berichte2009


 

Israel/Jordanien 09.01.2009 – 16.01.2009
 
Als Mitte September 2008 der Flug nach Tel Aviv gebucht wurde, ahnte niemand, wie sich die politische Lage in Israel entwickeln sollte. Zwischen Weihnachten und Silvester begannen die ersten Auseinandersetzungen zwischen Hamas und der israelischen Armee, welche man mit Bedenken verfolgte. Und es kam, wie es bei uns Pechpilzen kommen musste – der Spielbetrieb in Israel wurde komplett ausgesetzt, genau zu der Zeit, wo wir in Israel verweilten.
Eltern und Bekannte rieten von der Reise ab, aber der Drang nach Abenteuer siegte. Aus ursprünglich 8 Leuten wurde ein unverbesserliches Trio, die restlichen 5 traten die Reise wegen zu geringer Anzahl an Spielen (1) nicht an.
08.01.2009: Kurz vor 21.30 Uhr traf man sich am Regensburger Hauptbahnhof, mit von der Partie Bronsky und Turmi. Als der Zug einfuhr, erwischte Turmi genau die Tür, welche sich wegen eines technischen Defekts nicht öffnen ließ, ich stelle kurz vor Ankunft am Bahnhof fest, dass der Flug nach Tel Aviv mein 13. (einfach gesehen) Flug wird. Tolle Voraussetzungen -.- ^^
Im Zug nach Nürnberg scherzten wir über mögliche Entführungen und Kampfeinsätze im Krieg, Galgenhumor allèz.
Außerdem wurde fleißig hebräisch geübt ^^ – Schalom, ma schlomäch?
In Nürnberg wurde dann im Presseshop abgegammelt, ehe es nach Fürth weiterging. Dort hatten wir fast 90 Minuten Aufenthalt, ganz großes Kino. Da der Bahnhof in Kleeblatt-City alles andere als kuschlig warm ist, stand nun die Suche nach dem „goldenen M“ auf dem Plan, welcher auch schnell gefunden wurde. Onkel Cel… ach nee, den Satz darf ich net ausschreiben, da mich sonst der Bronsky killt ;-)
Das Thermometer zeigte mittlerweile – 15 ° C an, was Bronsky aber nicht abschreckte, denn er kaufte sich lecker Eis ^^.
09.01.2009: Zurück zum Bahnhof, um kurz nach 1 Uhr ging es mit dem City Night Line (Zug zum Flug) nach Berlin Zoologischer Garten, welchen wir um 7.30 h erreichten. Von dort hat man die Möglichkeit, mit den Bussen X9 oder 109 weiter zum Flughafen Tegel zu fahren (Fahrzeit ca. 15-20 Minuten).
Weg führte uns gleich zum Gate, als wir dort anstanden, sahen wir die Schauspielerin Hannelore Elsner, Flugziel leider unbekannt ^^.
Flugticket in unseren schmutzigen Händen, also auf zum Atom äh Einchecken. Kontrollen etwas genauer als sonst, wurden gar Schuhe abgeleuchtet, Rucksäcke mussten teilweise auch ausgeleert werden, aber alles ok bei uns. Nun hatte man(n) genug Zeit, die weiblichen Geschöpfe, die auch im selben Flieger wie wir sitzen werden, zu begutachten. Von alternativen „Jogger-Mädels“ bis zum „Tangavollweib“ war alles dabei ^^. Gegen 10.30 h konnten wir den Flieger betreten, auch TuiFly bietet kostenlose Zeitungen an, wunderbar.
Kurz nach 11 h setzte sich die Maschine in Bewegung, Essen an Bord (Pesto-Nudeln mit Fleisch, Käsekuchen, Joghurt) – sehr lecker. Nach ereignislosem Flug erreichten wir kurz nach 16 Uhr den Ben Gurion Airport in Tel Aviv. Einreisekontrollen streng und teilweise verwirrend, wurde u. a. gefragt, wie meine Eltern und mein Opa heißen…
Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, sich ein paar Hostels etc. rauszuschreiben, da nachgefragt wird, wo man übernachten wird. Außerdem werden noch Fragen ala „Wie lange bleiben Sie in Israel, was machen Sie in Israel“ etc. gestellt.
Stempel im Pass, raus aus dem Flughafen. Nun wurden ein paar Taxifahrer angesprochen, Fahrt für ca. 15-20 km nach Tel Aviv Innenstadt 150 Schekel, also knapp 30 Euro (1 Euro = ca. 5 Schekel). War uns zu teuer, also vom Taxifahrer selbst Tipp bekommen, mit dem Zug in die Innenstadt zu fahren (15 Schekel). Blöd nur, dass der Sabbat am Freitag mit Sonnenuntergang beginnt, also nix mit Zug…
Wir kamen wieder zurückgekrochen, Biss in den sauren Apfel allèz, aber diesmal wenigstens „nur“ 140 Schekel (28 Euro). Ziel war die Ben Yehuda Street in Tel Aviv, vom Strand nur 2 Gehminuten entfernt. In dieser Straße gibt’s 3 Hostels, wir entschieden uns für Momo’s Hostel. 3-Bett-Zimmer inkl. Frühstück 20 Euro/Person. Nicht die billigste Variante, Eindruck von Außen war aber auf jeden Fall besser als das Sky Hostel.
Eindruck vom Zimmer war ok, u. a. Fernseher und eigene Dusche am Zimmer. Rucksäcke abgestellt und wieder raus ins Vergnügen, ne Pizza für ca. 5 Euro wurde erworben, damit zum Strand und dort gespeist. Irgendwie kultig, daheim – 15 ° C, hier am Abend + 15 ° C. Beim „goldenen M“ (Security ließ uns zum Glück rein ^^) noch nen Milchshake geholt und anschließend am Strand geschlendert, herrlich.
Auf dem Weg zum Internetcafe (gegenüber von AM – PM Supermarket, vom Hostel paar Meter weg) gingen wir an der Ami-Botschaft vorbei, welche übrigens 24 Stunden von nem Typen mit einer MG bewacht wird. Nach einer Stunde im weltweiten Netz (15 Schekel – 3 Euro) kauften Bronsky und ich noch ein Goldstern-Bier im Supermarkt, welches im Zimmer geleert wurde. War nicht überragend, aber ok. Turmi im Einzelbett, Bronsky und ich auf der Spielwiese namens Doppelbett ^^ - Gute Nacht.
10.01.2009: Um 8 Uhr klingelte der Wecker, nach einer warmen Dusche auf zum Frühstück, welches aus Tee/Kaffee und einem eingepackten Gebäck besteht. Wetter mehr als genial, in der Früh bereits fast 20 ° C, sodass ein Frühstück im Freien möglich war.
Anschließend führte uns der Weg zum Strand, einige Israelis genossen den Sabbat, in dem sie am Strand joggten, angelten etc.
Wir entschieden uns fürs Spazieren inkl. Seele baumeln lassen auf einem Felsen. Die gute Meeresluft, dazu der Blick auf die Altstadt von Tel Aviv, einfach großartig.
Kurz nach 10 Uhr wieder zurück zum Hostel, auschecken war heute angesagt, wollte man doch heute Abend die jordanische Hauptstadt Amman erreichen.
An einem Hotel stand schon die Taximafia, Turmi’s Israel-Landkarte wurde ausgepackt und der Ort „Bet Sche’an“ gezeigt. Dies ist eine Stadt im Norden von Israel in der Nähe vom See Genezareth und dem Grenzübergang „Jordan River Crossing“ (Scheich Hussein Brücke). Der 1. Fahrer wollte 700 Schekel (ca. 140 Euro), war für uns eindeutig zu viel, also einfach gegangen. 10 Minuten später kam er angelaufen, sein Angebot schraubte er auf 600 Schekel runter, bei 580 Schekel (ca. 116 Euro) einigten wir uns. Wahrscheinlich wurden wir abgezockt, aber wenn man die Summe durch 3 teilt, knapp 1 ½ Stunden unterwegs war und ca. 130 km absolvierten, ist es wohl ok.
Nun waren wir an der israelisch-jordanischen Grenze. 1. Mission Geld tauschen: 100 Euro hingelegt, 85 Jordanische Dinar (JD) zurück bekommen – danke, gerne wieder, ihr … -.- ^^. Schritt 2: Wir brauchten von den Israelis einen Ausreisestempel, kostet übrigens 90 Schekel (ca. 18 Euro)…
Ein Taxi war weit und breit nicht zu sehen, aber an einem Bus-Terminal warteten schon einige Leute, die so ausschauten, dieses Procedere schön öfters mitgemacht zu haben. Also auch mal dazugesetzt und gewartet. Kurz vor 14 h kam ein Reisebus, für jordanische Verhältnisse in einem sehr guten Zustand. Grenzer schaute sich den Ausreisestempel an, Busfahrer forderte 2 JD. Ich fragte, ob dieser Bus nach Amman fährt, 2 JD wären ja saugeil. Seine Antwort: „You have to take this!“ Kam mir sehr komisch vor, wurde es dann auch. Wir fuhren über den heiligen Fluss Jordan, das wars, Überquerung per pedes leider nicht möglich, hätte gerne die 2 JD gespart… großes Kino.
Jetzt wurde es richtig lustig, Visa für Jordanien besorgen war angesagt. Gabs im Sonderangebot für 10 JD… Erinnerungsfoto wurde von uns Hübschen auch noch gemacht, aber dann durften wir gehen. Mit dem ganzen Grenz-Chaos sollte man mindestens 1 Stunde einplanen, mittlerweile war es 15 Uhr, auf zur nächsten Mission: Taxi nach Amman.
Gelbe Autos überall, wunderbar. Handeln wollte jedoch kein einziger, an einer Preistafel waren die Preise festgelegt, so mussten auch wir in den sauren Apfel beißen – 35 JD für 70 bis 80 km Fahrt. Diese hatte es aber auch in sich. Verkehrsregeln gibt es keine, es wird an Baustellen, in Kurven, zwischen LKW, etc. überholt. Und natürlich nicht zu vergessen: Das ständige Hupen. Erinnerte mich sehr stark an meinen Indien-Aufenthalt im August 2006.
Landschaftlich ebenfalls atemberaubend, einfach weltklasse. Viele Serpentinen, sehr schöne Aussichten ins Tal bzw. auf die israelische Seite. Zwar wenig Grünes, aber trotzdem eine sehr reizvolle Gegend.
Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt erreichten wir Downtown Amman. Dort checkten wir ins „Palace Hotel“ ein. 10 JD pro Nacht inkl. Frühstück Mitten in der Innenstadt – da kann man nicht meckern. Außerdem gab es noch Internet für 1 JD pro Stunde.
Rucksäcke abgestellt und wieder raus ins „Moloch Amman“. In der jordanischen Hauptstadt leben knapp 2,2 Mio. Menschen – so geht’s auch auf den Straßen zu – unzählig viele Läden, die Fahrbahn mit Autos verstopft. Ca. 400 m von unserer Unterkunft fanden wir einen Laden namens „Quick Sandwich“. Dieser bot feine Leckereien wie Schawarma, Hamburger, Hot Dog, etc. Die Preise sehr human (nicht mehr als 3 JD für ein Menü mit Getränk), dazu sehr lecker. Absolut zum Empfehlen!
Mit vollen Mägen wieder zurück ins Hotel und ab in die Heia, gute Nacht.
11.01.2009: Zum Frühstück gab es Tee/Kaffee mit Fladenbrot (kalt), Marmelade, Butter, Streichkäse und einem gekochten Ei. In den nächsten Tagen bekamen wir in der Früh übrigens das gleiche Essen (anscheinend in Jordanien so üblich ^^).
Nach unserer Nahrungsaufnahme hieß es erst mal „Kultur in Amman“. Zuerst wurde das „Römische Theater“ ausgewählt, 1 JD Eintritt (inkl. Zutritt zum Museum) sind ok für dieses tolle Bauwerk, sehr steile Ränge, wäre ein tolles Stadion *g*. Anschließend folgten üble Stufen zum Zitadellenhügel, aber für die riesige Jordanienflagge und der Aussicht auf das „Moloch“ lohnten sich diese Strapazen. Kurz vor 11 Uhr zurück zum Hotel, auschecken. Wir fragten an der Rezeption, wo (Ort) man am besten im Toten Meer baden kann bzw. was der Preis ist.
25 JD kostete der Spaß zur „Größten Badewanne der Welt“, waren ca. 70 – 80 km, pünktlich zum 12 Uhr-Gong nach einer Stunde Fahrt angekommen. Hmm, nun waren wir in der „eigentlichen Tourifalle“ gelandet – „Eintritt“ zum Toten Meer bzw. Amman Tourist Beach unverschämte 12 (!) JD. Da wir jedoch nicht all zu viel Zeit hatten (wollten am Abend im 260 km entfernten Petra sein) in den sauren Apfel gebissen. War aber ne sehr schöne Anlage, Swimming-Pool, Duschen, Umkleidekabinen usw. vorhanden. Und es war auch noch ein Sandstrand. Nun kam der Augenblick, wovon ich schon ewig geträumt hab – einmal im Toten Meer baden. Turmi konnte es kaum erwarten, er riss sich alle Klamotten (bis auf die Badehose ^^) vom Leib. Da lag er dann, oben auf der Wasserfläche. Hatte ja wegen meinen „schweren Knochen“ schon Bedenken, als erster Mensch überhaupt im Toten Meer zu versinken… Nein, passierte zum Glück nicht, wäre auch sehr peinlich gewesen *g*. Ein unbeschreibliches Gefühl, auf der Wasseroberfläche zu treiben, einfach genial. Die Brühe besteht zu 33 % aus Salz, also mal am kleinen Finger genuckelt und fast erstickt. Unglaublich salzig, kann man mit einem „normalen“ Meer gar net vergleichen. Bronsky wollte nicht ins Wasser, dafür entdeckte er ein neues Hobby: das Fotografieren. Hierfür vielen Dank!
Sehr interessant die Steine am Wasserrand – komplett mit Salz überzogen. Nach meinem 1. Bad im „Salzbecken“ kamen meine beiden Reisegefährten nun auf die Idee, mich im Sand zu begraben. Lustig wars auf jeden Fall ^^.
Anschließend wieder ins Tote Meer, nun aber auch 3 Typen mit 3 Mädels anwesend. Die Jungs mit Badehose, die Mädels komplett mit Jogging-Anzug im Wasser…
Einige Leute schmierten sich noch mit schwarzem Schlamm ein, welcher für die Haut sehr gesund sein soll. Wollten auch was für unsere Schönheit tun, aber 3 JD extra war dann doch zu viel.
Gegen 14 h raus aus dem Meer und ab unter die Dusche, welche nach einem Bad sehr zu empfehlen ist. Noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht, dann hieß es „Goodbye Dead Sea“. Saugeil, diese Eindrücke werde ich nie vergessen.
Nächstes Ziel: Wadi Musa (Petra – eines der neuen Sieben Weltwunder). Taxis am Amman Tourist Beach seltsamerweise nicht vorhanden, nur ein „Tourist Escort“. Dieser wollte für die Fahrt nach Petra 50 JD. Eigentlich der Preis für Amman – Petra (240 km). Wir hatten 260 km zurückzulegen, da wir ein Stück Richtung jordanische Hauptstadt fahren mussten, um von dort auf den „Desert Highway“ (Autobahn) zu gelangen. Preis wurde auf 40 JD runtergehandelt, nach knapp 30 Minuten Fahrt fragte der Taxifahrer, ob wir einen „kostenlosen Tee“ haben wollen… Hatte natürlich auch nen Haken: wir landeten in einem Touri-Laden, dort wollte man Badesalz und Souvenirs verkaufen. Badesalz brauchen wir nicht, denn lt. Turmi sind wir hübsch genug ^^. Anstandshalber suchten wir uns Ansichtskarten aus (10 Stück 1 JD), bekamen wir aber dann geschenkt. Tee war also doch kostenlos ^^.
Weiter gings Richtung Petra, unser Taxifahrer ein sehr gesprächiger Zeitgenosse, erzählte er uns sehr viel über Land und Leute, Mohamad sein Name. Die Fahrt landschaftlich sehr monoton, da wäre „King’s Road“ (Serpentinenstraßen) bestimmt interessanter gewesen, aber langweilig wurde es trotzdem nicht. Seid ihr mal durch die Wüste gefahren und hattet einen Platten?
Irgendwie ein komisches Gefühl. Man steht mitten in der Wüste, die Autos und LKW rauschen vorbei, Saudi-Arabien und Irak nur ein paar Hundert km entfernt – Kult! Mohamad hatte anscheinend schon Übung, 10 Minuten später setzten wir die Fahrt mit Ersatzreifen fort.
Unser Taxifahrer zeigte uns seine Urlaubsbilder von Sri Lanka und erzählte uns viel aus seinem Leben. Mitte der 70er Jahre war die Gegend rund um Petra wie ausgestorben, nur Wölfe und Hyänen lungerten herum – Kult.
