Berichte 2007


19.01.2007: Port Talbot Town vs. Haverfordwest County, 1:4 (Welsh Premier League), Victoria Road Stadium

20.01.2007: FC Fulham vs. Tottenham Hotspurs, 1:1 (Premier League), Craven Cottage

 

Mind the gap between the train and the platform – ja, ihr habt es erkannt. Das 1. Ziel im Jahre 2007 hieß London inkl. 24 Stunden-Ausflug nach Wales. Anfang November wurden bei der Lufthansa Flugtickets von München aus Richtung London/Heathrow gebucht. Als Mitfahrer bzw. Mitflieger konnte Mike, mein Banknachbar in der Berufsschule, begeistert werden. Nach etlichen Planungen bzgl. Spiele, Busreise, Übernachtungsmöglichkeit sollte es vom 18.1. – 21.1. auf die Insel gehen.

Nach lockerem Berufsschultag traf man sich kurz nach 21.30 h am Hauptbahnhof in Regensburg, eine weitere Mitfahrerin fürs Bayernticket konnte gefunden werden und so traf man nach knapp 1-stündiger Fahrt in Freising ein. Von dort brachte uns der Flughafenbus zu Terminal 2, welches wir gegen halb 12 erreichten. Kneipen und Geschäfte hatten schon geschlossen, also ein ruhiges Plätzchen gesucht und auch gefunden. Bei Ebene 4 war es sehr ruhig, die Bänke ohne Armlehne und auch weich, lässt sich also bis 5 Uhr locker aushalten. Zeit wurde mit Dünnpfiffbladdl Nummer 2 & 3, sowie einigen Gesprächen über weibliche Mitschüler totgeschlagen, auf welche ich nicht näher eingehen möchte *g*. Kurz nach 5 h am Automaten Tickets geholt, Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen und eingecheckt.

Unser Gate wurde schnell gefunden, Kaffee und BILDung gab es auch kostenlos, also wieder hingesetzt und auf Boarding-Zeit 6.50 h gewartet.

Kurz nach 6 h hörte man einen anderen Fluggast, der irgendwas davon brabbelte, der Flug nach London würde wegen schlechten Wetter erst um 9.10 h statt 7.20 h gehen.

Auf schlechte Scherze hatte man heute keine Lust, deshalb selbst zum Monitor gelatscht, wo man den Dünnschiss leider schwarz auf weiß zu Gesicht bekam. Ganz toll, no länger warten, viel Sightseeing-Zeit geht verloren.

Startzeit wurde in der Zwischenzeit auf 8.40 h korrigiert, später gar auf 8.10 h verbessert, Hoffnung keimte wieder auf, welche aber kurze Zeit später wieder vernichtet wurde, denn das Wetter auf der Insel wurde nicht besser, also wieder 9.10 h. Als ein amerikanischer Fluggast dies mitbekam, faselte er irgendwas davon 20 Mio. $ zu verlieren und quittierte die verspätete Abflugzeit Richtung Lufthansa-Mitarbeiter mit „Damm fucking bastards“ – Kultperson.

Statt um 10 nach 9 zu starten, konnte man da erst das Flugzeug betreten, um 9.40 h hob der Vogel endlich nach London ab. Erleichterung machte sich breit, erfuhr man doch bei Rückkehr, dass nachmittags sämtliche Flüge und Züge gestrichen wurden.

Nach kleinen Nickerchen und Snack erreichte man nach ca. 2 Stunden die englische Hauptstadt, die Landung allerdings wurde zu einer sehr wackligen Angelegenheit, die Landung zu einer sehr harten, krachte man doch eher auf die Startbahn. Naja, egal, Achsen habens ausgehalten, des is wichtig.

Nach üblichen Procedere mit Passkontrolle etc. Geld gewechselt und runter zur Underground, Karten Richtung Innenstadt gekauft, was aber erst mal Mike für mich erledigte, denn die 14 Jahre alten Pounds, die ich noch übrig hatte, waren als Zahlungsmittel ungültig, konnten aber bei der Bank glücklicherweise umgetauscht werden.

Die Station King Park erreichte man nach ca. 50-minütiger Fahrt mit der Piccadilly Line, wo uns schon Regen und Wind begrüßten – typical english. An diesem Tag war nur Sightseeing angesagt, bzw. soviel, was unser schlafloser Körper noch mitmachte. An diesem Tag schafften wir Buckingham Palace, Big Ben, Palace of Westminster, Westminster Abbey, London Eye, Hyde Park, Downing Street, Trafalgar Square und Piccadilly Circus inkl. Einkauf bei Lillywhites.

Nach kurzem Abstecher im Supermarkt machten wir uns Richtung Jugendherberge auf, welche ca. 3 Gehminuten von der Victoria Coach Station entfernt war und mit 18,50 € recht preiswert war. Dort angekommen wurde von mir erst mal das Scheißhaus beehrt, die anschließende „Klo-Show“ amüsierte Mike sehr ^^.

Unsere geschundenen Körper verdienten sich eine heiße Dusche, die Müdigkeit machte sich breit und gegen 20 Uhr erreicht man das Reich der Träume.

Kurz vor 7 klingelten die Wecker, Länderpunkt Wales stand heute auf dem Programm. Meiner einer gönnte sich noch eine Dusche und gegen halb 8 gab man an der Jugendherberge die Schlüssel ab und sagte Goodbye. Eaton House in der Ebury Street is auf jeden Fall zu empfehlen, sehr sauber und ruhige Lage.

Mike und ich gönnten uns an der Coach Station noch ein kleines Frühstück, kurz vor 8 wurde der Bus von National Express Richtung Cardiff betreten.

Ausgeruht konnte auf der 3-stündigen Fahrt die durchaus sehenswerte Landschaft genossen werden, 10 nach 11 wurde die walisische Hauptstadt erreicht.

Zuerst führte uns der Weg Richtung Cardiff Central (Hauptbahnhof, keine 400 m entfernt von der Bus Station). Hin- und Rückfahrkarten ins ca. 50 km entfernte Port Talbot wurden gesichert, der Preis mit 4,90 Pounds fair.

Des weiteren erkundigte man sich nach den Öffnungszeiten am Bahnhof, hatte man ja keine Übernachtungsmöglichkeit in Wales. Als man erfuhr, dass dieser von 0-4 Uhr geschlossen sei, machte man sich schon übelste Gedanken an die kommende Nacht, aber kann man eben nix machen.

Als erstes Stand das nahegelegene Millenium Stadium auf dem Programm, welches nur von außen besichtigt wurde, da 5 Pfund doch zuviel des Guten waren. Stadion konnte aber auch so überzeugen, ebenso das anliegende Rugby-Stadion, dass kostenlos besichtigt werden durfte. Anschließend wurde die Burg besichtigt, wiederum nur von außen, da auf der Insel mit Eintrittspreisen nicht gegeizt wird (von 3 Pfund – 12 Pfund konnte man in GB verarscht werden). Kurz vor Mittag auf zur Nahrungssuche, Pizza Hut leider ohne All you can eat-Angebot, also zum goldenen M marschiert. Hamburger schmeckten ebenso lecker wie in London, meiner Meinung nach auf der Insel sogar besser als in Deutschland. Anschließend bummelte man durch die sehenswerte Innenstadt von Cardiff. Insgesamt überraschte mich Wales bzw. Cardiff positiv, ziemlich modern, freundliche Leute und wirklich saugeile, hübsche Frauen/Mädchen. Von 10, die einem über den Weg liefen, konnte man 7 in der Kategorie saugeil bis gut einordnen, London so ähnlich. Das Gerücht über „fette Weiber“ auf der Insel also größtenteils ohne Bedeutung, was man an Miniröcken und ärmellosen Tops sah (10 ° C anscheinend „Hochsommer“ auf der Insel).

Gegen 15 Uhr erreichte man den Hauptbahnhof, Zug allerdings mit ca. 20 Minuten Verspätung (Rückfahrt 40 Minuten Verspätung), was aber net so tragisch war, da wir genug Zeit hatten, denn die Fahrt nach Port Talbot dauerte keine 45 Minuten. Halb 5 in der Stahlstadt angekommen, ältere Frau und 2 Polizisten nach dem Weg gefragt, welche sehr hilfsbereit und überaus freundlich waren. So muss es sein!

In einem Wettbüro noch mal vergewissert, waren also auf dem richtigen Pfad. Vom weiten konnte man schon Flutlicht erkennen, diesem also gefolgt. Eine ältere Frau bestätigte uns, dass dies ein Fußballstadion sei, also dort hin, aber sicherheitshalber no einen Typen mit Bierdose und Schäferhund gefragt, welcher uns den anderen Weg zeigte. Er erzählte uns, dass das beleuchtete Stadion ein Rugby-Stadion sei – er hatte recht. Endlich am Ground an der Victoria Road angekommen, rein in die einladende Stadionkneipe und ein Carling-Bier genehmigt. Nebenbei konnte noch eine Simpsons-Folge im TV verfolgt werden (yvan eht nioj allèz ^^). Halbe Stunde vor Spielbeginn begab man sich um 19 Uhr bei Wind und Regen auf Tribüne und beobachtete die beiden Mannschaften beim Aufwärmen. Mike’s Lieblingsspieler wurde sofort die Nr. 5 von Port Talbot, der Kapitän. Sehr bulliger Typ mit Glatze, in jeden Satz das F-Wort, sehr kultig ^^. Vor 222 Zuschauer wurde die Partie um halb 8 zwischen Port Talbot Town und Haverfordwest County angepfiffen. Das Auswärtsteam ging bei einem reinen Kick and Rush-Spiel schnell in Führung, zur Halbzeit lag der Gastgeber bereits mit 0:3 zurück. Auf der Haupttribüne konnte ein Eigenbrödler mit Trompete entdeckt werden, Support gabs keinen, dafür die netten Pöbeleien gegen den Schiri. In Halbzeit 2 konnten hinter einem Tor ca. 10 Leute entdeckt werden, die Port Talbot etwas „unterstützten“. Rätselhaft bleiben allerdings die Rumänien-Flagge mit der Aufschrift „Bono“, sowie die französische Flagge. Die „Marseillaise“ wurde auch 2 x angestimmt, recht kultig zum anhören, aber doch recht sinnlos. Dem Heimteam gelang  das 1:3, was aber 10 Minuten später ca. 30 Minuten vor Ende zum 1:4-Endstand egalisiert wurde. Insgesamt war es ein recht ansehnliches Spiel ohne jeglichen Support, dafür mit viel Gepöbel. Technik war auf dem Feld nur in Ausnahmen zu erkennen, dafür viel Geholze. 7 Bälle wurde übers Tribünendach geschossen, auf Ballsuche hatten wir aber keine Lust mehr *g*. Zufrieden machte man sich auf den Weg zum Bahnhof, welchen man in 25 Minuten erreichte. Weg im Nachhinein stinkeinfach. Vom Bahnhof aus Richtung Einkaufszentrum, an der Bus-Station vorbei links runter zu einer Kirche, weiter gerade aus und beim Mc Donald’s die Straße rechts nehmen, Hauptstraße immer gerade aus, am Post Office vorbei und die 2. Links einbiegen.

