfernt ist, dazu ein namhafter Gegner, die Tabellenkonstellation „wunderbar“ – 18. vs. 17. – so kann man seinen Feierabend auch gestalten (bei einer „fanfreundlichen“ Anstoßzeit um 17.30 Uhr). Von Fürstenfeldbruck fuhr ich mit meiner Karre nach Ingolstadt, genauer gesagt ins Industriegebiet nach Manching, also ne sehr zentrale Lage…

Dort angekommen und das Auto für lau in einer Seitenstraße geparkt, die obligatorische Stadionwurst wollte ich nicht unterstützen, dafür aber den Bratwurststand vorm Stadion – gut und günstig.

Ne Karte hinter dem Tor erworben und mich links von den Heimfans platziert, diese zeigten zu Spielbeginn einige Doppelhalter und Fahnen, Düsseldorf mit ein paar Zaunfahnen und nen Riesenschwenker, war also schon ok.

Das Spiel anfangs sehr zerfahren, in der 20. Minute das 1:0 für Ingolstadt, was gleichzeitig auch der Halbzeitstand war. Nach der Pause erhöhte der Gastgeber auf 2:0, in der 60. Minute das 3:0 – die Vorentscheidung. Düsseldorf hatte kaum nennenswerte Torchance, ein ganz schwaches Spiel der Fortuna, die im 5. Spiel der Saison somit weiterhin ohne Punkt auf dem letzten Tabellenplatz stehen, Ingolstadt holte die ersten 3 Zähler.

Stimmungsmäßig war dementsprechend bei Düsseldorf nicht viel zu hören und sehen, die Gästefans pöbelten ordentlich nach dem Spiel, kann man irgendwie nachvollziehen.

Der Heimanhang mit vielen Pausen, keinen kreativen Liedern und teilweise mit 3 „Einpeitschern“ aufm Podest – bei knapp 100 Supporter. So kann man sich auch lächerlich machen…

Nach dem Spiel raus aus dem „4-Sterne-Bunker“ und kurz vor 21 Uhr wieder Fürstenfeldbruck erreicht. Positiv nur, dass wenigstens die Fanbereiche im Stadion aus Stehplätzen bestehen, sonst konnte das Ganze nicht wirklich begeistern.

 

17.10.2010: Rot-Weiß Oberhausen vs. TSV 1860 München, 0:0 (2. Bundesliga), Stadion Niederrhein, 5.820 Zuschauer (ca. 300 Gäste)

Die 2. Bundesliga muss ja irgendwann auch mal komplettiert werden, da kam das Jubiläumsangebot zu 20 Jahre Wiedervereinigung von der Deutschen Bahn gerade recht, Fürstenfeldbruck-Oberhausen-Fürstenfeldbruck für 40 Euro ist ok.

Um 5.51 Uhr ging es erst mal mit der S-Bahn zum Münchner Hauptbahnhof, dort noch ein paar Fressalien geholt und rein in den ICE Richtung Köln, in Nürnberg stieg noch Burgi hinzu, der ebenfalls das Jubiläumsangebot nutzte.

In Köln umgestiegen und den IC nach Oberhausen genommen, dieser ziemlich voll, sodass die knapp dreiviertelstündige Fahrt im Stehen verbracht werden musste. Oberhausen wurde dann pünktlich um 12.30 Uhr erreicht, rein in den nächsten Bus und ab zum Stadion. Vom ersten Eindruck her konnte mich die Stadt irgendwie überhaupt nicht begeistern, wirkte alles ziemlich trostlos und grau.

Gegen 13 Uhr das Stadion betreten und am Verpflegungsstand all die Leckereien begutachtet, gab es doch einiges zur Auswahl. Ich entschied mich für die „Malocher-Bratwurst“, fand ich sehr lecker. Nach zahlreichen Danksagungen vor der Partie konnte es nun um 13.30 Uhr endlich losgehen, aus München ca. 300 Gäste vor Ort, die Handtuchmafia präsentierte ein Spruchband mit „In Berlin den Ball in’s Rollen gebracht – Der Kampf zum Erhalt der Fankultur ist entfacht“, eine Anlehnung an die lohnenswerte Fandemo vom 9. Oktober.

Die 1. Halbzeit ist schnell erzählt – Grottenkick pur, keine Tore. Kurz nach Wiederbeginn die Ampelkarte für einen Löwenspieler, 1860 stellte sich nun hinten rein, sodass RWO kaum für Gefahr sorgen konnte. In der Schlussphase wurden nun die Gäste mutiger, ein Schuss aus 20 Meter knallte allerdings nur gegen die Querstange, es blieb somit beim 0:0.

Stimmungsmäßig war auch nicht allzu viel los, aber so ein Spiel wie heute ist besser wie jede Schlaftablette ^^.

Raus aus dem Stadion und wieder zurück am Bahnhof, nun eine knappe Stunde Zeit bis zur Abfahrt. Naja, dieser machte irgendwie nen schäbigen Eindruck, aufs goldene M hatten wir keine Lust, also einfach Leute beobachtet, immer wieder interessant die Spezies Mensch *g*.

Burgi sorgte noch für einen Lacher: Er betrat die Toilette, musste davor 50 Cent einwerfen… versehentlich ging er aufs Frauen-Klo, dies bemerkte er, als er keine Pissoirs vorfand und verließ daraufhin die sanitären Einrichtungen komplett, ohne seinen Blasensaft in eine Schüssel zu gießen, da hätte er ja mir gleich die 50 Cent schenken können ^^

Viertel vor 5 rein in die ERB nach Düsseldorf, dort in den ICE nach München umgestiegen. Burgi stieg in Nürnberg aus, um weiter nach Regensburg zu fahren, ich war um kurz vor 23 Uhr wieder in Fürstenfeldbruck.

 

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