Gegen 18.30 Uhr erreichten wir Wadi Musa, Mohamad fuhr uns zum „Sharah Mountains Hotel, machte nen sauberen Eindruck. Ebenso der Typ an der Rezeption – ziemliches Brackl ^^. Er wollte erst pro Nacht 18 JD/Person ohne Frühstück, aber Handeln macht ihm wohl viel Spaß, am Ende waren es 15 JD/Nacht & Person inkl. Frühstück. Unser Taxifahrer hatte Zeit, er wartete auf uns, hatten richtig Hunger und wollten zum Pizza Hut. Naja, landeten in einer Pizzeria, wo ne große Pizza mit dickem Teig frisch ausm Blech 7 Euro kostete. Für Jordanien arschteuer, aber wir platzten nach diesem Mahl. Mohamad fuhr uns wieder zurück zum Hotel, er bot uns noch an, uns zum Flughafen in Amman zu fahren und hinterließ und seine Handynummer. Wenn er wüsste ^^...
Da es kein 3-Bett-Zimmer gab, teilten sich Bronsky und Turmi ein Zimmer, ich war alleine und konnte somit wunderbar „den Amazonas roden“, ohne jemanden zu stören. Die arabischen Fernsehsender mussten auch mal getestet werden, vom Gaza-Konflikt sah man mal ganz andere Bilder wie in Deutschland: verletzte und getötete Palästinenser auf den Straßen, weinende Kinder, etc. Dies alles mit arabischer Musik (Gebete ?) untermahlt. Auch wenn ich kein Wort verstand, wirkten diese Bilder in meinem Gemüt ziemlich heftig.
Fernsehsender gab es ohne Ende, wie z. B. Kurdistan TV, Bagdad TV, MTV Arabia, etc.
Gegen 22 Uhr schaltete ich den Flimmerkasten aus, wollte man doch fit für das Weltwunder sein, gute Nacht.
12.01.2009: Nach dem Frühstück hieß das Ziel gleich Petra. Von unserem Hotel waren es knapp 2 km zum Haupteingang, die Eintrittspreise waren wie folgt festgelegt:
1 Tag: 21 JD, 2 Tage: 26 JD, 3 Tage: 31 JD
Wir entschieden uns für 2 Tage, wussten nicht genau, wie groß dieses Areal ist und wie viel es zu besichtigen gibt. Kaum Petra betreten, kamen schon die ersten Kameltr… äh Pferde- und Eseltreiber und wollten uns einen Ritt auf einem dieser Tiere bescheren. Naja, paar Amis mit 2 Zentner sorgten für Tierquälerei. Ebenso schnell erkennt man „den deutschen Touristen“. Beispiele gefällig?
-          Sandalen mit beigen Socken
-          Einheitsrucksäcke bei einer Reisegruppe
-          Nordic Walking-Stöcke in der Wüste – ohne Worte…
Wir zogen unser Kulturprogramm durch, viele Fotos gemacht und sehr schöne Momente erlebt und genossen. Meiner Meinung nach erwischten wir eine ideale Reisezeit, ohne Wind wars angenehm warm (Jacke sollte trotzdem eingepackt werden). Sommer müsste ziemlich krass sein, Schatten kaum vorhanden. Von den Bauwerken bzw. Petra werde ich nichts erzählen, viel zu viele Eindrücke, ein Highlight nach dem anderen, wirklich unbeschreiblich, „weltwunderwürdig“. Einen Tipp gibt es noch, wird in keinem Reiseführer, Internet erwähnt: Beim Kloster (The Monastery, davor aber 800 Treppen zu bewältigen *g*) ein paar Meter weitergehen, dort habt ihr eine Aussicht, unglaublich. Dort müsste außerdem ein Beduine sitzen, der Ukulele spielt ^^. Würde über Petra gerne mehr schreiben, aber wir erlebten so viele Dinge, dass einem teilweise die Worte fehlten, so wunderschön und beeindruckend.
Gegen 16 Uhr das Gelände verlassen und auf Nahrungssuche begeben. Rund um den Haupteingang sind die Preise ziemlich westlich, in der Nähe von einer Bäckerei (?) dann ein Restaurant gefunden, ich genehmigte mir mal Lammfleisch, schmeckte lecker. Anschließend ins Internet/Shisha-Cafe, 1 JD und kostenlose Benebelung vom Rauch, herrlich.
Bronsky und ich ratschten noch etwas in der Hotel-Lobby, plötzlich kam der Security-Typ von unserem Hotel zu uns und stellte folgende Frage: „Do you like Israel or Palastine?“
Die folgenden Sätze und Aussagen, die er von sich gab, werde ich hier nicht niederschreiben. Nur so viel: in Deutschland würde man wohl im Knast landen… ^^
Ich begab mich in mein Zimmer, das Abendessen bereits in der Verdauung. Komische Sache nur, dass ich – nein, kein Dünnschiss, sondern „Hartschiss“. Mit diesem Problem war ich nicht alleine, auch Turmi musste „pressen“, sehr mysteriös ^^.
Noch ein bisschen Fernseher geschaut, gegen 22 Uhr Schlafen gelegt, morgen Tag 2 der Besichtigung.
13.01.2009: Da wir gestern die wichtigsten Dinge gesehen haben (theoretisch würde 1 Tag auch reichen, aber wohl mit viel Hektik verbunden), hieß es heute mal: Abseits der Touripfade. Diese hatten es in sich, musste man teilweise „klettern“ *g*. Irgendwann wurde aus einem 1 Meter breiten Trampelweg nur noch 30 cm, für Turmi und mich war damit die „Expedition“ beendet, jedoch nicht für unseren Freiheitsidealisten Bronsky, dieser machte sich alleine auf die Suche nach seinem „Forever young-Moment“ ;-)
Turmi und ich setzten uns bei einem Restaurant nieder, schrieben Postkarten und genossen einfach unseren Aufenthalt in Petra. Um kurz vor 15 Uhr wieder das Gelände verlassen, Briefmarken im Postamt gekauft. Puh, da hatten wir nochmal Glück, denn um Punkt 15 Uhr wurde die Türe verriegelt und der Gebetsteppich ausgerollt.
Eine Stunde später kam dann auch Bronsky wieder heil zurück, total glücklich und zufrieden. Er war wie gestern bei der „Aussicht mit dem Beduinen“, doch diesmal trank er mit ihm Tee, aß Kuchen und philosophierte über Gott und die Welt – Kult.
Diesmal wurde in einem anderen Hotel gespeist – Arabic Schawarma. War sehr lecker, leider nur zu viel Gemüse und zu wenig Fleisch. Bin auf dieser Tour ein „Schawarmanatic“ geworden, soooo geil diese Teile.
Nach 2 Stunden Internet wieder zurück zum Hotel, schaute wie jeden Abend Kurdistan TV ^^ und legte mich dann aufs Ohr.
14.01.2009: Jordanien vs. Thailand, 0:0 (Asien-Cup-Qualifikation), Amman International Stadium, 6.000 Zuschauer (15 Exil-Thailänder)
Heute ging es wieder zurück nach Amman, der Länderspielkracher Jordanien vs. Thailand stand auf dem Programm. Taxifahrer meist sehr hartnäckig, wollten doch zwischen 60 und 70 JD für die 240 km in die Hauptstadt. Wir waren aber noch eiserner, 45 JD der Preis. Gegen halb 12 Mittag erreichten wir nach einer 3-stündigen Fahrt (ohne Reifenplatzer ^^) die Innenstadt. Wir checkten wieder im Palace Hotel ein, wo wir schon von Sonntag auf Montag nächtigten. Anschließend Nahrungsaufnahme im Quick Sandwich, schau an, wen haben wir da: Patrick aus Dortmund, den wir zwischen Weihnachten und Silvester schon auf Zypern trafen. Schon lustig, wenn man in einer Stadt mit mehr als 2 Mio. Einwohner sich in einem Schnellimbiss trifft ^^. Nach gemeinsamen Speis und Trank fuhren wir für 2 JD mit dem Taxi zum Stadion. Dort ca. um 13 Uhr angekommen, Tickets gabs erst eine Stunde später zu erwerben, also etwas im Stadion bzw. auf der Haupttribüne umgeschaut. Anschließend Eintrittskarte für 3 JD erworben und das Stadiongelände verlassen. Am Stadion ein Frisör, der gelangweilt in seinem Laden saß. Naja, dann lass ich mir doch mal den Bart rasieren. Er konnte kein Englisch (ungewöhnlich, spricht doch fast jeder Jordanier die Sprache), stutzte meinen Bart aber so, wie ich es wollte. Lohnt sich also immer, vor allem für 1 JD.
Nun machten wir uns auf die Suche nach einem Teehaus, fanden aber komischerweise nichts. Also wieder zurück zum Stadion, auf dem Weg dorthin in einer Wiese einen toten Wolpertinger ohne Flügel gesichtet… ^^
Mehr als eine Stunde vor Spielbeginn erreichten wir wieder den Ground, wo wir bereits massig Policia sahen, sehr ungewöhnlich für so ein Spiel. Ebenso ungewöhnlich bzw. scheiße – die Eintrittskarten wurden uns am Eingang abgenommen. Im Stadion selber suchten wir nach geeigneten Plätzen, ein Polizist bekam dies mit und wollte uns nun Sitze im VIP-Bereich verschaffen. Sein Vorgesetzter hatte aber irgendwas gegen dieses Vorhaben, so landeten wir im „Gästeblock“ ^^.
Mittlerweile war es eisig kalt, Bronsky und ich gingen aufs Klo, da wars wenigstens wärmer. Und ziemlich verschissen. Selten sowas Dreckiges erlebt, aber wer es wünscht, kann das ein oder andere Foto gerne per Mail haben ;-)
Nun wurde es Zeit für den Anstoß, mittlerweile auch 2 (rote) Münchner vor Ort, reisten sie doch vom Bayern-Trainingslager nach Amman. So wurde die Zeit auch gut mit Ratschen verbracht, denn das Spiel war leider ohne Niveau, ein stinklangweiliges 0:0. Dafür war der Tee sehr lecker und billig (umgerechnet 20 Cent oder so).
Nachm Spiel fuhren die Münchner (mit Mietwagen in Jordanien unterwegs – Kult) und Patrick zum Quick Sandwich-Imbiss, Bronsky, Turmi und ich wollten unsere Eintrittskarten wieder zurück, was nach etwas hin und her dann auch klappte.
Wir 3 ebenfalls zum Imbiss, wo man bereits das andere Trio antraf. Nach lecker Schawarma von den Münchnern und Patrick verabschiedet und zurück ins Hotel, wo man sich nach einer Internetsession um 22 Uhr schlafen legte.
15.01.2009: Um 5 Uhr morgens wurden wir das letzte Mal vom Muezzin geweckt, 3 Stunden später jedoch war aber erst Frühstück angesagt. Nach dem Check-Out war „Dinar ausgeben“ angesagt, hatten doch etwas zu viel jordanisches Geld übrig, also Süßigkeiten, frisch gepressten Orangensaft etc. gekauft.
Kurz vor 11 Uhr hieß es Taxisuche zum nördlichen Grenzübergang nach Israel. Der 1. Taxifahrer hatte nur eine Lizenz für Amman, ein anderer bekam unser Vorhaben mit, unser Problem war nun gelöst, 30 JD dafür waren ok. Unser Fahrer war auch ein Freund der Kommunikation – ein waschechter Palästinenser. Er erzählte uns viel von der Armut im Gazagebiet und das er seine Frau und 3 Kinder in Palästina zurücklassen musste, da ihn die israelische Armee verfolgt. Ziemlich heftig. Dem runden Leder war er auch nicht abgeneigt, kannte einige deutsche Spieler. Unseren SSV kannte er leider nicht, aber kein Problem. Als Geschenk bekam er nen Aufkleber, der an der Frontscheibe angebracht wurde – Castra Regina worldwide!
Vom Taxifahrer wurden wir noch herzlich verabschiedet, ehe es in einem „Grenztaxi“ für 2 JD und 2 Minuten Fahrt weiter zum Visa-Schalter ging (Taxi ließ sich nicht vermeiden).
Bei der Einreise wurden 10 JD abgeknöpft, bei der Ausreise „nur“ 5 JD, ohne Worte…
Der Bus übern Jordan 1,5 JD, aber nun waren wir bei der israelischen Einreisekontrolle. Naja, nun wurden Rucksäcke, Bauchtaschen und auch unsere Astralkörper durchleuchtet und durchsucht, ziemlich heftige und zeitaufwendige Kontrollen. 2 Stunden sollte man für das ganze Procedere in Kauf nehmen.
Taximafia war auch vor Ort, 500 Schekel (100 Euro) nach Tel Aviv – andere Möglichkeiten konnten nicht erblickt werden, Handeln war auch nicht möglich, da Festpreis.
Fahrer wurde gleich mal zwecks Fußballspiel in Israel angequatscht, aber außer Basketball wusste er nichts. Schade, aber man kann nicht alles haben. Wäre auch mehr als Glück gewesen zu dieser Zeit in Israel.
Kurz vor 17 Uhr erreichten wir Tel Aviv, noch Geld getauscht und wieder in Momo’s Hostel eingecheckt. Anschließend beim goldenen M gespeist, im Supermarkt hebräischen Gerstensaft erworben und zurück ins Hostel, wo für 12 Uhr am nächsten Tag ein Taxi zum Flughafen für 100 Schekel (20 Euro) geordert wurde.
Im Zimmer wurde dann etwas abgeasselt, vor allem Bronsky’s Finger konnte für sehr lautes Gelächter sorgen ;-), roch dieser doch – vorsichtig ausgedrückt, herb ^^.
Irgendwann wurden die Lichter ausgemacht, letzter Tag vorm Abflug nach Berlin.
16.01.2009: Um halb 8 aufgestanden und anschließend gefrühstückt. Nachdem wir unser Zimmer räumten und auscheckten, wollten wir die letzten Stunden nochmal am Strand genießen, also dort Decken ausgepackt, hingelegt und einfach entspannt. Die Sonne lachte allerdings kaum an diesem Freitagvormittag, schade.
Kurz vor 12 Uhr zurück zum Hostel und rein ins Taxi. Flughafen wurde nach ca. 30 Minuten Fahrt erreicht. Es wird empfohlen, bei der Ausreise aus Israel sehr frühzeitig am Flughafen zu erscheinen, da die Kontrollen ziemlich heftig seien.
Davon machten wir uns nun selbst ein Bild – und es war auch teilweise dubios, hier einige Beispiele, welche Fragen uns gestellt wurden (grob übersetzt):
-          Hatten Sie Kontakte zu Jordanier, Palästinenser etc.?
-          Was haben Sie in Jordanien gemacht?
-          Warum nicht gleich nach Amman geflogen?
-          Warum während des Gazakrieges?
etc.
Dieser Teil schon mal bestanden, nun waren unsere Rucksäcke dran, welche allerdings „nur“ geöffnet und durchleuchtet wurden, also nix mit Ausräumen.
Naja, war aber die 1. Rucksackkontrolle, denn die zweite folgte wenig später. Diesmal musste ich meinen Rasierer und das Ladekabel auspacken. Hätte ja ne Bombe sein können… ^^
Nun hatten wir gute 2 Stunden zum Abflug, Turmi und Bronsky spielten Karten, ich las ein paar Fanzines. Gegen halb 5 durften wir einchecken, an Board gab es koscher Essen, schmeckte net wirklich anders. Nach einem sonst ereignislosen Flug erreichten wir kurz nach 20 Uhr die deutsche Landeshauptstadt. Eiskalt wars wieder, also gleich rein in den Bus Richtung Bahnhof Zoo. Dort vertilgte man ne Currywurst mit Pommes, sehr lecker.
Reservierung für den CNL von Berlin nach Fürth wurde auch noch gelöst, 22.20 h rollte der Zug Richtung Heimat los. Mit in unserem Abteil „schwere Jungs“, die mächtig am Bechern waren ^^.
17.01.2009: Kurz vor halb 5 erreichten wir Fürth, natürlich weltklasse um diese Uhrzeit und bei der Kälte, wo nichts geöffnet hatte, aber auf die Bank mit dem roten S ist eben immer Verlass, kuschlig warm war es, vielen Dank.
Nach 8 Minuten Zugfahrt nun um halb 6 in Nürnberg, aber ne Viertel Stunde Aufenthalt is ok. Viertel vor 6 rein in die Regionalbahn nach Regensburg und gegen 7.20 h unsere geliebte Domstadt glücklich und zufrieden erreicht.
Dort trennten sich unsere Wege, gegen 8 h war auch für mich das Unternehmen „Naher Osten“ für mich beendet.
Insgesamt eine sehr geile Reise, viel erlebt und gesehen. Einziger Makel war, dass alle Spiele in Israel abgesagt wurden, aber das wusste man ja bereits vor der Reise… Ich komme wieder!
 