Kurz vor 23 Uhr kam endlich der Zug, von Innen noch 3 walisische Maiden beobachtet, mittlerweile 5 ° C und Regen, aber Minirock und Top trotzdem an. Einfach Wahnsinn! Haderte auf der Tour öfters mit Mike, dass ich evtl. meinen Lebensabend auf der Insel verbringen möchte ;-)

23.30 Uhr erreichte man den Hauptbahnhof, der Burger King in der Innenstadt nahe Mc Donald’s wurde angesteuert, sah man doch ein Plakat am Nachmittag, dass BK freitags bis 4 Uhr morgen offen hat. Mitternacht angekommen und eine Sitzecke für uns allein gesichert, bestellt wurde zwischen Mike und mir immer abwechslungsweise etwas. In der laufenden Nacht konnte die Jugend von Cardiff beobachtet werden, scheinen alle sehr gerne Alkohol zu konsumieren und schmeißen gerne Abfall auf den Boden^^. Besonders angetan hat es mir dann ein Mädel mit einer total versoffenen Stimme, aber ihrer doch freundlichen und kumpelhaften Art. Einfach toll *g*. Die Reihen lichteten sich, Langeweile kam bei uns auf, also spielte man Stadt – Land – Schimpfwort.

Als das Alphabet fast durch war, machte man sich kurz vor 4 h zum Bahnhof auf, um dort noch 90 Minuten die Zeit totzuschlagen. Mike schlief auf einer Gepäckwageneinbuchtung, ich wiederum testete verschiedene Zugverbindungen am Automaten.

5.30 h schlenderte man rüber zum Busbahnhof. Kotze am Boden bestätigten den Alkoholkonsum in Maßen (?), nein – Massen ^^. Total übermüdet stieg man um 6 Uhr in den Bus und pennte richtig ordentlich, stand ja noch sehr viel aufm Programm.

Victoria Coach Station um 9.20 h erreicht, auf zur U-Bahn-Station und Richtung Tower Bridge. Konnte mich sehr überzeugen, sehr schönes Ding. Nächstes Ziel St. Paul’s Cathedral, ebenso ein sehr tolles Bauwerk. Nicht toll die Eintrittspreise, also blieb wie bei eigentlich allen Sachen die Außenansicht. Oxford Street wurde als nächstes beehrt, teure Gegend, was sich auch beim Burger King mit 1,04 Pfund für einen Burger bemerkbar machte. Besuch lohnte sich aber, da meiner einer live sah, wie jemanden ein Tablett mit 0,5 l Cola und Whopper auf den Boden klatschte.

Über Notting Hill wurde nun die U-Bahn-Station Putney Bridge zu unserem Ziel. Heute stand FC Fulham gegen Tottenham Hotspurs auf dem Programm. Den ca. 15-minütigen Weg von der U-Bahn bis zum Stadion führte uns durch einen schönen Park und an Backsteinhäuser vorbei. Kurz nach 13 Uhr bestellte Karten am Schalter abgeholt, Rucksackkontrolle eigentlich nicht vorhanden, es wurden nur von unseren 2 Liter-Colaflaschen die Deckel abgenommen, damit es kein Wurfgeschoss mehr war, sonst nichts. Vorm Block noch etwas Liverpool vs. Chelsea angeschaut, kurze Zeit später aber dann rein ins Vergnügen, konnte man doch kaum erwarten, wo man sitzt. Fest stand, dass wir im Tottenham-Block unsere Sitze haben, aber das es Reihe 9, sprich 5 m Entfernung zum Feld war, das haute uns um. Man konnte die Spieler regelrecht ins Gesicht schauen – ja es schien so, als könnte man mit ihnen reden. Sehr amüsant ein Schild beim Tor mit der Aufschrift „Beware flying footballs“ (dt. Fußball kann dir in die Fresse fliegen ;-). Aufwärmprogramm von Tottenham wurde unter großen Applaus abgehalten. Das Stadion Craven Cottage füllte sich erst 10 Minuten vor Anpfiff, 23.580 Zuschauer (so gut wie ausverkauft) verfolgten die heutige Partie der Londoner Klubs. Um 15 Uhr erfolgte der Anpfiff, beide Teams mit Drang nach vorne, Tottenham optisch überlegen. Nervig fand ich immer, dass man zum Sitzen regelrecht von „Guards“ gezwungen wurde, wie sollen da Fans ihr Team unterstützen? Auf Seiten der Spurs konnte man Spieler wie Berbatov (ehem. Leverkusen), Robinson, Lennon (beide englisch. Nationalteam), Robbie Keane und Malbranque, bei Fulham Moritz Volz (hielt die deutsche Fahne hoch ^^), McBride und Montella beobachten, also ein Spiel mit namhaften Akteuren. Zur Halbzeit torlos, Paul Robinson musste 2 x mit aller Kraft einen Rückstand für die Spurs verhindern, Tottenham mit kleineren Chancen. Kurz nach Pausentee in der 52. Minute Ampelkarte für Fulham, Tottenham damit knapp 40 Minuten in Überzahl. Und so spielten sie auch, dauernd Drang nach vorne, immer wieder einige Chancen, aber der Ball wollte nicht ins Netz

Ca. 5 Minuten vor Schlusspfiff Elfmeter für Fulham, der eingewechselte Montella brachte seine dezimierte Truppe in Führung. 4 Minuten später der Ausgleich, großer Jubel im Block, am Ende 1 Punkt für beide Teams, womit eigentlich beide zufrieden sein können. Stimmung von Fulham kann man als schwach bezeichnen, Tottenham nicht durchgehend am Singen, wenn aber alle mitmachten, ziemlich laut. Am Ende wollte man noch auf Moritz Volz warten, wurde aber etwas derb ausm Ground gebeten, is hier nicht üblich, dass man 10 Minuten nach Abpfiff no im Stadion steht.

Zurück durch den Park, U-Bahn-Station alsbald erreicht und Richtung Victoria Station. Dort im Supermarkt Sainsbury’s Bagels, Croissants, etc. für die Nacht am Flughafen gekauft und mit der Piccadilly Line zu Terminal 2 zurück. Glücklicherweise kaufte man kein extra Ticket für Zone 6, am Flughafen war kein Stempelautomat.

Auf 2 Bänken ohne Armlehne konnte man es sich bequem machen, gegen 21 Uhr fielen die Äuglein zu, Wecker war sicherheitshalber auf 4 Uhr gestellt.

Geweckt wurden wir aber von jemand andern: Um halb 12 tippte mich ein Polizist an. Dachte erst, dass ich haluziniere, deshalb einfach weitergeschlafen. Wieder bemerkte ich etwas, also mal hingesetzt. Hmm, plötzlich 2 Polizisten da, also mal lieber Mike wecken, der auch etwas verdaddert dreinschaute. Hatten wir etwas verbrochen?

Zum Glück nicht, es war eine stinknormale Personenkontrolle zur Sicherheit. Wir bekamen einen Bogen, wo all unsere Daten, Aussehen, Kleidung etc. vermerkt war. Außerdem wurde uns erklärt, dass wir diesen Zettel vorzeigen müssen, falls wir nochmals kontrolliert werden sollten. Insgesamt machten die beiden einen sehr netten Eindruck. Ein Polizist, dessen Frau aus Stuttgart stammt, wünschte uns auf deutsch noch eine gute Nacht.

Nach dieser mysteriösen, aber dennoch kultigen Aktion war die Müdigkeit erst mal dahin, also für ca. 20 Minuten *g*. Gegen 3 Uhr Feueralarm, Blaulicht und ein wild umherlaufender Security-Typ. Betraf uns aber net, also scho mal in die etwas wärmere Check-In-Halle.

Knapp 2 Stunden vor Abflug die Sicherheitskontrollen absolviert, diesmal musste man sogar die Schuhe ausziehen, konnte an diesem Morgen mit Sicherheit gut dampfln ^^.

In der Wartehalle noch etwas BBC geschaut, diesmal sollte es pünktlich nach München zurückgehen. Flugzeug gegen 7 Uhr betreten, da schau her – ca. 20-25 Passagiere. Mike und ich nahmen gleich mal ne eigene Reihe, diese seltene Situation bzw. Privatjet-Feeling muss man mal nutzen. 10 nach 10 erreichte man die bayerische Landeshauptstadt, mit der S-Bahn fuhr man zum Hauptbahnhof zurück und erreichte diesen fast um halb 12, was bedeutete, dass wir das A-Jugend-Spiel vom FCB verpassen würden. Deshalb wurde wegen akuter Müdigkeit und Lustlosigkeit auf Warten das Spiel 1860 gegen Fürth ausgelassen, so dass man 11.44 h den Zug Richtung Regensburg nahm und unser Zuhause um 13.15 h erreichte.

Insgesamt eine sehr schöne Tour, die nach Wiederholung schreit.

 

Fazit:

 

+ weibliche Geschöpfe auf der Insel wirklich top

+ freundliche und hilfsbereite Leute bzw. Polizisten

+ kaum Raucher (Angriff gegen niemanden von mir) auf der Insel

-         Insel teilweise sehr teuer, am besten vom Supermarkt ernähren

-         einfache U-Bahn-Fahrten teuer

 

 

09.03.2007: SpVgg Weiden vs. SSV Jahn Regensburg, 0:0 (Bayernliga), Stadion am Wasserwerk

 

Arbeit konnte glücklicherweise eher verlassen werden, also auf zum Auswärtsspiel nach Weiden. Burgi von seiner Wohnung abgeholt, in Lappersdorf noch Looty & Matze R. reingepackt und los ging die Fahrt. Gegen 17.30 h Weiden erreicht, ziemlich viel Andrang, kein Wunder, wenn mal der glorreiche SSV zu Gast is *g*. Aus Regensburg ca. 150 Gäste vertreten, ein paar grüne & blaue Beamte ebenfalls anwesend. „Gefährliche Regensburger“ müssen eben überwacht werden...

Der Jahn überlegen, mehr als ein 0:0 sprang leider trotzdem nicht heraus, schade. Schnell zum Auto, Abfahrtsstau natürlich nicht entkommen, deshalb einfach sinnlos gehupt ^^.

21 h wieder in der Domstadt gewesen, noch kostenlos in die Donauarena gekommen (vielen Dank ;-) und die 0:3-Heimniederlage der Eisbären gegen den EHC aus München verfolgt.

 

 

18.03.2007: FC Erzgebirge Aue vs. Kickers Offenbach, 2:1 (2. Bundesliga), Erzgebirgsstadion

 

Langweiliger Sonntag, also auf zum Fußball. So dachte auch Burgi, also auf ins Erzgebirge nach Aue. Nach ereignisloser Fahrt durch Wald und Pampa 1 Stunde vor Spielbeginn unser Ziel erreicht, Karten neben Gästeblock gesichert, wo man ca. 200 Gäste aus Offenbach sah. Stadion selbst liegt sehr idyllisch, von Wald und Wiesen umgeben, wunderbar. Nach einer langweiligen Halbzeit erzielte Aue in der 65. Minute das 1:0, im Gegenzug gleich das 1:1. Stimmung von beiden Seiten eher mittelmäßig, richtig laut wurde es nur, als der Gastgeber in der letzten Minute das 2:1 schaffte, was auch den Endstand bedeutete. Raus aus dem Stadion und Richtung Bahnhof, welcher etwas genauer begutachtet werden konnte. Keine Fensterscheiben, Türen kaputt. Kult.

Halb 5 traf der Zug ein, Rückfahrt ebenfalls ereignislos.

Sonntag sinnvoll verbracht, netter Ausflug.

 

 

23.03.2007: FC Ingolstadt 04 vs. KSV Hessen Kassel, 2:0 (Regionalliga Süd), Bezirkssportanlage Mitte

 

Urlaub musste abgebaut werden, wunderbar. Auf nach Ingolstadt. Burgi ebenfalls mit von der Partie, also sollte uns der Zug in die Audistadt bringen. Fahrt etwas unruhig, einige Punks mussten ihre Musik besonders laut abspielen und gegen den Staat schimpfen. Ein anderer Fahrgast drohte mit der grünen Staatsmacht und gab auch öfters mal „gute Kommentare“ von sich, sehr fein ^^. Schaffner kam auch hinzu, drohte ebenfalls mit der Polizei, Ruhe kehrte ein.

Gegen 18 Uhr erreichten wir Ingolstadt, mit dem Linienbus weiter zum Stadion.

Aus Kassel ca. 250 Gäste anwesend, nicht schlecht, ebenso deren Stimmung. Von den Fans aus Ingolstadt nichts zu hören, ganz schwach. Spiel war mittelmäßig, der Gastgeber erzielte nach 20 Minuten das 1:0, in der letzten Minute nach einem klassischen Konter das 2:0.

Mit dem Bus wieder zurück zum Bahnhof und nach diesmal ereignisloser Fahrt Regensburg ca. um 23 Uhr erreicht.

 

 

29.04.2007: ZFC Meuselwitz vs. FSV Zwickau, 1:4 (Oberliga NOFV-Süd), bluechip-Arena

 

Tags zuvor noch den 2:0-Heimsieg des SSV gegen Aindling verfolgt, führte uns der Weg am heutigen Sonntag nach Meuselwitz. Treffpunkt die OMV-Tanke beim Jahnstadion, Zico stellte den Mietwagen, weitere Mitfahrer Bronsky und Burgi. Den Fiat brav aufgetankt und los. Nee, nix da. Der Wagen springt einfach nicht an, Gründe unbekannt. Also den Wagen erst mal von der Zapfsäule weggeschoben. Burgi hatte wohl zu viel Spinat gespeist, der Fiat landete in einer Hecke, Kult. Zum Glück keine Kratzer etc.

Mittlerweile wurden die gelben Engel angefunkt, sie wollten schnellstens vorbeikommen.

Immer wieder am Schlüssel gedreht, und siehe da, Motor an! Wunderbar, endlich geht’s los.

Im Auto gute Stimmung, Oldies und Kultgespräche sorgten dafür ^^. In ostdeutschen Dörfern konnten wir dann Straßen mit Schlaglöchern befahren, hier scheint die Welt wohl noch in Ordnung zu sein *g*.

Irgendwann das Stadion erreicht, am Gästeparkplatz unser Auto abgestellt und von den Grünen kritisch beäugt worden. Hier kommen wohl nicht all zu viel Leute mit Mietwagen. Zeit genug vorhanden, also in der Vereinsgaststätte eingekehrt. Hier ist es wohl üblich, dass man zur Begrüßung auf den Tisch klopft, Kult.

Kurz vor 14 h Richtung Stadion und neben den Gästeblock gestellt, wo heute ca. 400 Anhänger aus Zwickau begrüßt werden konnten, welche auch gleich ihr Team nach vorne peitschten, die Meuselwitz-Anhänger sehr ruhig. Stadionwurst ziemlich lecker, Wetter wunderbar. Nach 90 Minuten stand es 4:1 für die Gäste aus Zwickau. Spieler und Fans mit einem gemeinsamen „Uffta“, sehr nett zum Anschauen und Anhören.

Parkplatz konnte schnell verlassen werden, auf den Weg Richtung Autobahn wieder Dörfer passiert und ein paar Jungs auf einem NVA-Laster erblickt, welche auch jeden Bürger auf der Straße „grüßten“ ^^. Ordentliche Schlagermusik und Bundesligaergebnisse auf der Rückfahrt und schon war man wieder daheim. Netter Sonntag.

 

 

06.05.2007: SV Wacker Burghausen vs. FC Carl Zeiss Jena, 1:1 (2. Bundesliga), Wacker-Arena

 

Auswärtsspiel vom Jahn konnte am Freitag in Würzburg wegen Arbeit nicht besucht werden, es sollte trotzdem kein fußballfreies Wochenende werden. Carl Zeiss Jena war in Burghausen zu Gast, Abstiegskampf pur, ein Spiel mit Brisanz. Burgi zeigte ebenfalls Interesse uns so gings mit dem Zug Richtung österreichische Grenze. Ab Landshut sehr viele Jena-Fans im Zug, so durfte ich ein Gruppenfoto machen und mit Bier anstoßen. Ab Mühldorf wurden wegen Gleisarbeiten Busse eingesetzt, wo auch Wacker-Fans mitfuhren, blieb aber alles friedlich. Fast 2 Stunden vor Spielbeginn das Stadion erreicht, Karten gesichert und in einer Sporthalle Jugendhandball verfolgt. 13:15 Gegengerade betreten, aus Jena ca. 500 Gäste anwesend, welche auch mächtig Stimmung machten. In der 33. Minute war der Gästeblock am Ausflippen – 1:0-Führung und auch Halbzeitstand. Burghausen wäre in diesem Moment sicher abgestiegen.

Nach dem Pausentee setzte heftiger Regen ein, aber den Anhängern aus Jena wars egal, sie feierten weiter und peitschten ihr Team nach vorne. Die Fans von Burghausen am heutigen Tag nicht all zu laut, lag wohl auch am Spielstand.

In der letzten Minute traf Wacker zum Ausgleich, Heimfans am Feiern, Jena enttäuscht. Einige Ordner mussten gegen die Gästefans wohl besonders hart vorgehen, Gründe konnte ich nicht erkennen, nur, dass sich die Fans aus Jena zur Wehr setzten.

Nach dem Spiel schnell raus aus dem Stadion und zum Busbahnhof. Auf den Weg dort hin erblickte man einige Krankenwagen und Polizeiautos, die Richtung Stadion rasten. Muss wohl doch noch heftiger gekracht haben. Bus war da, wieder zurück nach Mühldorf und auf einer ereignislosen Heimfahrt mit dem Zug zufrieden Regensburg erreicht.

 

 

13.05.2007: Wedeler TSV vs. TuS Germania Schnelsen 1921, 1:2 (Verbandsliga HH), Elbestadion

15.05.2007: SC Victoria Hamburg vs. SV Curslack-Neuengamme, 4:1 (Verbandsliga HH), Stadion Hoheluft

 

Mitte Mai stand eine Klassenfahrt nach Hamburg zwecks Hafenbesichtigung, Containerterminal etc. an. Dies brachte mich auf den Plan, in und um Hamburg Fußballspiele anzuschauen. Die Partien der Verbandsliga HH waren ausgesucht, Sonntag um 5 Uhr begann ziemlich angetrunken (Jahn-Aufstieg gefeiert *g*) die Reise nach Hamburg, 12 h den Hauptbahnhof erreicht und per pedes zur Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ (bei Landungsbrücken). Dieses Hostel kann man nur weiterempfehlen, sehr sauber und für knapp 27 Euro/Person mit Frühstück und Abendessen auch preisgünstig.

Nach der Stadtrundfahrt am Nachmittag stand abends schon das 1. Spiel an. Der Wedeler TSV empfing Germania Schnelsen. Mit dabei Mike, Benni und Tobi. So gings mit der S 1 zur Endstation nach Wedel (Kreis Pinneberg). Von dort ca. 15 Minuten zu Fuß vorbei an Polizei und durch ein Wohngebiet erreichte man pünktlich zum Anstoß das Elbestadion. Nach einer mittelmäßigen Partie gewannen die Gäste mit 2:1, Wedel in akuter Abstiegsgefahr, „Heimfans“ sehr enttäuscht.

Nun wieder zurück zur Jugendherberge, über die anschließend durchzechte Nacht hülle ich lieber den Mantel des Schweigens *g*.

Das nächste Fußballspiel stand erst am Dienstag wieder an. Nach Hafenrundfahrt und Stadtrundgang führte uns der Weg zum Stadion Hoheluft von Victoria Hamburg. Mit der U 3 zur Station Hoheluftbrücke und die Hauptstraße immer entlang gehen. So erreichten wir nach ca. 25 Minuten Fußweg das Stadion. Zu Gast bei Victoria heute der SV Curslack-Neuengamme, Kult. Der Ground liegt sehr schön zwischen Bäumen, man könnte fast meinen, dass man in einem Park oder übertrieben gesagt „Wäldchen“ verweilt. Auf jeden Fall ein nettes Stadion. Spiel über 90 Minuten sehr flott und mit vielen Torchancen auf beiden Seiten, wobei Victoria das glücklichere Team war und letztendlich verdient mit 4:1 siegte. Zurück zur U-Bahn-Station, Suff war am Abend wieder angesagt. Klassenfahrt nach Hamburg hat sich auf jeden Fall rentiert, erst recht, wenn man auch noch 2 Fußballspiele mitnehmen kann.

 

 

20.05.2007: FC Ismaning vs. SSV Jahn Regensburg, 1:0 (Bayernliga), Stadion Lindenstraße

 

Das 1. Spiel nach dem Aufstieg stand auf dem Programm, diesmal gings in den Münchner Vorort Ismaning. Mit dem Zug bis Freising, von dort mit dem Flughafenbus und S-Bahn weiter, schon hatte man sein Ziel erreicht. Stadion alsbald erreicht und das ein oder andere Bierchen bei Traumwetter konsumiert.

Spiel begann, ebenso die Party der ca. 150 mitgereisten Jahnfans. Man feierte Spieler und Verein über 90 Minuten, die 1:0-Niederlage war eigentlich jedem scheißegal.

Nach Spielende zurück zur S-Bahn-Station und nach einem schönen Sonntag Regensburg am Abend erreicht.

 

 

09.06.2007: SV Alemannia Haibach vs. TSG Thannhausen, 0:3 (Relegation zur Bayernliga), Sportpark Ansbach

 

So ziemlich jede Liga war fertig, aber es gibt ja noch das schöne Wort „Relegation“. So dachte auch Burgi. Unser Ziel heute Ansbach, auf dem Programm SV Alemannia Haibach (Landesliga Nord) gegen TSG Thannhausen (Landesliga Süd). Beide in der regulären Saison auf Platz 2, der Sieger der heutigen Partie steigt in die Bayernliga auf. Mit dem Zug über Nürnberg und den Zug Richtung Ansbach 1 Minute vor Abfahrt erreicht, DB mal wieder mit Verspätung -.-

Naja, wir haben den Zug zum Glück erreicht, also war der Ärger schnell verflogen. Ansbach zeitig erreicht, raus aus dem Bahnhof und links entlang Richtung Stadion. Hatte heute Zeit und auch schönes Wetter, da kann man schon mal zu Fuß gehen. Nach ca. 30 Minuten den Sportpark erreicht und rein ins Vergnügen. Aus Haibach etwa 200 Leute dabei, aus Thannhausen schätzungsweise 80-120.

Stimmungsmäßig war meiner Meinung nach die Alemannia besser, auf dem Feld allerdings die TSG, welche am Ende doch eindeutig mit 3:0 siegten. Nach dem Abpfiff erfolgte ein Platzsturm der Anhängerschaft aus Thannhausen, welche ausgelassen den Aufstieg in die Bayernliga feierten.

Zurück zum Bahnhof und über Nürnberg (diesmal pünktlich) Regensburg erreicht.

Relegation macht Spaß.

 

 

13.06.2007: FC Amberg vs. DJK Ammerthal in Schwarzenfeld, 4:2 n. E. (Relegation Landesliga  Mitte), Sportpark Schwarzenfeld

 

Relegation stand wieder auf dem Programm: Milan stellte sein Auto zur Verfügung, ebenfalls mit dabei Mike und ein Kumpel von Milan, der ein Sixpack Bier mitbrachte, wunderbar.