13.02.2009: CS Sedan-Ardennes vs. EA Guingamp, 1:0 (Ligue 2 Frankreich), Stade Louis – Dugauguez, 7.232 Zuschauer (13 Gäste)
Das Jahn-Auswärtsspiel bei Bremen II wurde auf Grund des schlechten Wetters abgesagt, so musste also ne Alternative gefunden werden. Mietwagenkönig Obi holte das Gefährt, am Bahnhof wurden noch Bronsky und Moritz abgeholt und los ging die Reise zur Mittagszeit.
Die Fahrt sehr unterhaltsam, es wurde geschnapselt, getrunken und gefressen, denn unser Jüngling Moritz hatte anscheinend nen ganzen Supermarkt dabei ^^.
In Luxemburg noch getankt, anschließend weiter und einen üblen Unfall (Überschlag) auf der Gegenfahrbahn gesichtet, ca. 10 Rettungsfahrzeuge kamen uns in den nächsten Minuten entgegen, musste also richtig heftig gewesen sein.
Das Großherzogtum wurde alsbald verlassen, schon waren wir in Belgien. Die Dämmerung setzte bereits ein und Bronsky informierte uns, dass die Straßenbeleuchtung auf den Autobahnen abgeschafft worden sei. Nicht mal 2 Sekunden (!!) später erleuchteten die Laternen ^^ - Comedy vom Feinsten *g*.
Sedan wurde knapp eine Stunde vor Spielbeginn erreicht, Auto in einer Seitenstraße an einem Fluss abgestellt und zum Stadion gegangen. Karte kostete für Tribüne (etwas am Rand) 11 Euro, also ok. Im Gästeblock waren heute 13 Leute anwesend, ob noch mehr aus Guingamp im Stadion waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Heimfans hatten ihre Blöcke jeweils hinterm Tor, ein Block war etwas in der Ecke.
Stimmungsmäßig konnte Sedan ein paar Akzente setzen, vor allem die Casuals ausm Eckblock wussten zu gefallen, die Leute hinter den Toren mehr im Ultra-Style, aber eher schwach. Stimmung der Gästefans: Nicht vorhanden bzw. auch keine Bemühungen.
Spiel eher langweilig, 10 Minuten vor der Halbzeit das 1:0 für Sedan. Moritz und ich schauten uns in der Pause noch den Kiosk an, aber „Sandwich Rosette“ konnte mich net wirklich begeistern ^^.
In der 2. Hälfte passierte nichts mehr, es blieb beim 1:0 für den Gastgeber. Zurück zum Auto und entschieden, Richtung Belgien/Deutschland zu fahren. Im Hafengebiet von Antwerpen wurde eine dunkle Stelle gefunden, Parkplatz auf einem Firmengelände. Mittlerweile Mitternacht, beste Schlafenszeit ^^.
14.02.2009: 1. FC Köln vs. Karlsruher SC, 0:0 (1. Bundesliga), Müngersdorfer Stadion, 48.000 Zuschauer (ca. 1.300 Gäste)
Ca. 1 Stunde später leuchteten 2 Gestalten mit Taschenlampen in unser Auto. Es war anscheinend der Sicherheitsdienst der Firma und es wurde uns mit Händen und Füßen erklärt, dass man hier nicht schlafen darf. Naja, kann man nix machen, also wieder zurück auf die Autobahn, paar Kilometer gefahren und irgendwann das Auto an einer Art Feldweg abgestellt. 2 Uhr Morgens – allerhöchste Zeit zum Schlafen. Ich wurde gegen halb 8 wieder wach, die Kälte war doch ziemlich übel. Moritz hatte ne PSP dabei, also zum Wachwerden erst mal a bissl gezockt ^^.
Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Köln. In Kerpen wurde die „Michael-Schumacher-Straße“ komplettiert und die Kartbahn etwas angeschaut, anschließend Großeinkauf bei Norma in Form von Chips, Bier und Süßigkeiten.
Kurz nach 11 Uhr erreichten wir das Stadion in Köln, Moritz und ich wurden abgesetzt, Obi und Bronsky fuhren nach Düsseldorf, wo um 14 Uhr ein Team von der Salzach zu Gast war.
Am „Alten Militärring“ wurde die S-Bahn bestiegen, Umstieg bei Neumarkt (nicht in der Oberpfalz ^^), 5 Minuten Fahrt, dann waren wir am Kölner Dom (vom Stadion ca. 20 Minuten). Sehr schönes Bauwerk, wusste zu Gefallen. Am Bahnhof wurde noch bei einer lustigen „Greenpeace-Demo“ zugeschaut, Moritz filmte dieses Spektakel, weltklasse *g*.
Gästemob aus Karlsruhe traf zwischenzeitlich auch ein, welcher von grüner Begleitung vom Bahnhof weggebracht wurde.
Beim goldenen M noch gestärkt, anschließend kleiner Stadtbummel durch Kölle. Um 14 Uhr wurde Burgi vom Bahnhof abgeholt, der wegen Berufsschule am Freitag nicht mitfahren konnte.
Vor der Abfahrt zum Stadion wurde noch ein guter Schal für 5 Euro erworben – „Der Mob hasst Hopp“.
Anschließend wurde die S-Bahn bestiegen, dabei verlor ich im Getümmel Burgi und Moritz, was aber kein Problem war, denn um 15 Uhr saßen wir im Westblock (sehr gute Sicht auf den Gästeblock) wieder nebeneinander.
Kurz vor Spielbeginn wurde die Vereinshymne und „Viva Colonia“ gespielt, das ganze Stadion in rot-weiß, dazu ein wunderschönes Fahnenmeer bzw. Schalparade, sehr geil zum Anschauen.
Aus Karlsruhe waren heute ca. 1.300 Gäste anwesend, Stadion bis auf wenige Plätze beim Gästeblock fast ausverkauft.
Die Heimfans konnten mich leider nicht überzeugen, sehr geringe Mitmachquote bei so einer großen Kurve, selten ne gute Lautstärke. In der Gästekurve fast durchgehender Support, 2 Schwenker im Einsatz, aber auch net all zu laut.
Spiel bis auf ein paar Chancen stinklangweilig, die einzige Nullnummer an diesem BuLi-Spieltag…
Nach dem Spiel sofort das Stadion verlassen und ab ins Auto, hat man doch noch einen Termin in den Niederlanden.
14.02.2009: NAC Breda vs. Roda JC Kerkrade, 1:0 (Eredivisie), Rat Verlegh Stadion, 16.664 Zuschauer (ca. 150 Gäste)
In Keulen (niederländisch für Köln) allerdings ein übler Abfahrtsstau, wohl ne halbe Stunde gestanden. Fahrt sonst ereignislos, Dank Navi das Stadion sofort gefunden und kurz nach 20 Uhr erreicht. Da 3/5 der Autobesatzung schon mal negative „Ticketerfahrungen“ bzw. Polizeiwillkür ertragen mussten, wurden diesmal Eintrittskarten reserviert, was auch ohne Probleme klappte.
Mittlerweile halb 9, noch 15 Minuten bis Anpfiff. Wir erreichten unseren Block, ein Ordner sah uns anscheinend nicht als Holländer und fragte, ob wir Fans von Kerkrade sind. Sagten erst mal „Ja“, daraufhin wollte er uns nicht passieren lassen. Wir erklärten, dass wir uns nur ein Fußballspiel anschauen wollen, sonst nichts. Das war dann ok, er gab uns noch den Tipp, bei einem Tor für Kerkrade nicht aufzuspringen, da es sonst gefährlich werden könnte. Danke großer Meister, Holland ohne Worte….
Kurz vor Anpfiff die Plätze eingenommen, rechts von uns ne Blocktrennung mit 2 Zäunen, Fangnetz und einer Plexiglasscheibe, Knast lässt grüßen.
Aus Kerkrade ca. 150 Gäste anwesend, aber kein Wunder, wenn aus Fortuna Sittard und Roda Kerkrade der Plastikverein „FC Limburg“ gegründet werden soll, da bleiben die guten Leute eben fern.
Stadion selber fast ausverkauft, die Heimkurve offenbar im Streik, keine bzw. kaum Akzente in Sachen Support, nur der „Casual-Block“ hinter Plexiglas öfters am Singen, aber noch öfters am Pissen in Bierbecher. Kurz vor der Halbzeit das hochverdiente 1:0 für den Gastgeber, Kerkrade aufm Rasen sowie auf den Rängen sehr schwach.
In der Pause entdeckten Obi und Moritz noch ein Schild, worauf geschrieben war, dass es 10.000 Euro Gelstrafe und 10 Jahre Stadionverbot gibt, wenn ein Zuschauer den Rasen betritt… kranke Welt.
In der 2. Hälfte schaltete Breda nun einen Gang zurück, es blieb beim 1:0, endlich Länderpunkt (Nr. 25 – ein Jubiläum) Niederlande. Nach dem Spiel bildete sich vorm Stadion eine riesige Menschenmenge um ein paar Leute herum. Wenn sowas passiert, handelt es sich meist um eine Schlägerei oder es gibt was umsonst. Es traf der 2. Fall ein – eine DVD über die holländische Eredivisie. War ein harter Kampf, dieses Teil zu bekommen ^^. Nun zurück zum Auto, das nächste Ziel war Antwerpen, genauer gesagt Formula 1-Hotel, welches wir kurz vor Mitternacht (auch nur bis Mitternacht besetzt, Einchecken mit Karte nicht möglich) erreichten. Für fünf Personen hatten wir nur ein 3-Bettzimmer gebucht, Burgi und ich blieben erst mal im Auto.
15.02.2009: FC Molenbeek Brüssel vs. Royal FC Antwerpen, 1:0 (2. Liga Belgien), Edmond Machtens-Stadion, ca. 6.000 Zuschauer (ca. 500 Gäste)
Als die Luft rein war, gingen auch wir beide ins viel zu kleine Zimmer, aber mit Isomatte und Schlafsack kann man schon am Boden pennen. Dafür war mein Schnarchen (angeblich) umso lauter -.- ^^.
Gegen 9 Uhr wachgeworden, ca. eine Stunde später Abfahrt nach Brüssel in den Stadtteil Molenbeek, was man ohne Navi wohl nie gefunden hätte. Auto direkt vorm Stadion geparkt, Ground angeschaut, nächste Mission die Friture-Suche, welche gar nicht so einfach war, denn um 11 Uhr an einem Sonntag hatte nichts offen. Macht nix, Spaß hatten wir trotzdem. Einmal ein herrenloses Klo (total zugemüllt) aufm Gehweg, auf der anderen Straßenseite ein Mönchstyp mit übelster Kapuze ^^.
Irgendwann fanden wir in einer Seitenstraße ca. 2 km vom Stadion entfernt unsere Friture bzw. diese wurde extra für uns geöffnet. All diese Leckereien (unbedingt mit Sauce Andalouse schmeckt weltklasse) für sehr humane Preise, saugeil. Mit vollen Bäuchen zurück zum Stadion, aber was sehen wir da: Vom Stadionparkplatz werden massig Autos abgeschleppt, unser Auto stand noch da, aber mit nem Zettel der Polizei in der Heckscheibe. 10 Minuten später und unser Auto wäre wohl weg gewesen, nochmal Glück gehabt. Also Fahrzeug umgeparkt, in der Nähe vom Pizza Hut (ca. 1 km vom Stadion entfernt) war am Straßenrand noch was frei. Auf dem Weg dorthin stolperte eine Frau über ne Eisenkette bzw. blieb dran hängen und krachte auf die Straße. Ein Bild für Götter, aber wenn man überlegt, was passiert wäre, wenn in diesem Moment ein Auto gekommen wäre… übel.
Naja, also zurück zum Stadion, Kartenbeschaffung war angesagt. Moritz und ich gehen zum geöffneten Schalter, aber da heißt es unerwartet: Sold out – risk match!
Heute 1. April? Kann doch nicht sein, Ordner am Eingang gefragt, dieser bestätigte dies!
Nun war guter Rat teuer, Moritz telefonierte mit seinem Dad, aber bis auf Dortmund vs. Cottbus (was Obi schon hatte), wäre nichts möglich gewesen.
So schnell wollten wir nicht aufgeben, Moritz, Burgi und ich diesmal zu einem anderen Eingang, Obi und Bronsky versuchten ihr Glück woanders. Als wir 3 den Eingang erreichten, wurde auch hier „Sold out“ bestätigt. Ich jammerte der Ordnerin vor, dass wir extra für dieses Spiel 800 km gefahren sind und dann müssen wir uns anhören, dass es ausverkauft ist. Sie sagte, dass sie mal nachschauen würde, ob sich was machen lässt. Ein paar Minuten später kam sie wieder, 3 Karten in der Hand, geschenkt! Auch wenn du’s niemals lesen wirst – vielen Dank ;-)
Die anderen beiden hatten heute auch das Glück auf ihrer Seite, somit waren wir im Stadion. Moritz und ich schauten noch zum Gästeblock, der sich langsam füllte, der Zaun wurde fleißig beflaggt (vor allem im englischen Stil), sehr schön.
Die Uhr schlug 14.30 Uhr, Anpfiff. Und was soll man sagen – Sold out schaut anders aus, Stadion vielleicht zu 1/3 voll, etz fangen die Belgier auch mit dem Schmarrn an…
Aus Antwerpen schätzungsweise 500 Leute, welche aber so gut wie nie in Erscheinung traten, ganz schwacher Auftritt. Die Ultras von Molenbeek dagegen gar net so schlecht, hat mich überrascht. In der Halbzeit den Imbiss getestet, schmeckte sehr gut, Preise waren auch ok.
2. Halbzeit ebenfalls langweilig, ne Viertel Stunde vor Ende der 1:0-Siegtreffer für die Heimmannschaft, was zugleich der Endstand war. Sehr torarme Tour, aber in 3 Tagen 4 Spiele in 4 Ländern is net schlecht.
Kurz vor 17 Uhr machte man sich auf den Weg Richtung Heimat, über Gerüche (Finger im Po – Mexiko ^^), Gesänge und Gespräche im Auto hülle ich mal lieber den Mantel des Schweigens, selten sind alle, Betonung liegt auf ALLE, im Auto so abgegangen, saulustig wars *g*. Gegen 23.30 Uhr erreichten wir Regensburg, Obi setzte mich noch daheim ab (Merce), Mitternacht war man wieder daheim. Schöne, unterhaltsame Wochenendtour!
 