So verging auch die Fahrt nach Schwarzenfeld recht schnell, schockierend nur ein übler Motorradunfall an einer Kreuzung, hoffentlich nix Schlimmes passiert. Auto auf einem Feldweg abgestellt und rein ins Vergnügen. FC Amberg (15. Landesliga Mitte) spielte heute gegen den 2. der BOL Oberpfalz, DJK Ammerthal. Im Prinzip ein Derby, sind doch beide Orte gerade mal 8 km voneinander entfernt. Obi rief mich noch an und so traf man sich zu einem kurzen Plausch.

Im Sportpark von Schwarzenfeld heute unglaubliche 3000 (!) Zuschauer, rappelvoll der Laden. Konnte also recht brisant werden.

Von den Zuschauern gab es öfters Anfeuerungsrufe, aber durchgehender Support war nicht vorhanden. Is eben doch noch Provinz *g*.

Chancen auf beiden Seiten, Tore auf keiner Seite. Nun Verlängerung, aber kein Team konnte den entscheidenden Treffer erzielen, war aber wenigstens besser als die reguläre Spielzeit.

Showdown bzw. High Noon in Schwarzenfeld – Elfmeterschießen, welches der Landesligist aus Amberg mit 4:2 gewinnen konnte. Ammerthal am Boden zerstört, müssen in der BOL bleiben, grenzenloser Jubel bei den gelb-schwarzen aus Amberg.

Zurück zum Auto und zufrieden Regensburg erreicht.

 

 

21.07.2007: SV Werder Bremen vs. FC Bayern München in Düsseldorf, 1:4 (1/4-Finale Liga-Pokal), LTU-Arena

 

Eigentlich sollte ich mich dafür schämen, dass ich mir den Ligapokal, der durch einen Pay-TV-Sender gesponsort wird, anschaue. Wollte aber unbedingt mal nach Düsseldorf, nicht nur wegen dem Stadion.

Mit Dauer-Spezial über Frankfurt und Köln erreichte man gegen Mittag Düsseldorf. Burgi erwartete mich bereits dort, er musste einen Zug eher nehmen, weil meiner ausgebucht war.

Wir schlenderten etwas durch Düsseldorf und landeten beim Rheinturm. 3 Euro für eine wunderbare Aussicht opferte man gerne und man blieb etwas länger in der Cafeteria bei einer Höhe von 170 m sitzen.

Nun wurde es Zeit, also auf zum Stadion. Dort konnten wir noch ein paar Minuten von Schalke vs. KSC verfolgen, ehe das Topspiel Bremen vs. Bayern München folgte. Dieses Jahr war das Stadion komplett ausverkauft.

In der 9. Minute ging Bremen durch Tim Borowski in Führung, doch München schaltete den Turbo ein und drehte das Spiel innerhalb von 12 Minuten durch Schweinsteiger, Altintop (geiles Tor) und Ribery. Zur Pause 3:1 für die Bayern.

10 Minuten nach Wiederbeginn das 4:1 durch einen Elfmeter, erneut Ribery. Der Franzose unglaublich stark am Ball, sehr gute Übersicht.

Nach dem Spiel stärkte man sich bei Schnitzel-Huber, ehe die Kneipentour begann. Gegen 3 h morgens beendeten wir dieses Spektakel, ich kaufte mir am Bahnhof noch ein Bier und so warteten wir etwa 1 Stunde auf unseren EC, der uns direkt nach Regensburg führen sollte.

Ich verpennte die komplette Rückfahrt, so dass ich laut Burgi die wohl schönste Bahnstrecke Deutschlands direkt am Rhein verpasste. Naja, Rausch ausschlafen war mir zu dem Zeitpunkt wichtiger *g*.

Gegen 11 h in der Früh erreichten wir zufrieden Regensburg. Düsseldorf is zum Weggehen richtig geil.

 

 

04.08.2007: Stuttgarter Kickers vs. SSV Jahn Regensburg, 1:3 (Regionalliga Süd), Stadion an der Waldau

 

Das 1. Spiel der Regionalliga gegen Unterhaching noch verpasst, da man am Wolfgangsee beim Zelten war, sollte es heute mit dem Zug nach Waldau zu den Stuttgarter Kickers gehen.

Nach ereignisloser Fahrt erreichte man gegen 13.30 h das Stadion, Gästeblock bereits gut gefüllt (ca. 200 Gästefans). Fernsehsender wollte bei uns im Block filmen, dies ließen wir nicht zu, denn die Schmähgesänge waren wohl zu viel *g*.

Die Gastgeber führten nach knapp 20 Minuten mit 1:0, doch kurz vor der Halbzeit erzielte Stoilov das 1:1, was auch der Halbzeitstand war.

Kurz nach dem Pausentee das 2:1, erneut Stoilov. Gästeblock ging richtig gut ab, insgesamt wars ein recht guter Support über die 90 Minuten.

25 Minute vor Spielende wohl Ekstase hoch 15 – Stoilov machte sein 3. Tor, die Vorentscheidung.

6 Punkte aus 2 Spielen, perfekter Start.

Zurück zur S-Bahn-Station und wieder Heim nach Regensburg.

Geile Auswärtsfahrt, die Lust auf mehr macht.

 

 

05.08.2007: 1. FC Gera 03 vs. FC Carl Zeiss Jena, 0:3 (DFB-Pokal 1. Runde), Stadion der Freundschaft

 

Gestern noch in Stuttgart, heute in Gera – DFB-Pokal stand auf dem Programm, genauer gesagt Gera vs. Jena, Thüringen-Derby.

Konnte also ein brisantes Duell werden. Burgi sah dies ebenfalls so, im Zug gequatscht und gelesen und schon war man in der BuGa-Stadt. Weg führte uns gleich zum Stadion. Hmm, man muss über das Geländer der Bundesgartenschau gehen. Sehr schön, bin ja ein Botanik-Freak ^^.

Wir hatten unsere Plätze in der Nähe vom Gera-Block, aus Jena schätzungsweise 2000 Gäste, welche ihr Team richtig gut nach vorne peitschten.

Nach knapp 20 Minuten das 1:0 für die Gäste, kurz vor der Halbzeit sehr geiler Freistoß der Gastgeber, welcher nur cm am linken oberen Eck vorbeiflog.

Zur Pause 1:0, übelste Hitze, also Cola und Bratwurst geholt. 2. Hälfte wurde angepfiffen, Gera drückt, kommt aber nicht zu richtigen Torchancen.

In der 76. und 84. Minute Tore durch Jena, die Vorentscheidung. Gäste außer sich vor Freude.

Spiel vorbei und gleich Richtung Bahnhof. Nach ereignisloser Fahrt erreichten wir gegen halb 9 zufrieden Regensburg.

Jena macht richtig viel Spaß, sehr gute Fanszene.

 

 

14.09.2007: FC Amberg vs. SSV Jahn Regensburg II, 0:1 (Landesliga Mitte), Stadion Am Schanzl

 

Dank Frühschicht konnte endlich mal das „Stadion am Schanzl“ in Angriff genommen werden, mit dabei Burgi. Mit dem Zug über Schwandorf erreichte man zeitig Amberg. Kurz nachgefragt, wo es zum Stadion geht, gute Infos erhalten. Vorbei an JVA und an der Tankstelle links, gerade aus durch einen Park und über ne Brücke, schon war man da.

Im Stadion selbst ca. 450 Zuschauer, Gäste aus Regensburg sonst nicht zu sehen. Sind wir etwa die Einzigen ^^?

Spiel selbst ganz schwach, erst in der 78. Minute endlich ein Tor, die 2. Mannschaft vom Jahn führte mit 1:0.

In der 85. Minute rote Karte für unsere rot-weißen Kicker, aber am Ergebnis änderte sich zum Glück nichts.

Nach dem Spiel etwas in Amberg umhergeschlendert, ehe wir zurück zum Bahnhof mussten.

Zurück wieder über Schwandorf und kurz nach 22 Uhr Regensburg erreicht.

 

 

16.09.2007: FK Usti nad Labem vs. SK Sparta Krc, 0:1 (2. Liga Tschechien), Mestsky stadion Usti nad Labem

16.09.2007: FK Teplice vs. AC Sparta Prag, 2:1 (Gambrinus Liga CZ), Na Stinadlech Teplice

 

Sonntag, ein wunderbarer Tag, um einen kleinen Tagesausflug nach Tschechien zu machen. So dachten auch Obi und Bronsky, also Mietwagen geholt und über Waidhaus zum 1. Ziel nach Usti nad Labem (Aussig). Fahrt bei wunderschönem Wetter sehr chillig, Musik, Gespräche und das Beobachten von deutschen Autos, die auf der Straße bei weiblichen Personen stehen blieben ^^, sorgten ebenfalls für Erheiterung im Gefährt.

Kurz nach 14 Uhr das Stadion erreicht, zu Gast der Kultverein Sparta Krc. Zur heutigen Zweitligapartie kamen ca. 300 Zuschauer, bis auf ein paar Anfeuerungsrufe keine Stimmung vorhanden, aber braucht man in Tschechien nicht unbedingt. Da ist ein kühles Pivo schon wichtiger *g*. Spiel selbst auch eher uninteressant, der Gast aus Krc siegte mit 1:0.

Raus aus dem Stadion und ab zum Auto. Nächstes Ziel Teplice, zuvor in einem „Hinterhof“ ne Pizza gegessen, welche trotz des seltsamen Ambiente mundete. Anschließend direkt zum Stadion, Parkplatzsuche nicht ganz einfach, aber am Ende mit Glück doch noch eine Lücke gefunden.

Im Stadion konnten heute 14.700 Zuschauer begrüßt werden, davon schätzungsweise 800 aus Prag, die ab und an recht laut waren, die Fans von Teplice eher ruhig. Vor Spielbeginn gabs ne Schweigeminute für den ehemaligen Trainer Vlastislav Marecek, der im Alter von nur 41 Jahren einem Krebsleiden erlegen war. Nun wurde angepfiffen, Spielverlauf ist schnell zu erzählen, 10 Minuten vor Pausentee das 1:0 für den Gastgeber.

Nach Wiederanpfiff drückte Sparta, der Ausgleich in der 67. Minute. Allerdings bliebs nicht lange bei diesem Ergebnis, denn Martin Fenin (mittlerweile bei Eintracht Frankfurt) erzielte das 2:1 für Teplice. Am Ende nur noch Sparta Prag am Angreifen, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Erwähnenswert ist noch, dass Sparta-Kapitän Tomas Repka in der Nachspielzeit die Ampelkarte erhielt und darüber so wütend war, dass er Schiedsrichter, Ordner und sogar einen Kameramann attackierte. Die Gästefans natürlich auch am Ausflippen, paar Gegenstände wurden aufs Spielfeld geworfen und etwas Rauch war zu sehen.

Das Spektakel nun verlassen und auf zum Auto. Über Landstraßen und Autobahnen Richtung Grenze, zuvor noch getankt und Getränke gekauft. An der Grenze nun folgendes Szenario:

Es ist etwa Mitternacht, 3 Jugendliche, ein Mietwagen.

Beamter: „Wo kommen Sie her?“

Wir: „Tschechien.“

Beamter: „Wo fahren Sie jetzt hin?“

Wir: „Heim.“

Hmm, nun wurden unsere Personalausweise etwas genauer unter die Lupe genommen, ebenso unsere Rucksäcke. Da wir allerdings brave Burschen sind, konnte bei uns natürlich nix Verbotenes gefunden werden, haha.

Fahrt fortgesetzt und gegen 1 Uhr Regensburg wieder erreicht. Schöner Sonntagsausflug.