23.02.2009: SK Slavia Prag vs. FC Viktoria Pilsen, 3:2 (1. Liga Tschechien), Stadion Eden, 9.517 Zuschauer (ca. 50 Gäste)
Rosenmontag, die Zeit für Halli-Galli, Pappnasen und Suff… nichts für mich. Da zieh ich lieber Fußball im gelobten Pivo-Land vor. Der Tagestrip in die tschechische Hauptstadt sollte eigentlich komplett mit dem Zug gemacht werden, aber zurück kommt man nur bis Domazlice. Ist auch nicht tragisch, dann muss eben mein Polo herhalten. Mit von der Partie Burgi und Moritz. So traf man sich um 8.30 h beim Jahnstadion, die Abfahrt so früh, da man die Wetterlage im Bayerischen Wald nicht genau wusste. Straßen waren aber doch sehr gut befahrbar, so erreichten wir gegen 10 Uhr den Bahnhof von Domazlice, welcher nicht all zu schwer zu finden ist. Einfach durch den Ort durch, immer gerade aus und der Ausschilderung „Nadrazi“ folgen.
Am Bahnhof selber gibt es kostenlose Parkplätze, was will man mehr. Bis zur Weiterfahrt nach Prag noch 2 Stunden, also im Supermarkt Bier und sonstigen Kram gekauft. Nächste Aufgabe war dann der Ticketkauf für die Strecke Pilsen – Prag, kostet nicht mal 3,50 Euro, da macht Zugfahren Spaß. Im Zug wartete bereits Janni auf uns, welcher mit dem Bayern-Böhmen-Ticket (gültig bis Pilsen) nachreiste. Nach einer gemütlichen Fahrt erreichten wir Prag um 10 vor 3. Da wir nach dem Spiel ca. 1 Stunde Zeit hatten, wurden noch die Rückfahrtickets bis Pilsen gekauft, anschließend irgendein U-Bahn-Ticket, Hauptsache man hat was in den Händen *g*.
Vom Hauptbahnhof (Hlavni nadrazi) fuhren wir mit der roten Linie (C, Richtung „Haje“) eine Station (bis Museum), dann in die grüne Linie (A, Richtung „Depo Hostivar“) und bei der Station „Strasnická“ ausgestiegen. Nun muss man die Tram bis zur Station „Slavia“ nehmen (glaube, es war Nr. 7), Fahrzeit Hauptbahnhof – Stadion sollte man ca. 20 – 30 Minuten kalkulieren.
Dort angekommen war ich erst mal schockiert, wie heutzutage ein Fußballstadion (Neudeutsch: Arena) aussieht, schrecklich. Ich sagte aus Spaß: „Sieht ja fast aus wie ein Hotel“. Naja, es war auch eins mit integriert, dazu die Fastfood-Kette mit dem goldenen M, erinnert in keinster Weise an ein Stadion, traurig…
Burgi, Janni und ich kauften uns Karten für die Gegengerade (links vom Heimblock), umgerechnet ca. 6 Euro, Moritz ging in bzw. neben den Gästeblock, da er ein paar Kontakte zu Pilsener Jungs hat.
Komischerweise wurde die Zuschauer erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn (17.15 h) rein gelassen, auch noch nicht erlebt.
Erschreckend noch die Preise für Getränke und Essen, im Prinzip westliche Preise, ne Klobasa konnte ich auch nicht entdecken…
Zu Spielbeginn ein schönes Intro der Slavia-Heimkurve, viele rot-weiße Fahnen, hauptsächlich im Stil der Schweizer Nationalflagge, wusste zu gefallen, ebenso wie Lautstärke über fast das ganze Spiel.
Die Gäste aus Pilsen feuerten ihr Team ein paar Mal etwas lauter an, sonst konnten wir kaum Support sehen bzw. hören.
Das Spiel auf gutem Niveau, vor allem die erste halbe Stunde von Slavia Prag. Weltklasse Direktpassspiel, verdiente Führung 2:0-Führung nach 20 Minuten bzw. auch zur Halbzeit. 20 Minuten nach Wiederbeginn Elfmeter für Slavia, welchen Marek Jarolim (Cousin von David Jarolim) verwandelte, sein 3. Treffer an diesem Tag. Da wird sein Onkel Karel Jarolim (zugleich Trainer von Slavia Prag) sicherlich stolz auf seinen Neffen sein ^^.
Das Heimteam nahm nun 2 Gänge raus, 5 Minuten vor Ende kam Pilsen zum 3:1, ein paar Minuten später wurde ein Tor nicht gegeben. Wir verließen derweil unsere Plätze Richtung Ausgang, dabei verpasste ich den Anschlusstreffer, welcher laut Janni ein „saugeiles Tor“ gewesen sein soll… Da hab ich ja bereits Übung, Tore zu verpassen -.- ^^.
Der Ausgleich gelang nicht mehr, wäre meiner Meinung nach auch unverdient gewesen. Raus ausm Stadion und mit der Tram zurück zur Station „Strasnická“, dort in die grüne Linie Richtung „Dejvická“, beim Museum wieder raus und eine Station bis zum Hauptbahnhof gefahren (Richtung Latnany). Hatten noch ne halbe Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Zuges, also etwas die örtliche Pennerszene begutachtet. Kurz nach 20 Uhr wieder zurück bis Pilsen, die 100 Minuten Fahrt wurden gut rübergebracht. In Pilsen eine Stunde Aufenthalt, Moritz trank mit den Pilsener Jungs (extra noch zum Bahnhof gekommen) Pivo, ich komplettierte fast den Kaffeeautomaten. Kurz vor 23 Uhr weiter nach Domazlice, Moritz bekam noch nen Pilsen-Schal geschenkt. 5 nach 12 waren wir am Ziel, mein Auto stand auch noch am Bahnhof, also kann der Parkplatz empfohlen werden ^^.
Nun weiter Richtung Deutschland, in Tschechien noch für 80 Cent getankt und Heim in die Domstadt, welche wir gegen 1.30 erreichten. Schöner Tag, Zugfahren in Tschechien macht immer wieder Spaß.
 
Belgrad (26.02.2009 – 01.03.2009)
 
Eigentlich sollte ja am Wochenende davor Belgrad & Split (Hajduk vs. Dinamo Zagreb) angesteuert werden, aber Frau Holle schüttelte besonders fleißig die Betten, sodass der Spieltag in Belgrad um eine Woche auf o. g. Wochenende verschoben wurde.
Split vs. Zagreb war lt. diversen kroatischen Internetseiten komplett ausverkauft, 120.000 (!!) Kartenanfragen soll es gegeben haben, Schwarzmarktpreise bei angeblich 100 Euro.
26.02.2009: Naja, dann fahren wir eben ne Woche später in den Balkan, Serbien alleine is auch ok. Mit von der Partie Burgi, Viertel vor 4 mit dem Zug von Regensburg nach München, dort weiter Richtung Fröttmaning P+R. Heute diente als Fortbewegungsmittel ein Reisebus von Eurolines, Weltpremiere für Burgi und mich. München – Belgrad hin und zurück knapp 85 Euro für Leute unter 26. Pünktlich um 19 Uhr setzte sich das Vehikel in Bewegung. Irgendwann wurden serbische Komödien auf DVD gezeigt, schon kultige Filme. Einige Leute merkten, dass wir „keine echten Serben“ sind und sprachen uns an, was wir denn dort machen wollen. Bei der Antwort „Fußball“ konnte man nur einen entsetzten Gesichtsausdruck feststellen *g*.
27.02.2009: Österreich wurde bereits passiert, mittlerweile in Ungarn, die serbische Grenze rückte immer näher. Nun spielte sich folgendes Szenario ab, was einerseits kultig, aber auch nachdenklich stimmt. Für die serbischen Grenzbeamten wurden „Spendengelder“ gesammelt, damit das ganze Procedere an der Grenze „etwas schneller“ abläuft…
Die Uhr schreibt 4.50 Uhr, wir erreichen den Grenzübergang bei Röszke. Der Grenzbeamte betritt den Bus, Stempel hier, Stempel dort, 5.20 Uhr war man auf der serbischen Seite, ging ja wirklich schnell ^^.
Dort wurde dann eine Pause gemacht. Ein Deutscher, der eine Freundin in der Nähe von Novi Sad hat, erklärte uns, dass der Grenzübergang Röszke zu den größeren gehört und daher die Einreise meist unproblematisch abläuft.
Nach einem kurzen Stop in Novi Sad erreichten wir kurz vor 9 Uhr den Busbahnhof von Beograd, gleich neben an auch der Zugbahnhof.
Direkt gegenüber das „Hostel Central Station“, Preis 15 Euro pro Nacht und Person. Burgi und ich hatten Glück und bekamen zu zweit ein 8-Bett-Zimmer. Internet im Hostel kostenlos, wunderbar.
Mit dem Bus Nr. 40 oder 41 kann man das Stadion von Partizan erreichen, schafften wir ehrlich gesagt auch nur durch die gute Erklärung der Hostel-Tussi. Kyrillische Busfahrpläne sind leider nix für uns beide ^^. Aufm Weg zur Bushaltestelle erblickten wir noch einige zerbombte Häuser, Folgen des Balkankrieges.
Am Partizan-Stadion angekommen, Kartenschalter hatte offen, erste Problem schon mal gelöst. In der Zwischenzeit noch Bestellungen von Obi, Bronsky und Moritz erhalten, welche Samstag Nachmittag per Auto in Belgrad ankommen, also 4 Tickets für die Tribüne gekauft, 1000 Dinar (ca. 11 Euro).
Mit dem Bus wieder zurück in die Innenstadt, nun stand etwas Kultur auf dem Programm. Besonders beindrucken konnten mich die Kathedrale des Hl. Sava und die Festung mit Ausblick auf Belgrad und Donau. Leider fing es immer stärker zum Regnen an, also wieder zurück zur Jugendherberge, davor noch ne Literflasche „Jelen Pivo“ gekauft, lecker ^^.
Im Zimmer mit Burgi noch a bissl „UNO“ gespielt, gegen 21 Uhr aber schlafen gelegt.
28.02.2009: OFK Belgrad vs. FK Rad Belgrad, 1:1 (Super Liga Serbien), Omladinski Stadion, 500 Zuschauer (ca. 150 Gäste)
Heute stand Fußball auf dem Programm! Um 11 Uhr ausgecheckt, anschließend ein Frühstück in Form von Cevapcici in Fladenbrot, sehr lecker und preiswert, vom Hostel 50 m entfernt. Da wir uns kyrillische Busfahrpläne nicht mehr antun wollten, wählten wir für unser 1. Ziel ein Taxi, 7 Euro vom Bahnhof zum Stadion des OFK, knapp 15 Minuten Fahrt. Dort angekommen und schon viel Policia in Kampfmontur gesichtet. Hmm, was soll dann später erst bei Partizan vs. Crvena Zvezda sein…?
Vor dem OFK-Stadion noch weitere Hopper entdeckt (u. a. den Capo der Supporters Ulm) und George aus Rumänien (Romanian Ultras). Tickets kosteten 300 Dinar (3 Euro), im Heim- und Gästeblock jeweils ca. 150 Leute, auf den Tribünen wohl an die 200. Zum Intro präsentierte FK Rad eine OFK-Zaunfahne, welche dann auch verbrannt wurde. Auf beiden Seiten guter Fahnen- und Pyroeinsatz, wusste zu gefallen. Sekunden vor der Halbzeit die Führung für die Gäste. In der Halbzeit mit der Autobesatzung um Obi, Bronsky und Moritz gesimst, wo sie denn bleiben. Einer der 2 aus NRW, welche die anderen 3 in Regensburg aufnahmen, hatte seinen Reisepass vergessen, dazu wurde der Mietwagenwechsel in Kroatien verpeilt, was zu einer wahren Odyssee führte. Deshalb entschieden sie sich, gleich zum Partizan-Stadion zu fahren.
28.02.2009: FK Partizan Belgrad vs. FK Roter Stern Belgrad, 1:1 (Super Liga Serbien), Stadion Partizan, 20.620 Zuschauer (ca. 5.000 Gäste)
In der 2. Halbzeit passierte nicht mehr viel bzw. Burgi und ich verließen das Stadion um 14.30 h zur 75. Minute, da um 15.15 h das Derby auf dem Plan stand und die anderen 3 Regensburger noch mit Karten versorgt werden müssen. Taxi zum Partizan-Stadion 5 Euro, nach 20 Minuten Fahrt durch zähfließenden Verkehr den Ground erreicht. Um den Heimblock herum schon schwere Jungs unterwegs, dazu viel Policia.
Um 15 Uhr die anderen 3 gefunden und gleich ins Stadion auf die Westtribüne (1000 Dinar, ca. 11 Euro). Erster Anblick schon mal sehr beeindruckend. Zu unserer linken Seite der Gästeanhang, rechts von uns die Jungs von Partizan. Zum Intro auf beiden Seiten Fahnen und Rauch, Roter Stern-Block komplett in Rot und Weiß. Lautstärke in beiden Blöcken laut, aber nicht brachial. In der 36. Minute die Führung für Crvena Zvezda, der Gästeblock am Toben. Einer sprang mit nem Bengalo in den Innenraum, interessierte aber niemanden, denn die Spieler liefen auf ihn zu und feierten gemeinsam, ein herrlicher Anblick. Im Heimblock gabs noch etwas Rabatz, anscheinend wurde eine „nicht erwünschte“ Person erblickt.
Halbzeit 0:1, einige gute, aggressiv machende Lieder wurden abgespielt, man(n) hatte Lust auf mehr. In der 2. Hälfte ein beiden Blöcken teilweise Zaunfahnenwechsel, während dem Spiel eine sehr geile Bengalo-Show von Roter Stern, einfach phänomenal. Die Grobari von Partizan zeigten auch einige pyrotechnische Artikel, kam aber nicht ganz an die Gäste ran. Sehr geil aber knapp 10 Bengalen, die 7 (!!) Minuten brannten. Die 90 Minute bereits angebrochen, die schwarz-weißen drängen auf den Ausgleich, das ganze Stadion angespannt. Wir schreiben nun die 95. Minute, ein Schuss von Moreira aus knapp 20 Meter – drin, 1:1. Was sich nun abspielte, war einfach saugeil, atemberaubend. Die Partizan-Anhänger völlig am Abdrehen, weltklasse, Lautstärke pervers brachial, wunderbar.
Mittlerweile 17.10 Uhr, um 18 Uhr ging unser Bus nach München zurück. Burgi und ich verabschiedeten uns von den anderen. Taxis standen nach dem Spiel keine bereit, aber einfach mal auf die Straße hüpfen und dabei die Hand heben hilft auch – nach knapp 10 Minuten Fahrt und 3 Euro weniger erreichten wir den Busbahnhof. Die letzten Dinar wurden noch in Pivo und sonstigen Kram investiert, anschließend rein in den Bus. In der letzten Reihe bereits der Capo von Ulm, so hatte man während der Heimfahrt etwas Unterhaltung. Der Weg Richtung ungarische Grenze war ein anderer wie auf der Hinfahrt, denn statt 2 Stunden benötigten wir fast 5 Stunden bis zum Grenzübergang Tompa. Das ist aber noch nicht alles, denn an der Grenze hieß es erst einmal warten. Die serbischen Grenzer hatten anscheinend nicht genug „Spendengelder“ bekommen, so durften wir 2 Stunden warten. Irgendwann gings endlich weiter, in Ungarn dann noch ne Pause gemacht. Österreich wurde auch schnell passiert, in Deutschland rund um München herum Stau. Kurz vor Mittag erreichten nach 18 Stunden Busfahrt Fröttmaning, um 14.15 h hatte uns Regensburg wieder. Insgesamt ein sehr schönes Wochenende, Eurolines-Busse sind auch ok zum Reisen.
 
08.03.2009: FC Grün-Weiß Wolfen vs. FSV Zwickau, 2:0 (Oberliga NOFV-Süd), Jahnstadion Wolfen, 766 Zuschauer (ca. 150 Gäste)
Oh Oberliga NOFV-Süd, wie sehr wir dich lieben! Heute hatte ich mal die Ehre, eine 29 Euro-Karre anzumieten. Mit von der Partie Bronsky, Moritz und Zico, in Schwandorf stieg noch unser Obi hinzu. Die Autostrada ziemlich leer, so erreichte man nach knapp 3,5 Stunden Fahrt das Jahnstadion in Wolfen um 12.30 Uhr, 1,5 Stunden vor Spielbeginn. Ground liegt in einem Industriegebiet, Parkplätze genug vorhanden. Die gegenüberliegende Tanke war ideal, sich ein Wartebier zu genehmigen. Kurz nach 13 Uhr das Stadion betreten, Essenspreise recht human (Steaksemmel 2 Euro, Bratwurstsemmel 1,50 Euro), geschmacklich beides ebenso in Ordnung.
Anschließend im Vereinsheim (ziemlich viele Eintracht Frankfurt-Utensilien an der Wand, was Zico besonders freute ^^) aufgewärmt, kurz vor Anpfiff raus ins Stadion. Bronsky, Zico und Obi stellten sich neben den Gästeblock, Moritz und ich nahmen auf der Tribüne Platz. Der Tabellenführer Zwickau trat heute gegen das Schlusslicht Wolfen an, eine klare Sache auf dem Papier…
Die Gäste mit ca. 150 Leuten anwesend, davon aber max. ein Drittel in Bewegung und beim Singen. Neben den Gästen ca. 10 schwarz gekleidete Jungs, welche am Pöbeln Richtung Zwickau waren, u. a. L-O-K-Gesänge. Mehr war aber auch nicht…
Kurz vor der Halbzeit gelangen dem Liga-Neuling 2 Tore, was zugleich auch der Pausenstand war.
In der 2. Halbzeit Zwickau am Drücker, sie wollten, konnten aber nicht. Es blieb also beim mehr als überraschenden Heimsieg für Wolfen, die grün-weißen Kicker freuten sich auch dementsprechend.
Rückfahrt verlief ebenfalls recht zügig, kaum Verkehr, aber diesmal starker Regen. Ich spielte noch etwas Roulette in Sachen Tank, bis Schwandorf wars mir dann doch zu riskant, also in Thiersheim den Fiat Panda mit Diesel vollgepumpt.
Obi wurde noch in Schwandorf ausgesetzt, er wollte es so ^^.
Gegen 20 Uhr erreichte man wieder Regensburg, schöner, kostengünstiger Tagesausflug.
 
13.03.2009: 1. FC Eintracht Bamberg vs. SV Darmstadt 98, 2:1 (Regionalliga Süd), Waldstadion Weismain, 400 Zuschauer (ca. 50-60 Gäste)
Freitag Abend, es darf mal wieder Regionalliga sein. Turmi stellte sein Auto, mit an Bord Janni, Bronsky, Burgi und ich. Um 16 Uhr brachen wir auf, die Autobahnen waren frei, so erreichten wir nach knapp 2 Stunden Fahrt durch eine landschaftlich teilweise sehr schöne und verschlafene Gegend ca. um 18 Uhr das Waldstadion in Weismain.
Sehr lustig dort die Parkeinweiser. Alle in neongelber Montur, streckten ihre Arme wie Verkehrslotsen in verschiedene Richtungen ^^.
Aber Bamberg in Weismain, Regionalliga?
Ja, richtig. Bamberg darf seine Heimspiele auf der „Hauptkampfbahn im Volkspark“ nicht austragen, da die Lizenzauflagen für die Regionalliga nicht erfüllt sind. Es fehlen ein abgetrennter Gästebereich und Flutlicht… Was is die nächste Auflage, DFB? Vergoldete Scheißhäuser…?
Somit müssen die Heimfans 40 km zu „ihrem Heimspiel“ anreisen.
Genug geschimpft, etz darf auch mal gelobt werden. Das Waldstadion in Weismain – einfach geil. Eine riesige Stehtribüne als Gegengerade, wovon man eine geniale Aussicht hat. Rundherum nur Wald, machte was her.
Die Bratwurst schmeckte, ebenso das Bier. Um 19 Uhr Anpfiff, davor aber eine „Schweigeminute“ wegen des Amoklaufs von Winnenden und eines Bamberger Betreuer/Arztes.
Peinlich, wenn jeder im Stadion ruhig ist, aber aus der Sprecher-Kabine das Lied „Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehn“ (Musik von Bugs Bunny, glaub ich) gespielt wird…
Nun begann die Partie der Regionalliga Süd, im Exil-Heimblock ca. 10 Leute am Singen, dazu eine Trommel und 2-3 kleinere Fahnen im Einsatz, im Gästeblock nur etwa 15 Leute. Bamberg legte einen fulminanten Start hin, bereits nach 4 Minuten die Führung, in der 31. Minute das 2:0. Mittlerweile auch die Ultras aus Darmstadt im Block, vermute mal Stau als Grund für die Verspätung, damit ca. 50-60 Gäste anwesend. Dadurch nun etwas mehr Lautstärke und Bewegung im Block, aber nichts Außergewöhnliches.
Bronsky und ich wechselten zur Halbzeit auf die Stehtribüne, wo bereits die anderen waren.
Kurz nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer durch einen Strafstoß, aber ein weiteres Tor fiel nicht mehr, somit ein „Heimsieg“ für Bamberg in Weismain.
Aufm Parkplatz noch ein Lichtenfelser Auto mit Jahn Regensburg-Aufkleber entdeckt, gute Person ^^. Gegen 23 Uhr erreichten wir wieder Regensburg.
 