 

 

20.09.2007: FC Bayern München vs. CF Os Belenenses Lissabon, 1:0 (UEFA-Cup 1. Runde), Allianz-Arena

 

Irgendwann mal 2 Karten für das UEFA-Cup-Spiel Bayern München vs. Belenenses Lissabon gekauft und mit Mike einen zweiten Mitfahrer recht schnell gefunden, wunderbar. Nach der Berufsschule direkt zum Bahnhof, Schultaschen ins Schließfach und für jeden ein Sixpack Pils mit in den Zug genommen. Fahrt war also sehr süffig und die 6 Flaschen nach knapp 1,5 Stunden leer. In München gleich in die nächste U-Bahn Richtung Fröttmaning, aber irgendwie kam man trotzdem erst zur 15. Minute in der Arena an. Macht nix, denn 5 Minuten später erzielte Luca Toni das 1:0, was auch das einzige Tor in meinem 1. UEFA-Cup-Spiel war. Stimmung erschreckend schwach, wirklich sehr ruhig. Da vermiss ich doch etwas das Olympiastadion. Grottenkick war endlich vorbei, sofort raus und mit U-Bahn zurück zum Hauptbahnhof. Bei BK noch etwas Proviant für die Rückfahrt gekauft und kurz nach 1 h Regensburg erreicht. Spiel selbst stinklangweilig, aber wenigstens mal UEFA-Cup gesehen.

 

 

21.09.2007: TSV 1860 München vs. FC St. Pauli, 2:1 (2. Bundesliga), Allianz-Arena

 

Tags zuvor noch bei Bayern München vs. Belenenses Lissabon, heut 2. Bundesliga, 1860 München vs. St. Pauli. Wollte unbedingt mal den Kultverein aus Hamburg live sehen. So dachten auch Looty und Matze R. Burgi fuhr auch nach München mit, da er aber St. Pauli nicht mag, schaute er sich lieber Heimstetten vs. Bad Kötzting an.

Nach ereignisloser Fahrt ca. um 17 Uhr am Münchner Hauptbahnhof angekommen, rein in die U-Bahn nach Fröttmaning und am Kartenschalter sehr lange angestanden, da wir Karten für den Gästeblock wollten. Also wie gestern wieder zu spät in die Arena gekommen, diesmal ca. 10 Minuten. Da hatten wir Glück, denn 3 Minuten später das 1:0 für die Löwen, eine Viertel Stunde später das 2:0.

St. Pauli gab allerdings nicht auf, denn 5 Minuten nach dem 2:0 der Anschlusstreffer für die Gäste nach einem sehenswerten Freistoß.

In der Halbzeit wurde auf dem Oberrang ein Banner gezeigt, welcher Werbung für das vermeintlich letzte Spiel im Grünwalder Stadion machte. Damit soll das altehrwürdige Stadion vor der Abrissbirne gerettet werden. Feine Sache! Gegner in diesem Spiel ist sogar unser geliebter SSV, wäre wirklich toll, wenn viele Zuschauer kommen.

Nach dem Pausentee war hauptsächlich St. Pauli am Drücker, doch der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Sie hätten es wirklich verdient, doch so siegte 1860 mit 2:1.

Stimmung von beiden Seiten ziemlich gut, nicht wie gestern beim UEFA-Cup. Wunderbare Sache. Aus Hamburg bzw. im Gästeblock waren meines Erachtens ca. 10.000 Fans, wobei wohl sehr viele „Umlandfans“ bzw. Leute im Block waren, die mal St. Pauli live sehen wollten (so wie wir *g*).

Insgesamt waren in der Arena 46.500 Zuschauer, ordentliche Kulisse für die 2. Liga.

Nach dem Spiel gleich zur U-Bahn-Station und irgendwo zufällig Burgi getroffen, der aus Heimstetten auftauchte.

Am Hauptbahnhof noch Proviant gekauft und kurz vor 23 h zufrieden Regensburg erreicht.

 

 

03.10.2007: SpVgg 07 Ludwigsburg vs. TSF Ditzingen, 3:1 (VL Württemberg), Ludwig-Jahn-Stadion

03.10.2007: VfL Sindelfingen vs. SV Bonlanden, 3:5 (VL Württemberg), Floschenstadion

03.10.2007: SV Waldhof Mannheim vs. VfR Mannheim, 6:0 (Oberliga BW), Carl-Benz-Stadion

 

Tag der Deutschen Einheit, Tag des Hoppens. So dachten auch Obi und Zico, der sein Auto zur Verfügung stellte. In Schwabach noch Nobbi vom Bahnhof abgeholt, dieser musste aber erst noch gefunden werden. Also einen Passanten gefragt, der wohl jeden Quadratmeter seiner Stadt kennt, fand man doch direkt den Hauptbahnhof.

Gegen 10.30 h unser erstes Ziel Ludwigsburg erreicht. Auf dem Weg zum Stadion traf man noch ein paar andere Hopper. Zum Intro gabs vom Gast aus Ditzingen etwas Rauch, Ludwigsburg am Singen, für Verbandsliga ok.

Der Gastgeber führte zur Halbzeit 2:0. Wir wechselten auf die Haupttribüne, Obi und ich gönnten uns ein Weißbier und verfolgten bei strahlenden Sonnenschein die 2. Hälfte. Ditzingen schaffte noch den Anschlusstreffer, doch das 3:1 für Ludwigsburg war dann die Vorentscheidung.

Zurück zum Auto, nächstes Ziel Sindelfingen. Hmm, kenn ich doch irgendwo her, aber nicht so schlimm, doppelt gekreuzt hält besser *g*. Heute stand allerdings die Verbandsligapartie der Männer zwischen Sindelfingen und Bonlanden auf dem Programm. Davor noch in der Vereinsgaststätte auf der Terrasse gespeist und anschließend auf die Tribüne, wo ein paar Heimfans im Eck etwas trällerten.

Spiel sehr kurios: Nach 13 Minuten führten die Gäste mit 0:1, 20 Minuten später Ampelkarte für Bonlanden, 2 Minuten später Ausgleich, aber kurz vor Halbzeit erneute Führung für die Gäste, 1:2 zur Pause.

In der 62. und 65. Minute das 1:3 und 1:4, das 4. mit der Kategorie „Tor des Monats“, genau in den Winkel. 3 Minuten später 2:4, Hoffnung bei Sindelfingen. In der 76. Minute das 2:5 nach einem Freistoß aus Rund 40 Meter Entfernung, der Torwart von Sindelfingen in diesem Moment wohl jenseits von Gut und Böse.

Das 3:5 kurz vor Schluss nach einer Bogenlampe vom linken Strafraumeck, was jedoch Sindelfingen nichts brachte. Für die rund 200 Zuschauer im Stadion ein sehr ansehnliches Spiel mit vielen, teilweise auch kuriosen Toren.

Das nächste Ziel nun Mannheim, genauer gesagt das Derby zwischen Waldhof und VfR.

Nobbi war bereits im Carl-Benz-Stadion, ihn ließen wir irgendwo auf der Strecke raus, Reise ging nun zu 3. weiter. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Mannheim gegen 18.50 h das Auto in einem Industriegebiet unweit vom Stadion abgestellt und einen kleinen Sprint eingelegt. Vor den Kartenhäuschen übelster Menschenauflauf, Derby zieht die Massen an.

Nach langem Warten waren Zico und ich gegen 19.10 h pünktlich zum Anpfiff im Stadion. Laut Obi verpassen wir „nur“ eine Schweigeminute und eine überaus ansehnliche Choreo. Im Stadion ca. 5000 Zuschauer, stattliche Kulisse für Oberliga. Das 1:0 für Waldhof durch einen Elfmeter, das 2:0 kurz vor der Halbzeit. Obi hatten wir auch wieder gefunden, 2. Hälfte wurde nun gemeinsam neben dem Waldhof-Fanblock verfolgt. Die Gastgeber spielten sich in einem Rausch, das Endergebnis 6:0. Die VfR-Fans natürlich komplett bedient, packten ihre Fahnen bereits beim 3:0 ein. Nach dem Spiel H-U-M-B-A (nach jedem Buchstaben ein Fangesang) und zig Bengalen im Waldhof-Block. Hoffentlich kommt dieses Team so schnell wie möglich wieder rauf in die Regionalliga. Nein, am besten 3. Profiliga. Die Fans hätten es auf jeden Fall verdient. Auf dem Weg aus dem Stadion spielte auf einer Bühne eine Coverband der Böhsen Onkelz, die Wilden Jungz, Kult.

Auto kurze Zeit später erreicht und ab auf die Autobahn. Ich erklärte Zico meinen hochinteressanten Beruf Speditionskaufmann ^^ und so verging die Heimfahrt recht schnell. Gegen Mitternacht hatte uns Regensburg wieder. Toller Feiertagsausflug mit 18 Toren in 3 Spielen!

 

 

12.10.2007: Victoria Aschaffenburg vs. SG Eintracht Frankfurt, 1:5 (Testspiel), Stadion am Schönbusch

 

Urlaubstag sollte für ein Fußballspiel genutzt werden, Zico machte den Vorschlag, Aschaffenburg gegen Eintracht Frankfurt anzuschauen, ein Testspiel. Weitere Mitfahrer Bronsky und Burgi, somit 4 Leute im Zicomobil.

Kurz nach 13 h Abfahrt am Jahnstadion, Stau musste eingeplant werden, aber man erreichte das Stadion am Schönbusch nach einer kultigen Fahrt mit Oldies recht pünktlich.

Im Gästeblock ca. 200 Frankfurt-Fans, Stimmung an diesem Abend aber auf beiden Seiten nicht vorhanden. Vor knapp 3000 Zuschauern siegte die SGE nach einer 3:0-Führung zur Halbzeit am Ende mit 5:1.

Nach dem Spiel schnell zum Gefährt und ab auf die Autobahn. In Höhe Würzburg dann ein übler Stau, der uns ca. 45 Minuten gekostet hat. Nicht so tragisch, wäre auf der Hinfahrt viel schlimmer gewesen.

Gegen 23 Uhr erreichten wir nach einer sonst ereignislosen Rückfahrt zufrieden Regensburg.

 

 

17.10.2007: Deutschland vs. Tschechien in München, 0:3 (EM-Qualifikation), Allianz-Arena

 

Wollte schon immer mal ein Spiel der deutschen A-Mannschaft sehen, deshalb für das Spiel in München einfach 2 Karten geordert. Irgendwann lag ein „komisches Paket“ auf meine Bett. Dachte zuerst an Werbung, aber als ich das Ding öffnete, traute ich meinen Augen nicht: Ich bekam tatsächlich 2 Tickets für das EM-Qualifikations-Spiel Deutschland vs. Tschechien.

Maxi zeigte Interesse für dieses Spiel, so fuhren wir mit seinem Auto nach München. Da uns 10 Euro Parkgebühr zu teuer war, stellten wir das Gefährt in einer Wohnsiedlung in Kieferngarten ab und fuhren eine Station mit der U-Bahn. Hatte von meinem letzten Tschechien-Aufenthalt noch eine Dose mit Branik-Bier dabei, was die Fans aus unserem Nachbarland sehr positiv fanden *g*.

Gegen 20 Uhr unsere Plätze im 3. Oberrang eingenommen und andere Leute beobachtet.

Im Unterrang konnte ich einen Doppelhalter mit folgenden Worten erkennen: „Wenn die Mannschaft einläuft, bitte alle Zettel hochhalten“. Irgendwie erbärmlich, wenn nur so eine Choreo zu Stande kommt.