14.03.2009: SpVgg Unterhaching vs. SSV Jahn Regensburg, 1:0 (3. Liga), Sportpark Unterhaching, 2.400 Zuschauer (ca. 250 Gäste)
Heute stand die Partie beim Vorortklub aus Unterhaching auf dem Programm, 9.44 Uhr eine humane Abfahrtszeit, Zugfahrt im überfüllten ALX aber nicht erwähnenswert, somit hatten also unsere 7 (!) Zivilbeamte nichts zu tun... Viertel nach 11 die bayerische Landeshauptstadt erreicht, dort mit Getränke eingedeckt. Anschließend mit der S 5 Richtung Holzkirchen, für uns aber Ende Fasanenpark. Dort erwarteten uns bereits die „Krieger in Dunkelblau“, oder USK genannt. Es wurden wieder fleißig Videos gedreht oder auch mal Verhaftungen angedroht, wenn man nicht zum Diskutieren aufhört…
Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch die Stadionkasse erreicht, ein Schalter hatte nur offen, somit ne lange Warteschlange, kann doch net so schwer sein, eine 2. Kasse zu öffnen…
Um 13 Uhr durften wir endlich das Stadion betreten, Bratwurst 3 Euro, aber sehr lecker.
Trotz Anmeldung von Riesenschwenker durch UR wurde am Eingang wieder rumgezickt, immer der gleiche Mist. Weiß nicht, was Fahnen für ein Verbrechen darstellen sollen… Stimmung, Farbe im Stadion? Mittlerweile ein Verbrechen? Wir wissen es nicht…
Nun ging es endlich los, 14 Uhr, davor aber noch eine Schweigeminute wegen dem Amoklauf von Winnenden. Wetter heute angenehm warm, im Gästeblock rund 250 Gäste. Der Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft, unser Team mit einer Torchance, Halbzeitstand 0:0, wäre ok.
Nach der Pause das gleiche Bild, Unterhaching am Drücker, in der 62. Minute nach einem unberechtigten Eckball die Führung für die Spielvereinigung. Unsere rot-weißen Götter noch mit einer Torchance, sonst eine ziemlich schwache Leistung. In der Nachspielzeit noch eine Rote Karte für Stefan Binder (angeblich grobes Foul), somit 2 Spiele Sperre.
Unglücklich 1:0 verloren, scheiße. Wegen einer unberechtigten Ecke. Da wäre ein Punkt für beide in Ordnung gewesen, aber Fußball ist kein Wunschkonzert.
Nachm Spiel im Biergarten noch ne Halbe Bier gekippt, anschließend zurück zur U-Bahn-Station. In München am Bahnhof noch mit Getränke eingedeckt, die Rückfahrt dann sehr spaßig, Oli testete italienischen Rotwein, Mane zeigte mal wieder persönliche Dinge ^^ und das ganze Abteil sang nette Lieder. 19.15 Uhr erreichten wir wieder unsere geliebte Domstadt.
 
20.03.2009: DSV Leoben vs. FC Gratkorn, 1:3 (2. Liga Österreich), Stadion Donawitz, 200 Zuschauer (0 Gäste)
Freitag Abend, Zeit für Fußball in Österreich. 14 Uhr Abfahrt in Regensburg, Oli stellte sein Gefährt, mit von der Partie Bronsky, Burgi und Moritz.
Fahrt (wie immer) sehr unterhaltsam, auf den Straßen kam man auch gut voran, in Österreich heftiges Schneetreiben, was Bronsky wieder in Angst und Schrecken versetzte, der arme Junge ;-).
Stadion Donawitz schnell gefunden, ebenso nen Parkplatz direkt am Stadion. Burgi, Moritz und ich hatte bereits im August die Ehre, diesen Ground zu besuchen. Da Oli und Bronsky noch nicht in Leoben waren, nahm man dieses Spiel aber gerne mit.
Um 18 Uhr Anpfiff, der Stadionsprecher mit einer ergreifenden Rede und zig Danksagungen, Leoben steht wegen finanzieller Probleme bereits als Absteiger fest. So spielten sie aber nicht, denn in der 4. Minute bereits die Führung für die Heimmannschaft, welcher aber 30 Minuten später egalisiert wurde, 1:1 auch der Pausenstand.
In der Halbzeit in der beschaulichen Vereinskneipe aufgewärmt, ich kaufte mir draußen beim Getränkestand einen Rumtee – saugeiles Gesöff, schmeckte weltklasse. Oli gönnte sich in der 2. Halbzeit auch 2 Halbe Rumtee, 15 Minuten nach Wiederbeginn das 1:2 in einer sonst schwachen Partie. Wir verließen zur 85 Minute das Stadion, da wir noch einen Termin um 20.30 Uhr in Kapfenberg hatten.
20.03.2009: Kapfenberger SV vs. LASK Linz, 4:1 (1. Liga Österreich), Franz-Fekete-Stadion, 2.600 Zuschauer (ca. 200 Gäste)
20 Minuten vor Anpfiff einen Parkplatz im Wohngebiet ca. 500 m vom Stadion entfernt gefunden, 10 Minuten vor Anpfiff im Stadion, ziemlich gutes Timing. Leoben und Kapfenberg lassen sich also doppeln ^^.
Preise für Bier und Bratwurst jeweils 3 Euro, mundete aber. Ebenso der Glühwein. In Sachen „heiße Getränke“ sind die Ösis top, das merkten wir bereits beim Rumtee in Leoben *g*.
Aus Linz heute ca. 200 Gäste anwesend, dazu ein paar Schwenker und Zaunfahnen, der Kapfenberg-Fanblock mit einer Zaunfahne und der Aufschrift „Fanblock“, dazu knapp 10-15 Leute am Singen. Zum Einlauf der Mannschaften gabs a bissl Rauch, bei LASK 2 x während der Partie.
Zum Spiel, welches doch recht ansehnlich war, gibt’s nicht all zu viel zu sagen, Kapfenberg über 90 Minuten das bessere Team und auch verdienter Sieger. Stimmung auf beiden Seiten schwach. Kapfenberg steckt noch in den Kinderschuhen, aber LASK enttäuschte auf ganzer Linie, die Zaunfahnen wurden zur 75. Minute abgehängt, sonst während der 90 Minuten selten mal gute Lautstärke. Dass wir das letzte Spiel vom Linzer Trainer Klaus Lindenberger sehen würden, konnten wir vor der Partie auch nicht erwarten, er legte am nächsten Tag sein Amt als Trainer nieder.
Mittlerweile 22.30 Uhr, zurück zum Auto, Heimfahrt recht ereignislos, kurz nach 2 Uhr morgens wieder Regensburg erreicht, ich fuhr noch Burgi heim. Gegen halb 3 war dann auch ich in meinem Bett.
 
27.03.2009: Union St. Florian vs. FC Blau-Weiß Linz, 2:3 (Regionalliga Mitte Österreich), Sportpark St. Florian, 1.000 Zuschauer (ca. 400 Gäste)
Freitag Abend, einen Tag vor dem großen Spiel gegen Burghausen. Blau-Weiß Linz in St. Florian, warum nicht?
Janni machte ein Mietauto, mit an Bord noch Burgi und Bronsky. Abfahrt kurz vor 16 Uhr in Regensburg, A 3 gen Österreich frei. So erreichten wir kurz nach 18 Uhr eine Tankstelle, wo schon einige Linzer auf uns warteten, damit der Weg nach St. Florian gemeinsam angetreten werden kann. Gegen 18.30 h den Ground erreicht, in der Vereinsgaststätte noch den Claudio getroffen und kurz vor Anpfiff um 19 Uhr in den Gästeblock, welcher ziemlich gut gefüllt war.
Spiel hätte für Blau-Weiß nicht schlechter beginnen können, bereits nach 17 Minuten 2:0 im Rückstand. 3 Minuten später der Anschlusstreffer, Hoffnung machte sich wieder breit. In der 40 Minute dann wohl eines der schönsten Tore, die ich live in einem Stadion gesehen habe – aus knapp 35 m links oben in den Winkel – einfach weltklasse. Dementsprechend war auch der Torjubel, 2:2 der Halbzeitstand.
In der Pause noch den Michi von GL getroffen, der sich mim Bronsky unterhielt. Noch ne halbe Bier gekauft und schon ging’s weiter.
7 Minuten nach Wiederbeginn das 2:3, damit hatte Linz das Spiel gedreht. Es passierte sonst nichts mehr während der Partie, nach großem Kampf ein verdienter Sieg in der Fremde. Stimmung der Gäste war gut, auch wenns nicht 90 Minuten durchgehend war. Aber das ist bei diesem sympathischen Verein wirklich egal.
Auf der Rückfahrt noch einen Blau-Weißen nach Regensburg mitgenommen, Rückfahrt bis Pocking ereignislos, Janni ahnte schon was – „Bitte folgen“! Polizeikontrolle.
Nach 15 Minuten konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Kurz vor Mitternacht Regensburg erreicht, Janni + Freundin und Linzer von der Mietwagen-Station in die Innenstadt gefahren, dabei mehrere Streifenwagen mit Blaulicht gesichtet (drehen wg. dem Burghausen-Spiel alle durch?) und um 0.30 h selber daheim gewesen. Blau-Weiß Linz – gerne wieder.
 
29.03.2009: Chemnitzer FC vs. SV Holstein Kiel, 0:1 (Regionalliga Nord), Stadion an der Gellertstraße, 3.061 Zuschauer (ca. 40-50 Gäste)
Gestern Burghausen mit 1:0 besiegt, mit dabei auch ein paar Jungs aus Chemnitz. Heute also ein Gegenbesuch in Sachsen. Mit dabei Moritz und Peter.
8.20 h Abfahrt, heut mal wieder Wochenendticket-Terror mit der Bahn. Fahrt bis Hof sehr unterhaltsam, Peter hatte vom gestrigen Tag einiges zu erzählen, wurde er doch am Besuch im Jahnstadion „gehindert“, ebenso wie 2 Dutzend andere Leute…
Nach Umstieg in Hof wurde Chemnitz Hbf um 12 Uhr erreicht. Peter und ich gönnten uns noch nen Döner, der Besitzer des Imbiss klagte noch über Flaschen- und Steinwürfe bzw. über Randale am Bahnhof, wenn Fußball ist ^^.
Irgendwann aufm Weg zum Stadion in Bus Nr. 51 eingestiegen, welcher direkt am Stadion hält. In der anliegenden Fanhalle bereits einiges los, Pasa begrüßte uns bereits und für 80 Cent gabs lecker Bier. Saugeile Halle, viele Fahnen, Schals etc. Beeindruckte uns schon sehr.
Anschließend ins Stadion, Bratwurst war ok, die rote Wurst, die Peter aß, überhaupt nicht zu empfehlen.
13.30 Uhr Anpfiff, 13.39 Uhr Elfmeter für den Gastgeber, welcher aber kläglich geschossen wurde, leichtes Spiel für den Kieler Goalie. 9 Minuten später dann die Führung für den Tabellenersten aus Schleswig-Holstein.
0:1 der Halbzeitstand, Gästeblock wurde in der 2. Halbzeit auch genauer unter die Lupe genommen. Zaunbeflaggung war gut, u. a. eine Frau mit einem roten Gummiball im Mund, Bedeutung keine Ahnung ^^.
Stimmung aber irgendwie sehr lethargisch und emotionslos, kaum Abwechslung beim Liedgut.
Chemnitz hatte leider stimmungsmäßig auch keinen guten Tag, kann aber auch am früh verschossenen Elfer und am Rückstand liegen.
Im Spiel passierte nichts mehr, die Gäste aus Kiel entführten aus Sachsen 3 Punkte. Nach dem Spiel noch von Pasa & Co. verabschiedet, Dienstag bei Aue sieht man sich ja wieder.
Rein in den Bus Nr. 51, beim Bahnhof ausgestiegen und dort noch mit Proviant eingedeckt. Zug rappelvoll, also im Gang gestanden, ab Hof dann wieder Sitzplätze. Moritz zeigte sich mal wieder von seiner (un)anständigen Seite ^^, gegen 19.40 Uhr wieder den Hauptbahnhof in Regensburg erreicht.
 