Nun wurden die Nationalhymnen gespielt, anschließend liefen die Mannschaften ein, Choreo klappte anscheinend auch reibungslos ^^.

In der 2. Minute gingen die Tschechen in Führung, die knapp 4000 Gästefans aus dem Häuschen. Rund 20 Minuten später das 2:0, man merkte dem deutschen Team an, dass sie bereits für die EM qualifiziert sind. Und man merkte, dass Tschechien unbedingt 3 Punkte holen wollte, damit sie ebenfalls sicher dabei sind.

Nach dem Pausentee die ein oder andere Chance für unsere deutschen Kicker, aber nie wirklich gefährlich. Anders die Tschechen. Es wurde nicht lang gefackelt, in der 64. Minute die Vorentscheidung, 3:0, die Gästefans völlig aus dem Häuschen.

Von den Deutschland-Fans war stimmungsmäßig bis auf ein paar Deutschland-Rufe im Prinzip nichts zu hören, ganz schwach.

Die Gästefans waren ab und zu laut, aber auch nur, wenn alle mitzogen.

Spiel war „endlich“ vorbei, Niederlage kann einem im Prinzip scheißegal sein.

Mit der U-Bahn wieder zurück zum Auto, kaum Abfahrtsstau und nach einer ereignislosen Rückfahrt kurz nach Mitternacht Regensburg erreicht. Hatte mir mein „Länderspieldebüt“ ganz anders vorgestellt, aber man kann ja nicht alles haben.

 

 

21.10.2007: SV Schaffhausen vs. FC Polizei Zürich, 4:0 (A-Jugend Meistersch.), Sportplatz Bühl

21.10.2007: FC Schaffhausen vs. FC Wil 1900, 3:1 (Pokal Schweiz), Stadion Breite

 

Auf der Seite der Bahn mal rausgefunden, dass man Schaffhausen mit dem WET anfahren kann, brachte mich auf den Plan, dort mal ein Fußballspiel anzuschauen bzw. endlich Länderpunkt Schweiz zu machen.

Spiel war nun gefunden und so gings für mich allein mit der Bahn nach Schaffhausen. Fahrt irgendwie sehr langweilig, wenigstens hatte ich was zum Lesen dabei. 2 Stunden vor Spielbeginn angekommen und mit dem Bus Richtung Stadion. Aber was seh ich da: Auf einem Sportplatz ein Spiel des SV Schaffhausen gg. FC Polizei Zürich, A-Jugend. Da ich allerdings mein Hauptspiel pünktlich erreichen wollte, verfolgte ich nur die 1. Halbzeit, immerhin 2 Tore gesehen.

Auf den Weg zur Kasse wurde ich von einem Fan des FC Wil aufgehalten. Er fragte mich ein paar Sachen und gab mir eine Einladung zu einer Fanparty. Wäre gerne gekommen, war aber zu diesem Zeitpunkt in Italien ^^.

Eintritt 10 CHF und neben Schaffhausen-Block gestellt. In der 2. Runde des Schweizer Pokals gerade mal 800 Zuschauer, sehr schwach. Aus Wil ca. 100 Gäste angereist, hatten auch paar Zaunfahnen, Stimmung aber allgemein im Rund kaum vorhanden. Nach 20 Minuten führte der Gastgeber mit 2:0, dies auch der Halbzeitstand.

Kurz nach Wiederanpfiff das 3:0, die Vorentscheidung. In der 85. Minute das 3:1, nur noch Ergebniskosmetik. Schaffhausen zog damit in die nächste Runde ein.

Nach dem Spiel zur Bushaltestelle zurück und auf zum Bahnhof, wo die „Gangster von Schaffhausen“ beobachtet werden konnten. Komisches Benehmen. Von Ulm – Augsburg bekam ich noch 2 weitere Mitfahrer hinzu, bzw. ich „musste“ sie mitfahren lassen. Grund: Es waren angeblich 2 tschechische Kickboxer (einer schaute wirklich gefährlich aus ^^). Naja, sie gaben mir wenigstens ein Bier und quatschten die ganze Zeit mit mir und flirteten anschließend noch mit einem Mädel, welches zugestiegen war. Ab Augsburg war ich (endlich) wieder alleine. In München stieg ein angehender Rechtsanwalt hinzu, welcher durch die Toskana radelte und u. a. nach Sardinien reiste. Es wurde etwas über Fußball in Italien und deren Fans philosophiert. Kurz nach 1 h erreichte man etwas erschöpft, aber zufrieden Regensburg. Länderpunkt Schweiz endlich in der Tasche.

 

 

17.11.2007: SSV Jahn Regensburg vs. TSV 1860 München II, 2:1 (Regionalliga Süd), Jahnstadion

 

Heute waren mal die Löwen zu Gast im Jahnstadion. Zwar nur die Kleinen, aber gegen 1860 ist es immer brisant. Aus der bayerischen Landeshauptstadt reisten ca. 300 Leute an, welche auch im Gästeblock paar Feuerwerkskörper abschossen und Rauch machten.

Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu sagen, der SSV siegte mit 2:1.

Nach dem Spiel noch mit ein paar Leuten gequatscht und ab zum Haupteingang, um Richtung Auto zu gehen. Hmm, irgendwie nicht möglich. An der OMV warteten ca. 200 Löwen-Anhänger, Jahnfans ca. 60, dazwischen die Blauen aus Bamberg mit Knüppel und Hund.

Nach Pöbeleien kam es irgendwann doch zum Austausch von Zärtlichkeiten zwischen allen beteiligten Gruppen, alles natürlich mit Videokamera der Beamten aus Bamberg festgehalten.

Das ganze Spektakel löste sich auf, die Prüfeninger Straße war nun für Auto wieder befahrbar ^^. Mike und ich trafen noch vereinzelt ein paar 60er in Seitengasse, welche sich jedoch ruhig verhielten. Das Auto war auch noch heil, also wieder heim.

 

 

23.11.2007: SV Wehen-Wiesbaden vs. TuS Koblenz, 0:2 (2. Bundesliga), Brita-Arena

24.11.2007: FSV Frankfurt vs. SSV Jahn Regensburg, 1:3 (Regionalliga Süd), Stadion am Bornheimer Hang

 

Urlaub muss wieder mal abgebaut werden, also fahren wir doch einfach nach Wiesbaden und Frankfurt. Zico stellte sein Auto zur Verfügung, mit an Bord Bronsky. So traf man sich am Jahnstadion zur Abfahrt um 13 Uhr. Fahrt wurde mit Oldies und Gesprächen verbracht, ab dem Raunheimer Dreieck etwas zähflüssiger Verkehr, aber Wiesbaden trotzdem pünktlich erreicht. Auto abgestellt und einen 9er von Koblenz entdeckt, der uns etwas kritisch beäugte. Ein Zeitungsausträger wurde nach dem Weg zum Stadion befragt, er antworte irgendwas mit „Fotbalovy, Wohngebiet“, etc. – Kult.

Irgendwann unser Ziel erreicht, aber was sieht man mit Erschrecken: einen seelenlosen Betonbunker, welcher sich Arena schimpft. Nebenan das wunderschöne Stadion an der Berliner Straße, ein toller Ground. Naja, hilft alles nix, vom schwitzenden Ordner befummeln lassen und rein in den „Fanblock“ von Wiesbaden. Die ersten Eindrücke irgendwie komisch, aber später mehr dazu.

Der Gästeblock ziemlich gut besucht, zum Intro gabs ein bisschen Pyro. Der Stadionsprecher mit dem üblichen Blabla, bei Wiederholung müssen die Zaunfahnen etc. abgehängt werden. Die Heimfans irgendwie völlig von der Rolle, sie skandierten: „Reißt die Banner ab“. Unglaublich, hier hat man für Fankultur wohl gar nix übrig. Zur Halbzeit 0:0, bisher keine nennenswerten Aktionen. In der 68. die Führung für die Gäste, 13 Minuten später das 2:0 für Koblenz durch Du-Ri Cha, die Vorentscheidung. Ein Anhänger von Wiesbaden warf ein Feuerzeug aufs Spielfeld, die Ordner bekamen dies mit und zogen ihn aus dem Block. Normale Fans würden versuchen dies zu verhindern, die „Fans“ von Wiesbaden aber nicht. Sie verabschiedeten ihn mit: „Schmeißt ihn aus dem Block“. Ohne Worte.

In den letzten Minuten des Spiels beobachteten wir die Heimfans mal etwas genauer – Schals um den Kopf gebunden, Texte zum Singen auf einem Zettel notiert, jeder darf mal ins Megaphon schreien, komische Leute in Wiesbaden, welche sich „Spießer Firma“ nennt...

Zum Abpfiff noch Gesänge a la „Wir war’n besser, aber hatten Pech“, sehr peinlich. Hier wird alles verkörpert, was man verachten muss. Schnell raus und vor der Arena einen Schal von Wiesbaden mit der Aufschrift „Wir haben, was man nicht kaufen kann – Tradition“ entdeckt. Haha, verarscht ihr euch selbst?

Wir wollten nun unbedingt das alte Stadion nebenan besichtigen, aber es gab keinen Eingang, also mal ab ins Gebüsch und nach einem offenen Zaun geschaut, aber die Wahrscheinlichkeit, in Fixerbesteck zu treten als einen Eingang zu finden, war wohl größer ^^, also zurück zum Auto. Hinter uns ein paar Koblenzer, welche ebenfalls auf einer Hauptstraße parkten. Auto erreicht – und was entdeckt man: eine Kanüle. Erst dauernd Witze über Spritzen, Fixerbesteck etc. machen und dann sowas *g*.

Nächstes Ziel war des Etap-Hotel in Darmstadt, doch davor im Videobuster etwas die Zeit vertrieben. Für Bronsky und mich ging ein „Traum“ in Erfüllung, die Erwachsenen-Abteilung mit einer sensationellen Auswahl an per äh diversen Filmen *g*.

An einer Tankstelle noch ein paar Einschlafbierchen erworben, im Zimmer noch 2. Bundesliga geguckt und alsbald eingeschlafen.

Gegen 9 Uhr aufgestanden und erst mal beschimpft worden, Grund dafür, dass ich angeblich den Amazonas mit lauten Geräuschen rodete. Jungs, ich kann doch auch nix dafür -.- ^^.

Ausgecheckt und beim goldenen M gefrühstückt, anschließend zum Bornheimer Hang  und mit Zico noch das Riederwaldstadion besucht, leider ohne Spiel.

Wieder zurück zum Stadion des FSV Frankfurt, wo bereits die ersten Gästefans ankamen. Zico verabschiedete sich derweil Richtung Waldstadion, seine SGE spielte heute gegen VfB Stuttgart. Einlasskontrollen wieder ziemlich pervers, ein übereifriger Ordner wollte Stadionverbot wegen „Diskutieren“ erteilen, wurde jedoch von den grünen Beamten wieder beruhigt.

Support über 90 Minuten sehr gut, Spiel ebenfalls, denn unsere Jungs siegten überraschend mit 3:1. Nach dem Spiel noch etwas vorm Bus geratscht, ehe es per U-Bahn Richtung Waldstadion ging. Dort angekommen und erst mal gegen knapp 50.000 Leute angerannt, aber 4 tapfere Jungs (Burgi und Rapid-Michi fuhren noch bei Zico mit) kämpften sich bis zum Parkplatz vor ^^. Abfahrtsstau auch überstanden und nach ca. 3 Stunden Regensburg erreicht, nettes Wochenende.