31.03.2009: FC Erzgebirge Aue vs. SSV Jahn Regensburg, 1:0 (3. Liga), Erzgebirgestadion, 7.100 Zuschauer (35 Gäste)
Der DFB meinte es wieder besonders gut mit Auswärtsfahrer, also warum nicht mal an einem Dienstag Abend in Aue spielen?
Kurz vor 15 Uhr Abfahrt in Regensburg, im Bus nur 29 Leute. Fahrt recht unterhaltsam, Mane zeigte seinen „Krater“ ^^, Pfefferminzschnaps schmeckte auch. 17.30 Uhr erreichten wir Zwickau-Ost, 2 Chemnitzer kamen noch hinzu. Busfahrer verlor die Orientierung, was einem Wendemanöver auf der Landstraße zur Folge hatte…
Das Stadion in Aue erreichten wir kurz vor halb 7, also no bissl Zeit bis zum Anpfiff.
19 Uhr, Spielbeginn. In der Zwischenzeit auch ne Autobesatzung mit 5 Leuten + einem Alleinfahrer eingetroffen, ebenso im Gästeblock zu erblicken 3 Leute aus Pilsen. Zum Intro gabs von uns ein Spruchband gegen schwarz-weiße Trikots, mit welchen unser Team in den letzten Heimspielen auflaufen musste…
35 Gäste machten aus der Situation das Bestmögliche, brachiale Stimmung kann man aber mit so wenig Leuten nicht erzeugen. Der Gastgeber hatte mehr Spielanteile, unsere Jungs konnten jedoch gut dagegen- bzw. mithalten. Als schon 45 Minuten vorbei waren, passierte leider „das Übliche“ – Gegentor Sekunden vor der Halbzeit, 1:0 für Aue.
Nach der Pause mehr Drang zum Tor durch Regensburg, das Heimteam jedoch in der Defensive sehr sicher. 10 Minuten vor Ende Freistoß für den SSV, Zellner nagelt die Kugel leider nur ans Lattenkreuz – scheiße.
Endphase weiter mit viel Druck, der Ausgleich gelang leider nicht mehr. Unglückliche Niederlage bei Aue, ein Punkt wäre möglich evtl. auch verdient gewesen.
Rückfahrt wieder sehr unterhaltsam, gegen 0.40 Uhr wieder Regensburg erreicht und um 1 Uhr im Bett gelegen.
 
01.04.2009: ASV Neumarkt vs. SpVgg Landshut, 1:1 (Landesliga Mitte), Stadion am Deininger Weg, 150 Zuschauer (8 Gäste)
Landesliga Mitte – die Haustürliga. Ziel ist natürlich die Komplettierung. 1. April, Landesliga komplettieren, nein, kein Aprilscherz sondern mein voller Ernst.
Oli konnte ebenfalls dafür begeistert werden, heute mal mit dem RVV-Ticket (Zone 1-9), 15 Euro, 5 Leute darf man mitnehmen. Feine Sache für die nähere Umgebung.
16.25 h Abfahrt in Regensburg, eine Stunde später Ankunft am Bahnhof in Neumarkt. Gleichzeitig mit uns angekommen 8 Gäste aus Landshut.
Hab mir daheim den Gehweg zum Stadion ausgedruckt, die Gästefans waren knapp 50 m vor uns. An einer Kreuzung fragten sie eine Passantin. Die Landshuter gingen nach links, Oli und ich rechts. Wir beide erreichten nach ca. 15 Minuten Gehen um 17.50 Uhr den Ground, die Gäste trafen um 18.15 h ein, ne Viertelstunde nach Spielbeginn… Neumarkt, eine Weltmetropole? Man weiß es nicht.
Naja, nun waren sie also die Gäste. 3 Fahnen und eine Zaunfahne mit der Aufschrift „Krawallbrüder Landshut“ hatten sie ebenfalls mit.
Ein Tor verpassten sie nicht, denn der Gastgeber erzielte in der 24. Minute die Führung.
Oli’s Freundin rief in der Zwischenzeit an und fragte, ob er auch wirklich in Neumarkt sei. 5 Minuten später stand sie samt Tochter im Kinderwagen neben uns. Oli sichtlich überrascht, ich ebenfalls. Irgendwie kultig, wenn die Freundin mit Kind von Regensburg nach Neumarkt zum Fußball nachfährt ^^.
Oli und ich genehmigten uns noch ein Bier (warmes Essen gab’s nicht im Stadion, nur Wurstsemmeln), Mutter und Kind zog es Richtung Spielplatz.
Zweite Halbzeit auch eher mau, 5 Minuten vor Ende dann der Ausgleich durch einen sehenswerten Freistoß, 1:1 auch der Endstand.
Statt Zug nun mit Auto Heim (hierfür vielen Dank fürs Mitnehmen), Oli’s Freundin fuhr, ich war am Rücksitz der Babysitter ^^.
Viertel vor 9 erreichten wir Regensburg. Landesliga Mitte – nur noch 2…
 
Ostern (10.04.09 – 13.04.09)
 
Das weiteste Auswärtsspiel der Saison in Emden wurde auf den Karsamstag terminiert – schreit also nach einer verlängerten Tour. Mit von der Partie Obi, Bronsky, Moritz und Burgi. Treffpunkt der Regensburger Hauptbahnhof um 8.30 Uhr. Mir fuhr wiedermal der Bus vor der Nase weg, aber die 3 km Fußmarsch zum Treffpunkt bei Sonnenschein, verlassenen Straßen (bis auf 2 Streifenwagen… werden wir auch schon beim Hoppen verfolgt…?) und zwitschernden Vögel ein Genuss für Körper und Geist ^^.
Moritz bereits vor Ort, allerlei Alkoholikas hatte er im Gepäck, unser Jungspund *g*.
9 Uhr, Mietwagen in Form eines Automatik-Mercedes abgeholt, Gruppe vollständig – die Fahrt kann beginnen. Karfreitag waren die Straßen ziemlich leer, bei Limburg nen Fast Food-Stop eingelegt und weiter auf der Autostrada Richtung Niederlande. Das eigentliche Ziel hieß FC Eindhoven. Obi, Bronsky und ich wurden damals von der Staatsmacht psychisch vergewaltigt (siehe Dezember 2007), wir wollten deshalb Rehabilitation. Wurde uns aber einige Tage vorher per Mail nicht gewährt, da wir nicht aus Eindhoven kommen… Damit ist die Stadt für mich endgültig unten durch ^^.
Von der friesischen Stadt Leeuwarden bekamen wir eine positive Antwort, Kartenkauf ohne Clubcard sei möglich. Unser Ziel bereits erreicht, davor noch Großeinkauf im Albert Heijn Supermarkt und kurz vor 19 Uhr das Stadion erreicht.
10.04.2009: SC Cambuur-Leeuwarden vs. Helmond Sport, 2:0 (2. Liga Niederlande), Cambuur-Stadion, 9.448 Zuschauer (2 Gäste)
Karten ohne Probleme erworben und den Ground betreten, der gar net so schlecht wirkte. Kurz vor Anpfiff eine schöne Choreographie der Heimfans. Man wird immer wieder überrascht, rechnete man heute nicht wirklich mit Stimmung bzw. erwartete man nichts. Stadion selber fast ausverkauft. Kurz vor der Halbzeit das 1:0, gleichzeitig der Pausenstand. Den obligatorischen Pausentee gab’s diesmal auch für uns ^^, anschließend wieder raus auf die Tribüne. Knapp 20 Minuten nach Wiederbeginn das 2:0, Helmond hatte kaum was entgegenzusetzen, somit blieb es auch bei diesem Ergebnis. Leeuwarden machte allgemein einen sympathischen Eindruck, Aufstieg in die Eredivisie ist evtl. auch noch möglich.
Unser nächstes Ziel Emden, was wir nach einer süffigen Fahrt ^^ kurz nach Mitternacht erreichten.
11.04.2009: BSV Kickers Emden vs. SSV Jahn Regensburg, 0:0 (3. Liga), Embdena-Stadion, 3.000 Zuschauer (ca. 50-60 Gäste)
Auf der Suche (zu Fuß) nach der Jugendherberge wurden wir von der Polizei verfolgt, aber durch eine „beherzte Flucht“ auf einen Damm interessierten sie sich nicht mehr für uns *g*.
Die Herberge wurde irgendwann gefunden, hatte aber leider schon geschlossen. Da aber nichts reserviert wurde, kein Beinbruch. Nächstes Ziel nun der Hauptbahnhof. Wartehalle geschlossen, aber über einen Aufzug konnte man in ein Treppenhaus gelangen, zum Übernachten schön warm und man wäre mit Sicherheit alleine. Züge standen auch schon einige auf den Gleisen, ließen sich auch öffnen, ohne Zugkarte pennen war uns doch etwas zu riskant. Nächstes Ziel nun das Stadion, Burgi und Moritz gingen wieder zum Pennen zum Bahnhof zurück, Obi, Bronsky und ich pennten im Auto. 7 Uhr morgens klopfte es an unsere Scheibe, die „Bahnhof-Penner“ waren wieder da ^^.
Wetter wunderbar, also auf zum Supermarkt, wo Einweggrills, Grillfleisch und Zubehör erworben wurde. Die Suche nach dem Meer dank Navi auch kein Problem, unser Traum wurde wahr *g*: an der Nordsee grillen ^^.
Spaziergänger interessierten sich nicht für unser Vorhaben, also alles ohne Probleme abgelaufen. Herrliches Wetter, lecker Bratwürste – einfach perfekt. Untermalt wurde dieser schöne Moment noch durch Burgi’s „Wattwanderung“, Füße schauten anschließend sehr lecker aus – ein Bild für Götter *g*.
Der Bus aus Regensburg war mittlerweile auch in der ostfriesischen Stadt eingetroffen. Nach etwas längerer Suche erreichten wir die Meute, welche uns am Sandstrand schon mit „nackten Tatsachen“ begegnete *g*. Deren Grillplatz eigentlich fast noch besser als unserer (mit Sandstrand), allerdings viel belebter (beim Cafe Strandlust). Etwas in der warmen Sonne die Seele baumeln lassen ging es gegen 12 Uhr auch schon wieder zurück Richtung Stadion. Gästeblock wurde beflaggt, 14 Uhr Anpfiff. Stimmung im Block sehr kultig und locker, jeder hatte Spaß und war glücklich, bei der weitesten Auswärtspartie der Saison dabei sein zu dürfen. Spiel sehr langweilig, zu erzählen gibt es nicht wirklich was dazu – 0:0. Ein Punkt in Emden – wunderbar. Selbst eine halbe Stunde nach Abpfiff wurde noch im Gästeblock gefeiert, denn unser Motto: „Mia ham koan Strom, mia ham koa Geld – mia ham as geilste Team der Welt!
Die Busbesatzung wurde verabschiedet, unser Ziel die Hansestadt Hamburg, welche nach einer Baustellen-Odyssee gegen 19.30 Uhr erreicht wurde. Bronsky, Burgi und ich zogen für die nächsten 2 Nächte eine Übernachtung in der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ vor, während Obi und Moritz im Auto pennten. Ich kannte die Herberge bereits von einer Klassenfahrt im Mai 2006, hinterließ positive Eindrücke, vor allem die sehr zentrale Lage. 22,70 Euro pro Nacht und Person inkl. Frühstück ist ein annehmbarer Preis. Waren zwar im 6er Zimmer nicht alleine, störte uns aber nicht. Nach einer Dusche hieß es um 20.30 Uhr für uns Reeperbahn. Peter stieß noch mit dem Zug von Emden hinzu, nun also ein Sextett auf St. Pauli (keine Anspielung ;-). Das (Astra)-Bier mundete sehr, was Peter gleich mal in Flirtlaune mit ein paar spanischen Chickas brachte ^^. Wir zogen aber weiter, einige Ladenbesitzer wollten uns in ihre Läden locken mit Sprüchen wie „Na ihr Wichsmolche, Lust auf Vögeln“ oder „Kommt rein, Jungs. Oder habt ihr noch keine Haare am Sack?“ – sehr kultig. Gegenüber vom Dollhouse lockte uns ein Typ mit „Wir haben alles zu bieten, außer Entbindungen“ – schwaches Angebot, in den Laden gehen wir nicht rein ;-).
Der Abend und die Nacht waren sehr spaßig und süffig, gegen halb 4 in der Früh erreichte man die Jugendherberge, gute Nacht.
Gegen 8 Uhr wach geworden und ab zum Frühstücken auf der Terrasse inkl. Blick auf den Hafen, machte was her. Obi, Moritz und Peter, die im Auto pennten, mittlerweile auch wach, so stand erst mal ein Stadtbummel auf dem Programm. Die meisten Dinge hatte ich bereits vor knapp 2 Jahren gesehen, trotzdem ne feine Sache, am Ostersonntag durch die Hansestadt zu schlendern. 12.30 h machten wir uns auf den Weg zum Millerntorstadion, Peter ergatterte noch eine Stehplatzkarte auf dem Schwarzmarkt für 15 Euro, wir hatten bereits Karten für die Hintertortribüne neben dem Gästeblock.
12.04.2009: FC St. Pauli vs. MSV Duisburg, 2:2 (2. Bundesliga), Millerntorstadion, 23.201 Zuschauer (ca. 1.500 Gäste) – ausverkauft
Rein ins Vergnügen, Stadion machte auf jeden Fall was her, vor allem die Gegengerade sowie die Fankurve der Heimfans, sehr geil. Aus Duisburg heute knapp 1.500 Leute anwesend, welche zum Einlauf ihres Teams blaue Fahnen und einen Bengo präsentierten, USP mit Fahnen und Konfetti. Die Mannschaften liefen unter dem AC/DC-Klassiker „Hell’s Bells“ ein, für mich persönlich ein Gänsehautmoment, hab ich mir doch diesen Augenblick schon sehr lange erträumt. Spiel sehr temporeich, nach 26 Minuten das 1:0 für den Gastgeber, geiler Torjubel, vor allem gute Lautstärke mit Song 2 von Blur (Wohoooo), gleichzeitig auch der Pausenstand. Die Gäste in der 2. Halbzeit sehr engagiert, in der 58. und 75. Minute das 1:1 und 1:2, Spiel damit gedreht. Nun drängte St. Pauli auf den Ausgleich, Nachspielzeit bereits angebrochen, da gibt es Elfmeter für die Jungs vom Kiez – 2:2. Stadion ging ziemlich geil ab, super Partie, ein gerechtes Remis. Im Bereich beim Gästeblock gab es noch dein Austausch von Zärtlichkeiten in Form von Fäusten, was 2 Festnahmen zur Folge hatte. Peter verabschiedete sich von uns, nun wieder zu fünft unterwegs. Am Rummel nebenan kreuzten Bronsky und Burgi noch die Olympia-Achterbahn, anschließend Richtung Messehalle geschlendert und in der Nähe in eine Pizzeria eingekehrt.
Unser nächstes Ziel das Schanzenviertel, berühmt-berüchtigt, vor allem das Haus „Rote Flora“. Im anliegenden Park ein geiles Graffiti-Haus inkl. Kletterwand, dort chillten wir über ne Stunde und beobachteten die „Freaks“, die hier umherliefen ^^. Teilweise wirklich sehr kultige Gestalten unterwegs.
Moritz und ich kauften noch im Penny-Markt ein, Security hatte bei uns zum Glück nichts zu beanstanden *g*. Gegen 20 Uhr wurde wieder die Reeperbahn unsicher gemacht, diesmal nur zu viert, Burgi wollte das U-Bahn-Netz der Hansestadt testen. Besucht wurden wie gestern das „Laufhaus“ sowie die Herbertstraße, aber nur zum Glotzen ^^.
Kurz vor Mitternacht wieder zurück zur Herberge, musste man doch morgen ziemlich früh aufstehen. Ein Mädel wollte noch für Geld Liebe machen, hielt sie mich doch glatt an der Kapuze fest. Ausreden bzw. Gründe (warum heute nicht) hatte man parat, die anderen ebenfalls *g*. Zusammengefasst für alle, die auf ne „Liebesgeschichte“ hofften: Keiner von uns gab Geld für Liebe aus ;-)
Nach einer erholsamen Nacht und lecker Frühstück erfolgte kurz vor 9 Uhr die Abfahrt Richtung Bremen, denn um 11 Uhr stand im Burgwallstadion ein Klassiker der Oberliga Bremen auf dem Programm.
13.04.2009: SV Türkspor Bremen-Nord vs. SC Vahr-Blockdiek Bremen, 2:1 (Oberliga Bremen, Burgwallstadion, ca. 35 Zuschauer (keine erkennbaren Gäste)
Ground ziemlich geil, vor allem die Tribüne mit Wandmalereien wusste zu gefallen. Kick selber sehr kultig, teilweise einige Beschimpfungen der Spieler untereinander, zur Halbzeit 1:1, dazu ein nicht verwandelter Elfmeter der Gäste. Nach 45 Minuten mussten wir leider wieder aufbrechen, da bereits um 15 Uhr ein Spiel in Verl auf uns wartete und dieses nicht in Gefahr gebracht werden sollte. Zum Glück fuhren wir eher los, landete man doch glatt im Stau… Verl um 14.58 Uhr erreicht, kurzer Sprint und rechtzeitig zum Anpfiff im Stadion Platz genommen.
13.04.2009: SC Verl vs. SC Preußen Münster, 0:1 (Regionalliga West), Stadion an der Poststraße, 1.700 Zuschauer (ca. 600 - 700 Gäste)
Die Gäste mit schönen Fahnenintro, die Zäune ebenfalls gut beflaggt. Negativ, dass die Gäste etwas zerstreut und nicht komplett beisammen standen, Verl hatte fantechnisch bis auf ein paar Mal Trommeln nichts zu bieten. Im Stadion anzutreffen der Trainer von Rot-Weiß Essen, Ernst Middendorp, welcher nicht all zu freundlich von den Gästen empfangen wurde ^^. Verpflegung im Stadion sehr gut, Currywurst, Pommes, Bratwurst für humane Preise. Halbzeitstand 0:0, Münster jedoch hauptsächlich am Drücker. In der 62. Minute der Führungstreffer für die Gäste, dabei blieb es dann auch. Nachm Spiel ab auf die Autobahn und Richtung Heimat. Fahrt wie (fast) immer sehr unterhaltsam und lustig, für die letzten 2,5 Stunden durfte ich auch mal Mercedes/Automatik fahren und gegen 22 Uhr erreichten wir Regensburg.
Sehr schöne Tour, machte viel Spaß!
 
15.04.2009: Stuttgarter Kickers vs. SSV Jahn Regensburg, 1:1 (3. Liga), Waldaustadion, 3.020 Zuschauer (ca. 60 Gäste)
Nachholspiel unter der Woche – Abfahrt 14 Uhr in Regensburg. Mein Arbeitgeber ist flexibel, ich ebenfalls, auf zum Treffpunkt. Bus war bis zum letzten Platz voll, Osterferien machten sich doch bemerkbar ^^.
Fahrt nach Stuttgart recht ereignislos, um Nürnberg herum heftiger Stau, was einen den Angstschweiß auf die Stirn trieb. Waldaustadion wurde zum Glück pünktlich erreicht, Stadionwurst schmeckte mir persönlich nicht so gut. Aber für die kulinarischen Dinge bin ich nicht hier, heiße ja nicht Christian Rach (der Restaurantkritiker von RTL ;-)
19 Uhr, Anpfiff. Unser SSV brachte in der 1. Halbzeit herzlich wenig auf die Reihe, Stuttgart die aktivere Mannschaft, nach 45 Minuten aber 0:0.
In der 2. Hälfte wurde die Partie deutlich lebhafter, Stoilov vergab eine große Chance, als er alleine vor dem Kickers-Keeper auftauchte. In der 69. Minute die Führung für den Gastgeber, 10 Minuten später machte Petr Stoilov seine Sache nach einem Torwart-Patzer besser, 1:1. Ein Siegtreffer wollte nicht mehr gelingen, somit blieb es beim Unentschieden, was den Abstiegskampf für beide Mannschafte nicht einfacher macht.
Nach der Partie wurde noch eine Stunde mit den Blauen Bombern von den Kickers verbracht, ehe es um 22 Uhr wieder heimwärts ging. Kurz vor 2 Uhr morgens erreichten wir Regensburg.
 
18.04.2009: TSG Thannhausen vs. FC Memmingen, 0:1 (Bayernliga), Mindelstadion, 750 Zuschauer (? Gäste)
Die Bayernliga muss auch komplettiert werden, auf nach Thannhausen. Oli stellte sein Auto, mit von der Partie noch Bronsky, Burgi und Moritz.
Abfahrt kurz nach 12 Uhr, kleine Pause beim goldenen M und ca. eine halbe Stunde vor Spielbeginn den Ground erreicht.
Stadionrunde und Bratwurstkauf, welche gut schmeckte. 15 Uhr Anpfiff, der Gastgeber wollte nach 3 Spiele ohne Sieg nen „Dreier“ einfahren, Memmingen sich in der Tabelle weiter nach oben beißen.
Spiel in der 1. Halbzeit ausgeglichen, 0:0. Nach der Pause die Gäste am Drücken, knapp 10 Minuten vor Ende die Führung, was auch gleichzeitig das Endergebnis bedeutete. Rückfahrt übernahm nun der Bronsky, der heute die Bayernliga komplettierte, Glückwunsch ^^.
Oli hatte munter in den Bierbecher geschaut, beim Tankstop erwarb er gleich mal ne Pulle Weißwein, welche brüderlich geteilt wurde *g*.
Gegen 19.30 Uhr erreichten wir wieder Regensburg.
 
04.07.2009: FC Donauwörth vs. FC Augsburg, 0:20 (Testspiel), Stadion am Stauferpark, 2.500 Zuschauer
Gestern wieder ein Jahr älter geworden, also musste heute als „Geburtstagsgeschenk“ ein neuer Ground her ^^.
Mit von der Partie Obi, Bronsky und Moritz, die Fahrt also wie immer sehr unterhaltsam. Donauwörth wurde pünktlich erreicht, deshalb blieb noch etwas Zeit für die örtliche Kirche und das Runterkratzen einiger Aufkleber *g*.
Vom Bahnhof zum Stadion sind es knapp 2 km, einfach an einer Esso-Tanke vorbei und sich an den Gleisen orientieren, dann sollte man den Ground erreichen.
Dort schon einiges los, war doch beim Kreisligisten der FC Augsburg aus der 2. Bundesliga zu Gast.
Stadion selber gut gefüllt, die Sonne brannte ziemlich runter, wunderbares Fußballwetter. Einige andere Stadionfanatiker waren ebenfalls vor Ort, so konnte u. a. unser Horscht begrüßt werden ^^.
Spiel selber eine total einseitige Angelegenheit, so wurde über Dies und Das philosophiert.
Erwähnenswert noch, dass gegen Ende der Partie ein Bengo gezündet und dieser auf die Laufbahn geschmissen wurde. Der Stadionsprecher sprach schon von Chaoten, die Zuschauer ebenfalls, so dass es zu ein paar „netten Diskussionen“ mit der ansässigen Bevölkerung kam ^^.
Nachm Spiel gings per pedes wieder zum Bahnhof und nach einer recht ereignislosen Zugfahrt erreichten wir Regensburg, netter Samstagsausflug.
 
07.08.2009: DJK Ammerthal vs. DJK Vilzing, 0:0 (Landesliga Mitte), Sportplatz Ammerthal, ca. 200 Zuschauer
Es ist Freitagnachmittag, ein dreimonatiger Lehrgang ist heute zu Ende gegangen… endlich wieder Zeit für Landesliga Mitte!
Da schon jeder aus meinem „Hopperumfeld“ diesen Ground kreuzte, musste heute die „Sektion Eigenbrödler“ gegründet werden.
Naja, eigentlich a bissl gelogen, hatte ich doch im Auto ein Navi dabei, was ab und zu mal mit mir redete ^^. Die Hinfahrt verlief trotzdem ziemlich chaotisch, denn dank Baustellen gab es angeblich kein Weiterkommen mehr für mich, tolle Scheiße.
Ein paar Funktionen am Navi ausprobiert und schon durfte die Fahrt weitergehen, allerdings nun ohne Zeitpolster. Jede rote Ampel bzw. alles was mir in den Weg kam, wurde beschimpft ^^.
Um 18.28 Uhr, 2 Minuten vor Anpfiff, den idyllisch gelegenen Sportplatz betreten, nochmal Glück gehabt, da kann mich die Hopperpolizei nicht tadeln *g*.
Spiel sehr spannend, beide Teams mit vielen Torchancen, dem ein oder anderen Foul waren sie auch nicht abgeneigt.
In der Halbzeit wurde die Bratwurst getestet, welche ich sehr lecker fand, preislich dazu auch fair.
2. Hälfte das gleiche Bild, Chancen auf beiden Seiten, aber am Ende blieb es beim gerechtem Unentschieden.
Die Heimfahrt selber dieses mal ohne Probleme, Landstraßenterror war angesagt, kurz vor 22 Uhr wieder Regensburg erreicht… Landesliga Mitte – nur noch 1…
 
25.08.2009: TSV Großbardorf 1923 vs. SpVgg Ansbach 09, 3:1 (Bayernliga), TSV-Sportzentrum, 640 Zuschauer
Vorgestern noch Arsenal Kiew in der Premjer-Liha verfolgt, heute „Haustürliga“. Großbardorf liegt aber nicht wirklich vor der Haustüre, sondern ziemlich heftig im nördlichen Bayern. Mit von der Partie Burgi, somit konnte ich wenigstens mit jemanden über diese Beschissene Strecke schimpfen ^^. Ground selber gut eine halbe Stunde vor Anpfiff erreicht, um 18.15 Uhr gings dann auch endlich los.
Das Sportzentrum für Bayernligaverhältnisse gut besucht, nach 25 Minuten das 1:0 für die Gastgeber, 3 Minuten später aber schon der Ausgleich.
Kurz vor dem Pausentee die 2:1-Führung für Großbardorf, gleichzeitig auch der Halbzeitstand.
Am Grillstand ne ganz leckere Bratwurst bekommen, selten sowas gutes gegessen, nur zu empfehlen.
Kurz nach Wiederbeginn hatte Großbardorf zwei gute Möglichkeiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden, doch der Gästekeeper parierte glänzend, so dass die Partie bis zum Ende offen blieb. Knapp 10 Minuten vor Ende dann aber das 3:1, die Entscheidung und somit 3 Punkte für den TSV.
Nun wieder knapp 3 Stunden Heimfahrt vor uns, Burgi hatte noch das große Los gezogen und musste anschließend noch in die Arbeit. Gegen 23 Uhr wieder Regensburg erreicht und ein Kreuz mehr.
 
22.11.2009: SpVgg Weiden II vs. DJK Ammerthal, 0:2 (Landesliga Mitte), B-Platz Stadion am Wasserwerk, ca. 120 Zuschauer (ca. 10 Gäste)
Ein glorreicher Tag stand an, die Komplettierung der Landesliga Mitte. Endlich klappte es mal mit dem Nebenplatz von Weiden, es gab davor schon einige Versuche ^^.
13.10 h erreichte ich Schwandorf-Mitte und gabelte dort Obi auf, ebenfalls komplettierungsgeil. Sonst konnte sich niemand für diesen Klassiker aufraffen, sehr seltsam *g*.
Viertel vor 2 den Ground erreicht, da fragt man sich manchmal, warum man dieses Hobby überhaupt ausübt, alles irgendwie sehr trostlos. Spiel selber auch net grad der Hit, Ammerthal gewann souverän mit 2:0, die „Gästefans“ also hoch zufrieden. Gegen 16 Uhr die Rückfahrt angetreten, Obi in Schwandorf abgesetzt und selber kurz nach 17 Uhr wieder zuhause angekommen. Landesliga Mitte – alter Hut ;-)

 

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