 

 

 

15.12.2007: 1. FC Kleve vs. Alemannia Aachen II, 1:1 (Oberliga Nordrhein), Stadion auf der Welbershöhe

16.12.2007: 1. FC Köln vs. Bayer 04 Leverkusen, 0:1 (A-Jugend BL West), Franz-Kremer-Stadion

16.12.2007: VfB Speldorf vs. KFC Uerdingen 05, 1:1 (Oberliga Nordrhein), Stadion am Blötter Weg

16.12.2007: MSV Duisburg vs. SG Eintracht Frankfurt, 0:1 (1. Bundesliga), MSV-Arena

 

Samstag, 6 Uhr in der Früh. Andere gehen zum Bahnhof, um mit dem Taxi nach Hause zu fahren, für mich ist es Treffpunkt für ein Fußballwochenende. So dachten auch Obi, Bronsky, Janni und Olli, also auf nach NRW und Holland. Als Leihauto diente ein Ford Focus Kombi, also auch recht bequem und viel Beinfreiheit, prima. In Würzburg die erste kleine Pause, was Olli auf den Plan brachte, ne Pulle Wein zu kaufen. Wieder auf der Autobahn, Korkenzieher hat man allerdings net dabei, so musste improvisiert werden, in dem eine Art „Haken“ reingebohrt wurde. Etwas Gewalt angewendet, schon schwamm der Korken im Wein und Olli war glücklich ^^. Vorbei an einem brennenden Auto erreichte man gegen 12.30 Uhr unser 1. Ziel an diesem Tag, Kleve. Etwas durch die Stadt geschlendert und in einem Restaurant Kölsch und Currywurst bestellt, lecker und preislich ok. Zurück zum Auto erreichte man alsbald das Stadion auf der Welbershöhe. Zu Gast war heute die 2. Mannschaft von Alemannia Aachen. Heimfans hatten zwar Doppelhalter, Fahnen etc. setzten aber diese überhaupt nicht ein, komische Sache. Aus Aachen war nur eine Zaunfahne zu erkennen, Gästefans nicht. Olli und Bronsky gründeten die Glühweinstandszene in Kleve, vor allem Olli hatte seinen Spaß, als er „Schuss mit Glühwein“ bestellte *g*. Nach einem langweiligen 1:1 schnell zum Auto und auf nach Holland, neuer Länderpunkt stand für 4 Leute auf dem Plan. 17.30 h das Stadion des FC Eindhoven erreicht, noch 2 Stunden bis Spielbeginn. Also Stadion verlassen und einen Supermarkt gesucht, um für den Abend einige Biere zu erwerben. Dreiviertel Stunde später etwa wieder am Stadionparkplatz, 4 Leute sitzen im Auto, Olli steht draußen, raucht ne Zigarette und telefoniert, alles normal.

Plötzlich hält hinter unserem Auto ein Polizist auf einem Motorrad, hat wohl unser deutsches Kennzeichen gesehen. Er steigt ab, redet kurz mit Olli und fordert uns anschließend auf, aus dem Auto zu steigen und unsere Personalausweise vorzuzeigen. Eigentlich eine „normale“ Kontrolle. Er funkte zu seiner Dienststelle alle Daten durch, gab unsere Ausweise zurück und sagte, dass das Spiel FC Eindhoven gg. Den Bosch ein „Risikospiel“ und es deshalb möglicherweise keine Karten für uns geben könnte. Er fügte hinzu, dass er aber an der Kasse nachfragen wird. Zwischenzeitlich kam ein Polizeiauto mit 2 Beamten, um auf uns aufzupassen. So standen wir 5 erst mal am Parkplatz. 10 Minuten später tauchte er wieder mit seinem Motorrad auf und gab uns zu verstehen, dass es keine Karten für uns gibt und wir deshalb das Stadion verlassen sollen! Da wir aber trotzdem noch nicht aufgeben wollten, behaupteten wir, dass wir reserviert hätten (hatten wir nicht, da wir nicht mit Problemen rechneten). Wir sagten, dass wir telefonisch reserviert hätten. Obi wollte losgehen, der Polizist packte ihn am Kragen und forderte erneut seinen Personalausweis. Unglaublich, mit welcher Gangart er uns jetzt aufforderte, das Stadion zu verlassen. Er verließ mit seinem Motorrad den Parkplatz, Obi versuchte es zuerst und kam ohne Probleme ins Stadion. Wir teilten dies den 2 Polizisten im Auto mit, sie gaben das Ok. Als nächstes schaffte es Bronsky ohne Probleme ins Stadion. Er rief mich an und teilte mir dies mit. Erneut fragten wir die Polizisten, kein Problem, wir können zum Stadion. Ich war zuerst an der Kasse, Karten gab es natürlich im freien Verkauf. Hinter mir Janni. Ich gebe dem Ordner meine Karte, im selben Moment steht draußen der Polizist vom Motorrad, daneben Obi, den er wohl aus dem Stadion gezogen hatte. Der Polizist schreit mich mit den Worten „Sie kommen nicht ins Stadion rein“ an. Im selben Augenblick packten mich 3 Polizisten und zogen mich raus, Janni auch ohne Chance, reinzukommen, Olli probierte es erst gar nicht. Mittlerweile ca. 20 Polizisten + 2 Pferde anwesend, dazu ein paar Offizielle des FC Eindhoven. Ich fragte unseren Motorrad-Polizisten, warum ich nicht ins Stadion darf. Seine Antwort: „Sie haben keine Eintrittskarte!“

Aha, komisch, hab sie doch gerade in meinen Händen, was ich auch sagte. Polizist: „Sie dürfen nicht rein, das sind die Regeln.“

Komische Regel, kennen wir alle gar nicht. Der einzige, der jetzt noch fehlte, war Bronsky. Er forderte uns auf, dafür zu sorgen, dass er in den nächsten 10 Minuten auftaucht, da wir sonst die Nacht im Knast verbringen müssen. Bronsky angerufen und drum gebeten, so schnell wie möglich zu kommen, da wir sonst riesigen Ärger bekommen. Nach 10 Minuten tauchte er am Parkplatz auf, es folgten einige Diskussionen mit den Motorrad-Polizisten und den 2 Polizisten aus dem Auto. Sie erklärten uns, dass wir nicht die Erlaubnis hatten, das Stadion zu betreten. Wir sagten, dass wir über 700 km gefahren sind, weil wir dieses Spiel friedlich sehen wollten und keinen Ärger machen.

Dies interessierte ihn jedoch nicht, gar nichts, war zu machen. Auf die Frage, ob er das Gesetz sei, antwortete er ohne mit der Wimper zu zucken mit „Ja“. Ohne Worte, vereintes Europa allèz, I love democracy! Unglaublich!

Wenn ihr denkt, dass das alles war, habt ihr euch getäuscht, denn nun folgte der Hammer:

Wir sollen die Stadt Eindhoven verlassen. Sarkastisch fragten wir noch, ob wir wenigstens in Eindhoven ein Bier trinken dürfen, Motorrad-Polizist: „Ja, aber nur wenn ihr von der anderen Seite wieder nach Eindhoven fährt.“ Aha.

Er forderte uns nun auf, ins Auto zu steigen und hinter seinem Motorrad zu fahren, direkt hinter uns das Polizeiauto mit Blaulicht. Als wir an der Autobahnauffahrt ankamen, winkte er uns in die Richtung und drehte ab.

Wir nun auf der Autobahn – teilweise schockiert, mal traurig, auch wütend. Wir konnten unsere Gefühlslage nicht einordnen, so unwirklich waren die letzten Stunden. Unser Weg führte uns direkt nach Lüttich, hatten erst mal die Schnauze von Holland voll.

Dort angekommen und in einer Friture Pommes mit einer undefinierbaren Beilage bestellt, welche sehr sehr lecker schmeckte (fast wie eine Weißwurst, nur frittiert), dazu ein Jupiler-Bier zu humanen Preisen. Vollgefressen führte uns der Weg nun zum Hotel, 3 legal, 2 durchs Fenster. Es muss eben Geld gespart werden. TV mit deutschen Programmen auch vorhanden, ca. bis 1 Uhr noch in die Glotze geschaut und Bier getrunken, irgendwann im Schlafsack eingepennt. Am Morgen gleich mal ein paar Beschwerden, ich hätte heut Nacht den Regenwald gesägt *g*.

Um 9 h erfolgte die Abfahrt nach Köln, denn um 11 h spielte die A-Jugend der Geißböcke gegen Bayer 04 Leverkusen. Moritz war mit seinem Vater ebenfalls anwesend, waren gestern ebenfalls in Holland und hatten keine Probleme ins Stadion zu kommen.

Positiv neben dem kostenlosen Eintritt beim A-Jugend-Kick die humanen Preise für Kakao und Wurst. Da konnte man mit einem müden 1:0-Auswärtssieg für Leverkusen leben.

Nach dem Spiel schnell zum Parkplatz und auf nach Speldorf, um 14.15 h stand die nächste Partie auf dem Plan. Passanten interviewt und Stadion doch recht schnell gefunden. Rein ins Vergnügen, Curry-Wurst sehr lecker, Preise ok.

Aus Krefeld waren ca. 200 Gäste angereist, welche sich direkt hinterm Tor befanden. Direkt daneben einige Polizisten, ebenso wie bei den Auswechselbänken, insgesamt wohl 100.

Kult-Trainer Alexander Ristic, Trainer der Gäste, wurde von uns auch noch angebetet ^^.

Die Gäste führten bis zur 94. Minute mit 1:0, dann machte Speldorf den Ausgleich, der Torschütze rannte jubelnd in Richtung Gästeblock. Im selben Moment rannten die Fans vom KFC los, die Grünen legten auch los, und naja, es wurden ein paar Zärtlichkeiten ausgetauscht. Dies dauerte ca. 15 Minuten, ein paar Grüne lagen am Boden, ebenso auch Gästefans. Raus aus dem Stadion, Duisburg stand noch aufm Plan. Straßensperre durch Polizei verhinderte jedoch eine schnelle Abfahrt. Obi war schnell genug und konnte das Auto holen, wir mussten warten. Wir fragten, warum wir nicht zum Fahrzeug dürfen, denn wir sind nicht auf Ärger aus und außerdem gar nicht aus der Gegend kommen. Antwort vom Polizisten: „Das glaub ich vielleicht einen 80-jährigen Rentner, aber nicht euch. Schaut euch doch mal an, ich werde jeden Tag angelogen.“ Aha, dein Problem.

Um 17 Uhr Duisburg erreicht, schnell zum Stadion gesprintet und Karten neben Gästeblock gesichert. Aus Frankfurt waren ca. 3000 Gäste anwesend, die auch durchgängig gute Stimmung machten uns sogar einen Bengo zündeten. Frankfurt gewann 1:0, haben also an diesem Wochenende sehr wenig Tore gesehen, aber trotzdem viel (negatives) erlebt. Nach ereignisloser Heimfahrt erreichten wir um ca. 1 h Regensburg. Dieses Wochenende werden wir wohl so schnell nicht vergessen, sehr traurig, wenn Fußballfans als Verbrecher abgestempelt werden.

 

 

29.12.2007: Linfield F.C. vs. Crusaders F.C., 5:0 (Carnegie Premier League), Windsor Park

 

Weihnachten – für viele Leute die Zeit für Besinnung und Familie, aber nicht für uns. So machten sich am 2. Weihnachtsfeiertag Obi, Bronsky, Turmsteher und ich uns nach Prag auf, um von dort weiter nach Dublin zu fliegen. Kurz nach 16 Uhr am Regensburger Hauptbahnhof getroffen, 2 Frauen mit Bayernticket nahmen uns billig bis Furth i. W. mit, wo Obi schon auf uns wartete. Von dort gings über Pilsen zum Prager Hauptbahnhof, welchen wir kurz vor 22 Uhr erreichten. Unsere Pizzeria von unsere Ostertour hatte leider geschlossen, also etwas durch die Stadt geschlendert, wo wir etwas außerhalb eine Pizzeria fanden, welche jedoch kein (!) tschechisches Bier hatte, seltsam. Hunger gestillt, wieder raus und Prag bei Nacht erkundet. Stadt gefällt mir gut, wir bestimmt öfters besucht. Ne geeignete Kneipe für ein paar Pivos konnte jedoch nicht gefunden werden (meisten hatten wg. Feiertag geschlossen oder machten 1 Uhr zu). Also zurück zum Bahnhof, wo uns Kokain und Haschisch in Hülle und Fülle angeboten wurde, sehr dubios das ganze. Bronsky konnte nur noch auf den Boden schauen, hatte er jedoch Angst vor Fixerbesteck, aber nicht nur in Prag, sondern auf der ganzen Tour ^^. Bahnhof wieder verlassen, irgendwo mal einen Supermarkt entdeckt, welcher noch offen hatte (ca. 5 Minuten vom Bahnhof weg). Die Betreiber des Manni Mini Market (heißt wirklich so *g*) waren 2 sehr freundliche Inder, welche es uns sogar erlaubten, in ihrem Laden zu warten und uns an der Heizung aufzuwärmen. Sie fragten nach unserem Hotel und was wir hier machen. Nach unserer Antwort erfolgte nur ein Kopfschütteln ^^. Mittlerweile kamen 2 weitere Typen (glaub ein Brite und ein Norweger) in den Laden, um Biernachschub zu holen. Sie sprachen uns an, beschimpften uns zuerst, weil wir Deutsche sind, waren dann aber doch freundlich. Der Norweger, ein Prolet vor dem Herren (Cowboystiefel, Goldkette, Ringe, etc.), wollte noch, dass wir mit ihnen mitgehen, weil sie „einige weibliche Personen“ aufgerissen haben sollen *g*. Wir blieben jedoch im Manni Mini Market bis kurz vor 3 Uhr, weil der Prager Hauptbahnhof erst zu dieser Zeit wieder seine Türen öffnete. Dort einige Kultpersonen entdeckt, welche uns in 2,5 h Wartezeit gut unterhielten. Schon krass anzuschauen, wie einer am ganzen Körper nach einer Vene sucht, um sich H reinzupumpen oder Leute, die einfach auf die Knie gehen und Gott grüßen ^^. Mit der Metro (Ticket-Automat nur auf tschechisch, also einfach Ticket für 7 Kronen gelöst) führte uns der Weg zur Station Dejvická, von dort weiter mit dem Bus Nr. 119 ca. eine halbe Stunde bis zum Flughafen. Mittlerweile kurz nach 6 h, 10.50 h hebt erst unsere Maschine gen Dublin ab. Also Bänke gesucht, ein Bierchen geöffnet und Leute beobachtet. Irgendwann kam ne Pennerin zu mir und brabbelte irgendwas daher. Dachte, sie wollte zuerst mein Bier oder Geld. Bronsky war von ihr etwas genervt und deutete Richtung Obi. Naja, und was jetzt folgte, war wieder mal ein Brüller: Die Pennerin (blutverschmierte Nase, hässliche Zähne) wollte Obi abbusseln, er war allerdings dagegen und rannte weg, sie aber hinterher, gab jedoch nach ein paar Minuten auf. Vorerst!

Mittlerweile dösten wir dahin, Bronsky weckte mich plötzlich mit den Worten: „Da is sie wieder!“ Ich konnte Obi im letzten Moment warnen, sonst hätte er wohl ihre Zunge zu spüren bekommen *g*. Eine Stunde vor Abflug checkten wir ein, etwas abgeasselt und rein in die Ryanair-Maschine. Für mich Neuland, bin zuvor noch nie mit einer „Billig-Airline“ geflogen. Flug komplett verpennt, 2 Stunden später die grüne Insel erreicht und mit nem Doppeldecker-Bus für 1,90 Euro nach ca. 45 Minuten Fahrt die O'Connell Street, Hauptstraße und Zentrum von Dublin, erreicht. Stadtkarte geholt, etwas umhergeschlendert und gegen 16 Uhr unsere Jugendherberge im Stadtteil Temple Bar (Kneipenviertel) erreicht. Zu viert im 6er-Zimmer eingecheckt, also viel Platz gehabt, da niemand dazukam. Aufenthaltsraum mit TV, Internet, Kicker, alles wunderbar. Anschließend wieder in die Stadt, beim goldenen M gespeist (Pizzeria oder sonstige Restaurants sprengen jeden Geldbeutel) und anschließend zurück zur Temple Bar. Turmsteher erholte sich etwas im Zimmer, Bronsky, Obi und ich verfolgten in einem Pub noch Manchester City vs. Blackburn. Ich trank in Dublin mein 1. Guinness überhaupt, schmeckte so gut, dass am Ende jeder 3 intus hatte und 13,80 Euro ärmer war. Egal, so jung kommt man nimmer zamm *g*. Zurück zur Jugendherberge (Barnacles Temple Bar House), etwas im Aufenthaltsraum gechillt, Ami-Tussen beim Quatschen belauscht und gegen 23.30 h ins Zimmer. Ich hatte wieder das Glück, eine „blutige“ Bettdecke zu erwischen, was bei Bronsky  und mir übelstes Gelächter auslöste *g*. Fixerbesteck?

Bis 9 h gepennt, gekackt  und geduscht, machten wir uns ausgeschlafen auf den Weg zum Busbahnhof. Für 13 Euro Karte nach Belfast gesichert und um 12 h losgefahren. Auf der 2,5-stündigen Fahrt Landschaft betrachtet, gelesen und 2 deutsche Mädels, die direkt vor mir saßen, belauscht. Nach 2 Stunden merkten sie erst, dass ich ebenfalls ihre Sprache verstehe, redeten sie nun viel leiser ^^. 14.30 h die nordirische Hauptstadt erreicht, Euro in Pfund getauscht, Bronsky und Turmi wie Weiber, schauten sie doch in jeden Schuhladen *g*. Ich fragte einen Parkeinweiser nach der Jugendherberge (Linen House Hostel) in der Kent Street. Dieser erklärte mir den Weg so exakt und detailliert, dass wir nach ca. 15 Minuten an der Bank of Ireland vorbei direkt in der Kent Street landeten. Straße nicht mehr beleuchtet, 10 m weiter ein Pub, wo um die Tür herum ein Käfig (!) war, sehr interessante Gegend. Eingecheckt und rein ins 8er-Zimmer. Hmm, Tür geöffnet, Schimmel an der Backsteinwand, Boden dreckig, muffiger Geruch. Kein Wunder, dass dieses Hostel die schlechteste Bewertung abbekam, aber zum Pennen auf jeden Fall ok. Zurück in die Stadt, in einem Einkaufszentrum bei Pizza Hut gespeist. Irgendwie schon krass, wenn man für eine Pizza, die grad mal so groß wie eine CD ist und für Pommes mit Cola fast 5 Pfund zahlt. Dafür konnten wir Cola nachfüllen und die weibliche Bevölkerung, welche mit sogar mit Jogginghose rumläuft, begutachten. Einfach nur geil die Frauen von der Insel ^^. Höhepunkt war jedoch ein Penner(in) (wir wissen es nicht genau), welche(r) Mais „hocherotisch“ verspeiste *g*. Gegen 20 Uhr Einkaufszentrum verlassen, Hauptstraße abgegangen und Mädels, die uns irgendwas zuriefen, beobachtet. Dies beobachteten 2 Typen, welche uns kurz darauf anpöbelten „You want to f... 14 year old girl“. Wir verneinten dies und als sie fragten, wo wir herkommen, war alles wieder ok, denn sie lieben Schnitzel und Weißwurst *g*. Kurz vor 23 Uhr wieder Jugendherberge erreicht, rechneten wir schon mit all möglichen Personen auf unserem Zimmer, aber wir blieben weiterhin allein. Mit Bronsky bis 2 h morgens über unsere Schulzeit gequatscht, gut gepennt und 10 h aufgestanden. Heut stand Länderpunkt Nordirland auf dem Programm, Stadtplan von Belfast geholt und ca. 45 Minuten zum Windsor Park gelatscht. Es regnete derweil, was Bronsky sofort in Panik versetzte (hat seit Split ein Trauma und tickt deshalb bei jeder Wolke aus ;-). Um 12 h Stadion erreicht, Spiel findet Stadt, also wieder zurück und bei KFC Mittagessen gehalten. Gestärkt zum Windsor Park, Karte für unverschämte 9 Pfund gesichert und rein ins Vergnügen. Linfield, Rekordmeister aus Nordirland, besiegte Crusaders souverän mit 5:0. Nach dem Spiel kauften sich Obi und Turmi einen zuckerfreien Saft, welcher jedoch so süß war, dass es einem schwarz vor Augen wurde. Unser nächstes Ziel war nun das Eishockey-Spiel zwischen den Belfast Giants und Cardiff Devils in der Odysseus-Arena. 7 Pfund Eintritt bezahlt und ein Event mit popcornessenden Zuschauern und Cheerleader verfolgt, sehr traurig, keine Emotionen vorhanden. Der Gastgeber besiegte die Gäste aus Wales mit 6:3. Gegen halb 11 wieder die Jugendherberge erreicht, lang geratscht, spät ins Bett und um 9 h aufgestanden. Ausgecheckt, Frühstück bei MC geholt und zum Busbahnhof. 12 h wieder losgefahren, Bus diesmal kein Platz mehr, bis zum letzten Platz gefüllt. 14.30 h Dublin erreicht, Kultur, Kirchenbesuch und Spaziergänge kamen nicht zu kurz. Am Abend noch Curry-Pommes (sehr zu empfehlen) gegessen und ein T-Shirt gekauft. Im Supermarkt noch ein paar Cider-Biere gekauft und auf eine Bank am Fluss niedergelassen. Da Biertrinken in der Öffentlichkeit nicht erlaubt ist, verwarnte uns ein Streifenpolizist. 21.30 h mim Bus zum Flughafen, auf einer Bank breit gemacht, Essen und leere Becher vom MC geholt und Bier umgefüllt. Ca. 1 h legten wir uns bei einem Schalter auf nen Teppich, Schlaf war allerdings alles andere als gut (nervige Durchsagen, harter Boden etc.). Flug diesmal schon um 6.50 h, also früh eingecheckt und weitergepennt. Beim Betreten des Flugzeugs mit einer Flugbegleiterin Augenflirt, hübsches Mädel. Flug wieder verpennt, von der Flugbegleiterin verabschiedet *g*, und auf Richtung Bahnhof. Dort erlebten wir den schlimmsten Gestank in unserem noch jungen Leben. Kein Mülleimer, ja kein Scheißhaufen kann so penetrant stinken wie eine Frau, die sich überall am Körper kratzte. Wer am Prager Bahnhof ist, soll sich auf ziemlich fertige Gestalten einrichten. Gegen 13 Uhr Zug Richtung Pilsen genommen, dort 1 Stunde Aufenthalt, also zum MC und wieder zurück zum Bahnhof. Obi verließ uns in Furth, wir hatten wieder Glück und fanden 2 Leute, bei denen wir billig mitfahren konnten. 31.12. – 17.30 h, Regensburg hat uns wieder! Tolle Tour, schöne Länder, Irland wird mit Sicherheit noch mal besucht. Guten Rutsch!

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!